
Die elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild soll die bisherige Krankenkassenkarte mit Chip nach und nach ablösen. Dadurch soll ein effizienteres und leistungsfähigeres Gesundheitssystem entstehen. Die wichtigsten Infos und Änderungen haben wir hier für euch zusammengestellt.
Was genau ist die elektronische Gesundheitskarte?
Der optische Unterschied zur aktuellen Krankenversichertenkarte ist ein aufgedrucktes Foto. Zudem können die Krankenkassen jetzt auch die europäische Krankenversicherungskarte gleich auf die Rückseite drucken lassen, so dass die medizinische Versorgung im europäischen Ausland mit nur einer Karte möglich ist.
Zusätzlich verfügt die Gesundheitskarte über einen Mikroprozessorchip, der viele Funktionen übernehmen soll. Welche genau das sind, steht noch nicht fest, sicher ist aber, dass persönliche Patientendaten verschlüsselt auf der Karte gespeichert werden sollen. Diese können dann zum Beispiel in Notfallsituationen vom behandelnden Arzt abgerufen werden. Die Speicherung soll jedoch erst möglich sein, wenn der Datenschutz eingehalten wird.
Welche Daten sollen auf der Gesundheitskarte gespeichert werden?
Wie bisher wird auf der Gesundheitskarte Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Anschrift, Versichertennummer, Versichertenstatus (z.B. Mitglied oder mitversicherter Angehöriger), Gültigkeitsdauer und die Bezeichnung der Krankenkasse gespeichert werden. Neu ist die Angabe des Geschlechts. Geplant sind noch weitere Daten, die jedoch das vorherige Einverständnis des Patienten erfordern.
Ist es möglich die alte Krankenversichertenkarte zu behalten?
Der Plan ist, bis zum 31.12.2013 die Umstellung des gesamten Gesundheitssystems auf die elektronische Gesundheitskarte abgeschlossen zu haben.
Allerdings ist es ratsam, vorerst seine alte Karte zu behalten, da es in Einzelfällen sein kann, dass Ärzte oder Krankenhäuser erst später über die Lesegeräte für die neuen Karten verfügen.
Wie bekomme ich eine elektronische Gesundheitskarte?
Als erstes werdet ihr von eurer Krankenkasse angeschrieben und gebeten, ihnen ein Lichtbild zu schicken. Wie genau ihr dann eure Karte erhaltet, regelt jede Krankenkasse unterschiedlich, so dass ihr euch am besten direkt dort informieren solltet.


