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Schulen in Niedersachsen sollen eigenverantwortlich gendergerechte Sprache einsetzen!

1. Februar 2019

Für Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrick Tonne (SPD) ist die gendergerechte, geschlechtergerechte Sprache ein Bestandteil von Schule. Er halte das absolut für wichtig. Wenn man sich das Schulgesetz anschaue, dann gehe daraus klar hervor, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter, dass das einer der Grundsätze sei, die auch nach dem Schulgesetz in Schulen vermittelt werden sollten, sagte Kultusminister Tonne radio ffn in Hannover:

"Es ist wichtig, mitzudenken und sich immer bewusst zu machen, welche Bedeutung auch die Wortwahl, die Sprache hat. Dafür haben wir wie ich finde klare Vorgaben, sowohl im Schulgesetz, wie auch in den Kerncurricula, die dann wiederum auch Einfluss auf die Lernpläne der Schulen haben. Wir haben jetzt nicht den einen richtigen Weg, der aus Hannover vorgeben wird, sondern die eigenverantwortlichen Schulen haben sicher zu stellen, dass das auch entsprechend umgesetzt wird. Und ich erlebe dass das an sehr vielen Stellen sehr verantwortungsbewusst passiert. [...] In dem Moment, wo das auch in Schule vorgelebt wird, wo man auch einseitigen Prägungen eines Rollenverständnisses entgegen tritt, in dem Moment wird das natürlich auch zu einer gelebten Praxis in Schule und wird dann glaube ich auch richtigerweise an Schülerinnen und Schüler transportiert. "

Auf die Frage, ob es Richtlinien oder Formulierungshilfen seitens des Kultusministeriums für die Schulen geben wird, sagt Kultusminister Tonne im ffn-Interview:

"Nein wir haben derartige Vorgaben momentan nicht angedacht. Ich werbe noch einmal dafür, das Vertrauen darin zu haben, dass unsere Schulen in Niedersachsen sind eigenverantwortliche Schulen und dass die das auch in ihrer eigenen Verantwortung wahrnehmen und umsetzen. "

Tonne meint, eine gendergerechte Sprache biete sich grundsätzlich in allen Fächern an. Die Bereiche Politik/Wirtschaft, Werte und Normen, Religion und Geschichte würden sich aber besonders prägend anbieten.

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Lars Könecke
Nachrichtenredaktion

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