ffn Geschichte

Wir schreiben das Jahr 1986. In Isernhagen, einem kleinen Ort bei Hannover, bereitet sich eine bunt zusammen gewürfelte Schar ambitionierter Radiomacher auf den Sendestart vor. Noch bleiben ein paar Wochen Zeit, in denen Musikarchive zusammengestellt, Moderatoren geschult und technische Abläufe geprobt werden. Das Team hat größtenteils wenig bis keine Radioerfahrung, dafür aber jede Menge journalistischen Background.

Eine Woche vor Sendestart trifft sich die komplette ffn-Mannschaft, um das Programmkonzept des neuen Senders festzulegen. Kurzerhand wird der Tag in vier Sendeschienen unterteilt, die praktischerweise erstmal einfach durchnummeriert werden: ffn eins, ffn zwei, ffn drei, ffn vier. Später folgen dann abenteuerliche Namen bekommt wie beispielsweise Opus 12, Avanti, Drivetime oder Liebesgrüße, Nach(t)gedanken, Checkpoint, Extrakt und Siesta.

Von all den Vorbereitungen ahnen die Hörer natürlich noch nichts. Sie lauschen den meditativen Beschwörungsformeln an ihrem Empfänger: „Hier ist die Senderkette der deutschen Bundespost für das Land Niedersachsen. Mit den Ultrakurzwellensender Barsinghausen für den Großraum Hannover auf der Frequenz 101.9 MHZ. Über diese Sender hören sie ab 31.12.1986, 12 Uhr mittags, radio ffn. Während des Testbetriebes werden keine Verkehrsfunksignale ausgestrahlt.“

Dann betritt auch ein Moderator die Szenerie: Es ist der erste Programmdirektor Thorsten Römling. In seiner Moderation fasst er zusammen, was von nun an für radio ffn Programm werden sollte: „Am Anfang war das Wort, und das Wort hieß Grüß Gott! Und dann kamen die Bangles.“

10 Jahre hausten und arbeiteten die ffn-Mitarbeiter in der idyllischen Villa in Isernhagen. Dort wo sich Fuchs und Hase schon am frühen Morgen gute Nacht sagen, saß man kreativ (aber auch beengt) zusammen.

Der damalige ffn-Geschäftsführer Wolfgang Müller beschloss deshalb, den Sender in die Landeshauptstadt zu bringen und ihn an wichtige Informationsadern anzuschließen. Als das ehemalige Goseriede-Herrenschwimmbad ins Gespräch gebracht wurde, waren sich die ffn-Gesellschafter schnell einig.

Nach einjähriger Bauphase stand im Dezember 1996 das neue Funkhaus von radio ffn. Der einstige „Selfmade-Sender“ wurde erwachsen, innerlich wie äußerlich!

Seit fast 15 Jahren sitzt ffn nun also schon mitten im Herzen von Hannover. Das Funkhaus gehört zu den schönsten und modernsten in Deutschland – und die Historie des Gebäudes, eines ehemaligen Goseriede-Herrenschwimmbads, sorgt immer noch für Erstaunen bei Besuchergruppen. Einige Besucher können auch noch berichten, in der großen Halle ihren Freischwimmer gemacht zu haben.

Statt Bademeistern gibt es bei ffn heute Redakteure, die in der offenen Redaktion Seite an Seite mit Moderatoren und Comedyautoren sitzen. Aber die kommunikativen Vorzüge des transparenten Gebäudes liegen klar auf der Hand: Kurze Wege, direkte Abstimmungen und viel Flurfunk im allerbesten Sinne!

Unser Funkhaus ist beliebt: Die über 100 jährlichen Hausführungen, unzählige Minikonzerte, Promibesuche, Kundenveranstaltungen und Gesellschafter-Meetings zeigen, wie gern ganz Niedersachsen bei ffn zu Gast ist.