ffn-exklusiv: Diesel-Fahrverbot – Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Weil sieht Hardware-Lösung kritisch!

1. März 2018

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich nach dem Urteil über mögliche Fahrverbote von Dieselautos dafür ausgesprochen, dass die Automobilhersteller kostenlose Hardware-Nachrüstungen anbieten. Vom ADAC sind die Katalysatoren auch erfolgreich getestet worden. Doch für Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil sind Nachrüstungen kein Allheilmittel.

„Bei manchen Modellen geht es, doch bei manchen geht es eben nicht, weil zu wenig Platz vorhanden ist“, sagt Stephan Weil im Interview mit radio ffn. „Bei denen es gehen könnte, würde es außerdem bezüglich der Konzeptentwicklung ein langes Verfahren bedeuten.“ Aber auch die Zulassung ziehe einen ganzen Rattenschwanz an Verfahren nach sich. Weil setzt stattdessen auf die Modernisierung der Dieselflotten. „Dann wird auch die Automobilindustrie eigene Beiträge leisten müssen. Das steht ja völlig außer Frage.“

Auf die Frage, ob er sich im VW-Aufsichtsrat daher nicht für Hardware-Lösungen einsetzen werde, antwortet Weil ausweichend: „Ich präferiere vielmehr und sehr deutlich die Maßnahmen der Automobilindustrie und auch von Volkswagen, dass die Besitzer von älteren Dieselfahrzeugen zu guten Bedingungen auf neue und moderne und saubere Fahrzeuge umsteigen können. Damit haben wir für die Luftreinhaltung am meisten getan.“

Damit spricht sich Weil klar für gute Preisnachlässe beim Kauf eines neuen Wagens anstelle von Nachrüstungen aus.


Annabel Stegmann
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