Zum Kinostart von "I Am Greta" lobt der Klimaforscher Mojib Latif Thunbergs Einsatz für den Klimaschutz!

14. Oktober 2020

Der Film „I Am Greta“ (Kinostart 16.10.2020) zeigt wie Greta Thunberg zur Ikone für den Klimaschutz geworden ist. Davon ist auch der wohl bekannteste deutsche Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel angetan: „Greta Thunberg hat eine ganze Bewegung in Gang gesetzt. Das ist wirklich bewundernswert,“ sagt Latif im ffn-Interview. „Aber man darf jetzt nicht alles auf sie projizieren. Sondern wir brauchen jetzt eine gesamtgesellschaftliche Bewegung. Eine aus der Zivilgesellschaft. Was die Menschen alles schaffen können hat uns unter anderem die deutsche Wiedervereinigung gezeigt. Denn die kam aus der Zivilgesellschaft heraus und nicht von der Politik. Deswegen ist es auch so wichtig sich einzumischen, wenn einem die Umwelt am Herzen liegt.“

Der Klimaschutz muss wieder im Mittelpunkt stehen
Die Corona-Krise hat die Debatte um den Klimaschutz verdrängt, sagt Latif: „Doch jetzt, wo wir hoffentlich das schlimmste hinter uns haben, müssen wir die anderen Krisen wieder in den Blick nehmen. Da ist natürlich die Klimakrise die drängendste überhaupt. Natürlich ist die Luft in der Coronazeit sauberer geworden, wenn weniger Autos fahren und weniger Flugzeuge fliegen. Aber für den Klimaschutz insgesamt hat es nicht viel gebracht. Wir brauchen eine langfristige Strategie zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Eine Senkung jedes Jahr,“ fordert Latif.

Geld ist genug da
Die Gelder für eine nachhaltigere Wirtschaft sind jetzt da, sagt Latif: „Jetzt müsste man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Wirtschaft hochbringen und die Investitionen an Nachhaltigkeitskriterien knüpfen. Zum Beispiel die Erneuerbaren Energien oder völlig neue Technologien die CO2-neutral sind stärker fördern.“

Jeder kann was tun
Es gibt aber auch viele Dinge, die jeder selbst tun kann, sagt er: „Ich möchte niemandem Vorschriften machen. Ich sage Ihnen einfach was ich tue. Ich fahre sehr viel Fahrrad was auch gut für den Körper ist. Dann könne man auch den Stromanbieter wechseln und Ökostrom beziehen. Das ist im Allgemeinen auch gar nicht teurer. Und das Dritte: Man kann ja auch überlegen, ob man nicht immer Vollgas auf der Autobahn fährt, sondern nur 100 km/h. Ich persönlich fahre nur 100 km/h auf der Autobahn und das spart ganz viel Geld.“

Informationen zu Prof. Dr. Mojib Latif: www.geomar.de/mlatif

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