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Reformbewegung "Wir sind Kirche" fordert von der Bischofskonferenz gemeinsames Anti-Missbrauchs-Konzept!

27. Februar 2019

Das katholische Bistum Osnabrück hat ein Konzept präsentiert, mit dem man Fällen von sexuellem Missbrauch und Machtmissbrauch durch Priester vorbeugen will. Dabei möchte man stärker externe Fachleute einbinden. Christian Weisner vom Bundesteam der Reformbewegung "Wir sind Kirche" begrüßt den Schritt. Es dürfe aber nicht beim Konzept eines einzelnen Bistums bleiben, sondern es brauche ein gemeinsames Konzept aller deutschen Bischöfe, fordert er im Interview mit radio ffn: "Es ist wirklich ein Flickenteppich im Augenblick. Und es wäre doch viel mehr die Aufgabe jetzt von dem Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, das ist nämlich der Trierer Bischof Stephan Ackermann, von dem jetzt eine Vorgabe zu machen. Bloß leider ist das Kirchenrecht und die Kirchenstruktur so gestaltet, das jeder Bischof sein eigener First-Bischof im eigenen Bistum ist und nicht an Weisungen von anderswo gebunden ist."

Auch die in anderthalb Wochen startende Frühjahrstagung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen wird sich mit dem Thema Missbrauch befassen. Christian Weisner vom Bundesteam der Reformbewegung "Wir sind Kirche" wünscht sich im ffn-Interview, dass sich die Bischöfe dann auf ein gemeinsames Missbrauchs-Konzept einigen. Dafür könnte das Osnabrücker Konzept Basis sein:

"Das wäre also sehr positiv, wenn die Bischöfe sich auf ein gemeinsames Konzept einigen würden, wenn sie das was jetzt Bischof Bode als eben der gastgebende Bischof der Frühjahrsvollversammlung ist, wenn die Bischofskonferenz als Ganzes das übernehmen würde. Bloß meine Hoffnung ist im Augenblick da nicht sehr groß. Denn das Problemverständnis ist ja noch sehr sehr unterschiedlich. Es gibt ja viele Bischöfe, die das Problem immer noch nicht ganz so wichtig nehmen oder die sagen, ja die Ursachen liegen nur in der Homosexualität, wir müssen einfach keine Homosexuellen mehr zu Priestern weihen, dann haben wir das Problem erledigt."

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Lars Könecke
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