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Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast will sich für strengere Regeln bei E-Zigaretten einsetzen!

13. September 2019

In den USA gibt es mittlerweile sechs Todesfälle und rund 450 Erkrankungen, die Ärzte auf den Gebrauch von E-Zigaretten zurückführen. Die US-Regierung plant daher ein landesweites Verbot von E-Zigaretten mit Aromastoffen, wie Frucht-, Menthol- oder Pfefferminzgeschmack.

Auch Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, sieht E-Zigaretten kritisch. Sie wartet auf die Untersuchungsergebnisse aus den USA: „Ich bin dann gerne bereit, rechtliche Initiativen im Bundesrat zu ergreifen, wenn die vorliegenden Erkenntnisse die Notwendigkeit von Rechtsänderungen erkennen lassen,“ sagt Otte-Kinast im ffn-Interview.

Es sei aber zu berücksichtigen, dass die Ursachen für den Anstieg dieser Fälle und insbesondere die Rolle der E-Zigarette noch gar nicht geklärt seien: „Viele der Betroffenen sollen außerdem E-Zigaretten mit dem Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert haben“, so die Ministerin. In den USA hätten E-Zigaretten außerdem bis zu viermal mehr Nikotin als in Europa. „Zudem sollen deutsche E-Zigaretten immer noch weniger ungesund sein als normale Zigaretten,“ so die Ministerin.

Ärztekammer fordert Werbeverbot
Die Ärztekammer Niedersachsen sieht das anders. „Wir finden es irreführend, wenn E-Zigaretten als weniger schädlich beworben werden,“ sagt der Kammersprecher Thomas Spieker im ffn-Interview. „Wir fordern daher ein Werbeverbot für E-Zigaretten. Denn die Aerosole aus den vielen erhältlichen Flüssigkeiten können schädliche Substanzen enthalten, deren toxikologischen Werte bei der Inhalation niemand kennt,“ sagt Spieker.

Bundesministerium sieht kein Handlungsbedarf
In Deutschland ist bislang kein Anstieg der mysteriösen Fälle bekannt. „Im Gegensatz zu den USA gibt es in der EU bereits eine strikte Regulierung von E-Zigaretten, die den Schutz der menschlichen Gesundheit zum Ziel hat“, sagte eine Sprecherin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf ffn-Nachfrage. „Entsprechend dürfen auch in Deutschland nikotinhaltige E-Zigaretten nur auf den Markt gebracht werden, wenn sie die Vorschriften des Tabakerzeugnisgesetzes und der Tabakerzeugnisverordnung einhalten.“

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Oliver Rickwärtz
Nachrichtenredaktion / Koordination Landespolitik

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