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Auto-Probleme im Winter!

Während der kalten Monate ist das Starten der Autos oft eine Herausforderung. Insbesondere die älteren Modelle bereiten Probleme, denn die Elektrik ist nicht immer in einwandfreiem Zustand. Wie euer Wagen genug Kraft zum Starten des Motors bekommt und trotz eisiger Kälte seinen Dienst nicht versagt, erfahrt ihr hier.

Kaltstarten oder warmlaufen lassen?
Grundsätzlich solltet ihr euren Wagen nicht warmlaufen lassen. Denn das Auto wird im Stand bei weitem nicht so schnell warm, wie dies beim Fahren der Fall ist. Auch wenn es bequemer ist beim Eiskratzen den Motor schon laufen zu lassen, um dann in ein etwas wärmeres Auto zu steigen, solltet ihr lieber darauf verzichten, denn laut der StVO (Straßenverkehrsordnung) ist es untersagt „unnötigen Lärm und vermeidbare Abgase“ zu erzeugen. Haltet ihr euch da nicht dran, so droht euch ein Bußgeld von 10 Euro.

Autobatterie
Besonders die Autobatterien sind sehr empfindlich und geben in der kalten Jahreszeit schnell ihren Geist auf. Da eine Batterie im Schnitt 4 - 6 Jahre hält, solltet ihr sie, wenn sie das Alter hat, überprüfen lassen.
Aber die Batterien müssen nicht immer defekt sein, wenn euer Wagen nicht mehr anspringt. Oft haben die Akkus einfach keine Chance, während der Fahrt genügend Ladung zu erhalten. Häufig wird das Auto nur für den Stadtverkehr benutzt. Während dieser Zeit werden zahlreiche Funktionen unter anderem z.B. die Sitzheizung, das Heizgebläse und natürlich die Beleuchtung eingeschaltet. Das alles entlädt die Batterie, die auf den kurzen Fahrten nicht genügend aufgeladen werden konnte. Das kann dazu führen, dass der Ladezustand der Batterie nicht mehr ausreicht, um den Motor zu starten. Also solltet ihr im Winter auch mal längere Fahrten machen, so dass eure Autobatterie genug aufgeladen werden kann.

Das Auto springt nicht an
Trotz aller Vorkehrungen springt euer Auto nicht an? Dann könnt ihr es mit einem Überbrückungskabel versuchen, dass ihr an ein anderes Auto anschließt. Dafür sind jedoch einige Vorkehrungen notwendig:

  • Überprüft ,ob die Batterien beider Fahrzeuge ungefähr die gleiche Spannung haben. Für gewöhnlich sind es 12 Volt. Die Spannung des Spenders sollte nicht viel kleiner sein als die eurer Batterie.
  • Schaltet bei beiden Fahrzeugen unnötige Energieverbraucher wie Heizung oder Radio ab.
  • Schließt das rote Kabel zuerst an den Pluspol des Empfängers und danach an den Pluspol des Spenderautos an.
  • Schließt nun das schwarze Überbrückungskabel an den Minuspol des Spenders und dann an ein Metallteil des Empfängers. Achtet aus Sicherheitsgründen darauf, das Kabel nie direkt an den Minuspol eurer Batterie zu klemmen.
  • Startet danach den Motor des Spenderfahrzeugs, und anschließend euren.
  • Schaltet in eurem Fahrzeug vorsichtshalber einen oder mehrere Energieverbraucher ein, um drohenden Überspannungen vorzubeugen.
  • Wenn eure Batterie absolut leer war, dann lasst das Überbrückungskabel ca. 10 Minuten dran.
  • Das Entfernen der Kabel geschieht in umgekehrter Reihenfolge.
  • Schaltet anschließend die Energieverbraucher in eurem Auto wieder aus und fahrt ca. 1 Stunde mit dem Fahrzeug, damit sie sich die Batterie wieder komplett aufladen kann. Danach sollte, wenn alles gut gelaufen ist, euer Auto wieder startklar sein.

Wenn kein Übertragungskabel vorhanden ist, habt ihr immer noch die Möglichkeit, eurer Fahrzeug anzuschieben. Techniker und Fahrzeughersteller raten davon jedoch größtenteils ab. Zwar ist es leicht, einen Benziner anzuschieben, doch beim Diesel wird es schon schwerer und bei einem Automatikgetriebe ist es quasi unmöglich. Zudem könnte das Auto kaputt gehen, wenn die Ursache der Panne nicht bei der Batterie liegt. Denn beim Anschieben kann unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen und dort Schäden anrichten.
Sind bei einer Panne keine Helfer in Reichweite, könnt ihr ein Taxi oder einen Automobildienst bestellen. Einige Unternehmen bieten die Pannenhilfe relativ günstig an und bringen euch bei Bedarf sogar in die nächste Werkstatt.

Frostschutz
Wischerblätter, die Füllung der Scheibenwaschanlage und das Kühlsystem müssen über ausreichend Frostschutz verfügen. Denn es ist sehr wichtig, dass ihr eine klare Sicht habt, besonders in der dunklen Jahreszeit.
Wenn ihr euch unsicher seid, wie viel Frostschutz ihr verwenden müsst, dann solltet ihr bei einer KFZ-Werkstatt einen Winterscheck durchführen lassen.
Aber nicht nur die Scheibenwaschanlage und das Kühlsystem können Probleme verursachen. Auch die Türen und Schlösser können im Winter schnell einfrieren. Ihr solltet jedoch nie versuchen, eure Türen mit Gewalt zu öffnen. Bei angefrorenen Türen können die Gummidichtungen rasch zerreißen und das würde eine teure und unnötige Reparatur bedeuten.

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