Kultusminister Tonne sieht bei Corona-Schnelltests für Lehrer noch viele offene Fragen

03. Dezember 2020

Umgedrehte Wassergläser vor Mikrofonen und ein roter Schriftzug "exklusiv"

Lehrer und Erzieher sollen sich in Zukunft nach einer Schulung selbst auf das Coronavirus testen dürfen. Kitas und Schulen könnten von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne sagte auf Nachfrage von radio ffn, jede Maßnahme, die die Sicherheit in Schulen und Kitas weiter erhöht, sei grundsätzlich zu begrüßen:

„Unsere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sind keine Pandemietreiber und das soll auch so bleiben. Antigen-Schnelltest könnten hier einen Beitrag leisten, das System zu stabilisieren und insbesondere dabei helfen, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Kita-Fachkräften Sorgen zu nehmen. Allerdings liegen uns außer der medialen Ankündigung des Bundesgesundheitsministers keine weiteren Informationen vor. Mit der schlichten Ankündigung, dass die Schnelltests von Schulen oder Kitas bestellt werden können, ist es nicht getan.
Die Fragen des sachgerechten Einsatzes, der Finanzierung der Anschaffungen und der Abrechnung sind noch völlig offen. Hier hoffe ich im Sinne der Sache auf schnelle Antworten von Herrn Spahn. Zudem muss klar sein, dass es nur um eine zusätzliche Maßnahme gehen kann und nicht um den Ersatz der guten Hygienekonzepte an den Schulen. Die Botschaft, das Coronavirus ist mit den Antigen-Schnelltests quasi erledigt, darf nicht gesendet werden.“

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Lars Könecke
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