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CD Tipp Archiv

Mandy Capristo – „Grace“

Die Deutsch-Italienerin Mandy Capristo gewann im Jahr 2006 neben zwei Mitstreiterinnen die Castingsendung „Popstars – Neue Engel braucht das Land“. Die drei Sängerinnen formten die Band Monrose und legten eine erfolgreiche Karriere hin. Trotz sieben Top-Ten-Hits und rund 1,5 Millionen verkaufter Tonträger, trennte sich die Band im Jahr 2011. Knapp ein Jahr später veröffentlichte Mandy am Freitag (27.04.) ihr Debütalbum „Grace“. Darauf befindet sich auch ihre aktuelle Single „The Way I Like It“, die nach ihrer Veröffentlichung bereits auf Platz 11 der Deutschen Single Charts und auf Platz 6 der iTunes Charts einstieg.
Doch auch die restlichen Lieder können sich hören lassen. Auf dem Album, benannt nach ihrem zweiten Vornamen, beweist die 22-Jährige, dass sie auch solo eine tolle Stimme hat. Das hört man vor allem während ruhigeren Nummern wie „Grace“. Nur von einem Klavier begleitet singt sie auf Englisch und Italienisch.
Auch die Ballade „Sing“, eine Liebesballade an das Singen an und für sich, unterstützt Mandys kräftige Stimme. Im Gegensatz dazu stehen das energiegeladene „Allow Me“ und „Hurricane“, ein kräftiger Pop-Song über eine verlorene Liebe. Selbst ihr Red Hot Chili Peppers Cover „Otherside“ ist wirklich gelungen.
Mandy ist ein schönes, rundes Debütalbum gelungen. Sie zeigt, dass sie auch ohne Monrose Erfolg haben kann und den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauch.


Roman Lob – „Changes“

Am 16. Februar 2012 gewann Roman Lob den Eurovision-Song-Contest-Vorentscheid „Unser Star für Baku“. Damit ist er der musikalische Nachfolger von Lena Meyer-Landruth. Nun hat der gelernte Industriemechaniker sein von Thomas D. produziertes Debütalbum „Changes“ auf den Markt gebracht. Sechs Wochen vor seinem Auftritt in Baku am 26.Mai zeigt Roman Lob damit seinen Fans, dass die Chemie zwischen ihm und seinem Mentor Thomas D. einfach gestimmt hat: „Ich hatte 100 Prozent Mitspracherecht! Es war einfach eine super Zusammenarbeit.“
Neben seinem Wettbewerbssong „Standing Still“ , der nach Veröffentlichung in die Top 3 der deutschen Single Charts stürmte, findet man einige weitere Balladen, wie gleich den ersten Titel des Albums „Day By Day“ oder das dramatische „Conflicted“. Jedoch können sich auch durchaus die Popnummer „After Tonight“ und das schnelle „Changes“ hören lassen. Vor allem letzteres ist ein gelungener Ausflug in den Funk. Das soulig angehauchte „Make You Smile“ und „Dream On“, eine leichte, sommerliche Gitarrenpopnummer sind weitere Highlights des Albums und zeigen, dass die Stimme des 21-Jährigen mehr als nur balladentauglich ist.
Roman Lob ist mit den 13 Songs ein Album gelungen, das durch seine tolle Stimme und musikalische Vielfältigkeit besticht. Von Pop über Funk bis hin zu ruhigen Balladen ist alles auf seinem Debütalbum vertreten.


Train – „California 37“

Mit ihrem ersten Hit „ Drops Of Jupiter (Tell Me)“ aus dem Jahr 2001 gewann die Alternative-Band aus dem sonnigen Kalifornien einen Grammy-Award. Sie landeten damit einen Welterfolg und in der ersten Liga des Musikbusiness. Doch nach diesem Erfolg wurde es einige Zeit still um Patrick Monahan und seine Bandkollegen, bis sie fast zehn Jahre später mit „Hey, Soul Sister“ erneut in die Charts einstiegen und damit den meistverkauftesten iTunes-Song 2010 verbuchten. Nun erscheint ihr neuestes Album „California 37“ und liefert gleich mit der ersten Singleauskopplung „Drive By“ einen Chartstürmer.
Train bleiben ihrer Linie treu und liefern ein solides Pop-Rock-Album. Sie bieten ihren Fans ein Spektrum an Songs, von rockig über heiter bis hin zu melancholisch. In „Feels Good At Last“ und „When The Fog Rolls In“ schlägt die Band ruhigere Töne an und singt über verlorene Liebe und Veränderungen in der Partnerschaft. Doch auch schnellere Songs kommen nicht zu kurz. In dem melodiösen „Sing Together“ kommt eine Ukulele zum Einsatz und „50 Ways To Say Goodbye“ liefert feinsten, mit Trompeten untersetzten, Gitarren-Rock. Ein weiteres Highlight ist das Duett „Bruises“, das mit der jungen Country-Musikerin Ashley Monroe aufgenommen wurde, eine mit leichten, sommerlichen Gitarrenklängen unterlegte Geschichte von der ersten Liebe.
Train ist mit „California 37“ ein tolles Album gelungen, das durch seine Songvielfalt besticht und mit seinen zwölf Songs den perfekten Soundtrack für einen Roadtrip auf der Route 66 bietet.


Sunrise Avenue – „Out Of Style“ (Live Edition – CD/DVD)

Am 30. März 2012 brachten die finnischen Poprocker Sunrise Avenue eine Live-CD/DVD ihres Erfolgsalbums „Out Of Style“ auf den Markt. Das Konzert wurde im Oktober 2011 in der ausverkauften Berliner Columbiahalle vor über 3.500 Fans aufgenommen. Mit dem Album knüpfen die Musiker an den Erfolg ihrer vorherigen Werke an und geben uns, dank der Livemitschnitte, das Gefühl selbst dabei zu sein. Erst kürzlich wurde das Album mit Gold und Platin ausgezeichnet und mit der Single „Hollywood Hills“ konnten sie den erfolgreichsten Radiohit 2011 verbuchen.
Die Live-Edition zeigt die Band in Höchstform. Sie unterhalten das Publikum, singen, spielen, schwitzen und liefern insgesamt eine tolle Show. Neben ihren Hits vom aktuellen Album, wie die Hymnen „Hollywood Hills“ und „I Don’t Dance“, befinden sich auch Songs von ihren vorherigen Alben auf der DVD. Mit ihrer Hitsingle „Fairytale Gone Bad“, die ihnen im Jahr 2006 den Durchbruch verschaffte, sowie „Welcome To My Life“ und dem kräftigen „Damn Silence“ vervollständigen sie das Gesamtbild und liefern eingängige Rockmusik.
Sunrise Avenue ist mit „Out Of Style Live-Edition“ ein eindrucksvoller Einblick in ihre Konzerte gelungen und sie geben ihren Fans damit die Möglichkeit, ihre Lieblingsband jederzeit wieder live zu erleben.
Sänger Samu Haber dazu: „Wir haben die neueste verfügbare Technik benutzt. Das entstandene Material war dann so unglaublich gut, dass wir echte Schwierigkeiten hatten, die besten Kamera-Einstellungen herauszusuchen.“


Stefanie Heinzmann – „Stefanie Heinzmann“

Die Schweizerin Stefanie Heinzmann hat im Jahr 2007 einen Casting-Wettbewerb bei Stefan Raab gewonnen und danach eine beeindruckende Karriere hingelegt. Sie brachte zwei erfolgreiche Alben auf den Markt. Nach einer gesundheitsbedingten Pausen und einer Operation an den Stimmbändern, veröffentlichte sie am 16. März 2012 ihr mittlerweile drittes Studioalbum „Stefanie Heinzmann“. Den Namen begründet sie dadurch, dass es sich um ihr bislang persönlichstes Album handelt. Das Werk begeistert mit tanzbarer und frecher Soulmusik. Ihre aktuelle Single „Diggin‘ In The Dirt“ schoss auf Platz 28 der Deutschen Singlecharts und auf Platz 7 der Schweizer Hitparade. Sie ist somit Heinzmanns 2. Top-10 Single in der Schweiz.
Auch die restlichen Lieder des Albums können sich hören lassen. Die 22-Jährige besticht mit ihrer tollen Stimme, die den ein oder anderen dazu veranlasst sie als „Schweizer Joss Stone“ zu bezeichnen. Und dass sie dieses Lob zu Recht verdient, beweist sie unter anderem durch die funkigen Nummern „Second Time Around“ und „Stain On My Heart“. Das von Jamie Cullum verfasste „Everyone’s Lonely“ und die Soulnummer „Fire“ zeigen ihre ruhige, melancholische Seite, doch die Euphorie behält die Oberhand. Selbst das Rod-Stewart-Cover „This Old Heart Of Mine“ ist gelungen.
Stefanie Heinzmann hat somit ein persönliches und gelungenes Album geschaffen. Es hält zwar keine musikalischen Überraschungen parat, doch die Schweizerin braucht das auch nicht und tut einfach das, was sie am besten kann: Singen.

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