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Landvolk-Präsident steht höherer Fleischsteuer skeptisch gegenüber!

07. August 2019

Die Grünen schlagen vor, die Mehrwertsteuer auf Fleisch von 7 Prozent auf 19 Prozent anzuheben. Das zusätzliche Geld soll dafür eingesetzt werden, dass Tiere besser und nachhaltiger gehalten werden. Niedersachsens Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke steht dem Vorstoß skeptisch gegenüber. Er sagte radio ffn, das bedeute zunächst einmal, dass Fleisch für die Verbraucher teurer werden würde:

"Dessen ist sich vielleicht auch nicht jeder bewusst. Auf der anderen Seite geht es natürlich darum, dann mit dieser Erhöhung dann mehr Tierwohl zu finanzieren. Bekommen wir das tatsächlich hin? Ich hab da so meine Bedenken, weil wir sind häufig in dem Zielkonflikt, Tierwohl versus Umweltrecht. Also wenn die Landwirte vor Ort mehr Tierwohl umsetzen wollen, müssen sie ihre Ställe verändern und dafür sind Baugenehmigungen nicht mehr möglich. Das heisst, wir müssen diesen Zielkonflikt, also mehr Tierwohl und eben diesen Umweltschutzgedanken, erst mal auflösen. "

Zu möglichem zusätzlichen Geld aus der Mehrwertsteuererhöhung, dass Landwirte bekommen könnten für mehr Tierwohl, sagt Schulte to Brinke im ffn-Interview:

"Ja natürlich wäre das prinzipiell sinnvoll. Aber wir leben nun mal nicht in abgeschotteten Märkten. Wir sehen ja, wenn sich irgendwo da eine Lücke auftut, kommt sofort das Fleisch, unsere Lebensmittel aus anderen Regionen, wo wir dann eben keinen Einfluss mehr auf die Haltung haben. Wir müssen tatsächlich versuchen, die Tierhaltung die wir wollen und die wir hier auch gebrauchen, unbedingt die hier auch zu halten. Und dafür wäre das eben nicht geeignet. Das würde uns vor dieser Abwanderung nicht schützen."

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Lars Könecke
Nachrichtenredaktion

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