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Ministerin Reimann will Gesundheitsämter bei Corona-App mit einbinden!

08. Juni 2020

Umgedrehte Wassergläser vor Mikrofonen und ein roter Schriftzug "exklusiv"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Corona-Warn-App in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann begrüßt das. Sie sagte radio ffn in Hannover, es komme sehr darauf an, dass sie weit genutzt wird:

"...dass sie sicher ist und dass die Gesundheitsämter da mit eingebunden sind. Weil die Gesundheitsämter haben eine ganz entscheidende Rolle für die Kontaktnachverfolgung. Das sehen wir jetzt ja auch bei den größeren Ausbrüchen, die wir in Niedersachsen haben. Und deshalb ist es zwingend notwendig, dass sie eben auch über diese Dinge Bescheid wissen und sehen können, wenn sich Infektionen in ihrem Landkreis da verbreiten. Es kann natürlich eine wirkliche Unterstützung sein bei der Kontaktnachverfolgung, weil die ist sehr aufwändig. Das sehen wir gerade am Beispiel Göttingen [...]. "

In Göttingen erhöhen sich inzwischen die Fallzahlen. Möglicherweise könnte bald die Quote der Neu-Infizierten innerhalb von sieben Tagen über 50 pro 100.000 Einwohner steigen. Auf die Frage, ob man das Geschehen und die Reaktion der Kommune überlässt, sagte Gesundheitsministerin Reimann radio ffn:

"Ja diese 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, das ist ja ein auf Bundesebene vereinbarter Richtwert. Und das ist ja auch einer, der keinen Automatismus auslöst." Man habe in Niedersachsen schon, als es verabredet wurde, gesagt, man nehme sich heraus, dass man gegebenenfalls auch früher eingreifen kann, sagt Reimann:
" Das hat sehr damit zu tun, wie das Infektionsgeschehen ist. Wenn das ein Ausbruch ist, den man auf eine Person und auf ein Infektionsgeschehen zurückführen kann. Dann ist das eigentlich gar nicht so wichtig, ob das 35 oder 50 pro 100.000 Einwohner sind. Viel schlimmer wäre und da würde ich dann auch als Gesundheitsministerin unruhig, wenn sie in einem Landkreis Infektionen haben, auch mit geringerer Zahl, aber wo man nicht weiss, wo sie herkommen. Kontaktnachverfolgung ist echt das A und O. [...]"

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Lars Könecke
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