Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet mit vielen Klagen von Hotel- und Restaurantbetreibern!

29. Oktober 2020

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt auf einen neuen Rekord und die Gesundheitsämter können 75 Prozent der Neuinfektionen gar nicht mehr zurückverfolgen, beklagt Kanzlerin Angela Merkel. Ab Montag greift daher ein Teil-Lockdown. Viele Gastronomen bangen um ihre Existenz
„Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sollen daher möglichst schnell die Bundeshilfen bekommen. Mit der Überbrückungshilfe können Unternehmer 75 Prozent vom letzten November-Umsatz diesen November bekommen,“ sagt Ministerpräsident Stephan Weil im ffn-Interview heute bei Franky & Co. – Niedersachsens Morgenshow. Auch der Inlandstourismus wird eingestellt. „Aber niemand muss jetzt am Montag Hals über Kopf sein Hotel verlassen,“ beruhigt Weil. Der jeweilige Urlaub kann noch wie geplant beendet werden.

Gastronomen werden klagen
„Natürlich rechnen wir damit, dass es viele Gerichtsverfahren geben wird,“ sagt Weil. „Aber wir glauben, dass wir den Gerichten plausibel machen können, dass wir uns in einer echten Notlage befinden. Wir haben als Land auch nochmal den Bundestag gebeten, dieses nochmal in einem Beschluss festzustellen. Weil auch die Gerichte wissen sollen, dass auch der Gesetzgeber die Lage als bedrohlich einschätzt. Wir führen die Gerichtsverfahren nicht gerne, aber wir sind guten Mutes,“ sagt Weil.

Weil stellt sich vor Bundesliga-Spiele
Ein Wirtschaftsfaktor ist auch der Fußball. Amateursport findet nicht mehr statt. Aber die Bundesliga. „Profisport ist eben Berufsausübung und wir versuchen generell Berufsausübung, soweit es geht, möglich zu machen. Aber es gibt nur noch Geisterspiele. Insofern gibt es auch für den Profisport einen spürbaren Einschnitt,“ sagt Weil.

Weihnachtsmärkte stehen auf der Kippe
Durch die Corona-Pandemie sind schon viele Weihnachtsmärkte abgesagt worden. Sogar der berühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg. Andere Städte halten noch an ihren Weihnachtsmärkten fest. „Aber das sieht nicht gut aus für sie,“ sagt Weil. „Aber wir haben jetzt diese Maßnahmen, damit wir zumindest im Dezember bessere Zahlen haben und ein entspanntes Weihnachtsfest miteinander haben können und guten Mutes ins neue Jahr rutschen können,“ so Weil.

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