Ministerpräsident Weil ist optimistisch, dass der Bund Impfdosen für Schüler bereitstellt

27. Mai 2021

Umgedrehte Wassergläser vor Mikrofonen und ein roter Schriftzug "exklusiv"

In Niedersachsen sollen sich Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren in den Sommerferien impfen lassen können.
Dafür braucht das Land aber rund eine Million zusätzliche Impfdosen vom Bund. Dass sie zugelassen und dann geliefert werden hält Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil auch für wahrscheinlich. Denn Niedersachsen habe als erstes Bundesland ein Konzept für die Impfung von Schülern vorgelegt, sagte Weil radio ffn in Hannover: „Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bei den Ländern eine klare Erwartung geweckt. Wenn es gute Konzepte für das Impfen von Schülerinnen und Schüler gibt, dann gibt es auch den entsprechenden Impfstoff vom Bund, sagte Spahn. Das ist auch wichtig, damit priorisierte Gruppen nicht auf Impfstoffe verzichten müssen. Und wenn die Priorisierungen ohnehin entfallen, muss es auch gerade Impfstoff für diejenigen geben, die in den letzten Monaten wirklich besondere Lasten zu tragen hatten und das waren eben Kinder und Jugendliche.“

Impfstoff steht kurz vor der Zulassung
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA wird vermutlich morgen (Freitag) ihre Empfehlung für den Biontech-Impfstoff abgeben. Und wenn die Experten ihn für die 12- bis 15-Jährigen zulassen, sollte er auch verimpft werden, fordert Weil im ffn-Interview: „Wenn nicht, will ich dringend wissen, warum er nicht verwendet werden kann.“ Die Bedenken der ständigen Impfkommission kann der Ministerpräsident kaum nachvollziehen: „Wir haben ein Zulassungsverfahren auf europäischer Ebene. Ich gehe davon aus, dass die Experten dort genauso gründlich arbeiten wie woanders auch. Ich hatte mich auch schon bei der Zulassung von Astrazeneca gefragt, warum noch einmal auf nationaler Ebene die gleichen Prüfungen angestellt werden müssen. Das finde ich nicht vernünftig.“

Schulöffnungen sind vertretbar
Ab Montag können die Schulen in Niedersachsen wieder ganz öffnen. Immer in den Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Inzidenz von unter 50. Das bedeutet wieder volle Klassen. Aber das sei vertretbar, sagt Weil: „Bei den Schulen haben wir einen guten Überblick, durch die regelmäßigen Tests, die es dort schon seit Wochen gibt. In den Schulen haben wir immer wieder Corona-Fälle, aber extrem wenige.“

Kreise Cuxhaven und Friesland dürfen laut Stufenplan wieder Bars und Clubs öffnen
„Ich freue mich sehr darüber, dass in den Landkreisen Cuxhaven und Friesland die Inzidenz auf unter zehn gesunken sind. Aber gleichzeitig werden wir mit den Kommunen reden müssen, wie man mit so einer Situation umgeht. Wenn in Cuxhaven die Diskotheken wieder öffnen und aus ganz Norddeutschland alle jungen Leute nach Cuxhaven kommen, dann liegt der Kreis schon bald nicht mehr unter zehn. Das wollen wir vermeiden“, sagt der Ministerpräsident im ffn-Interview.

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