ffn-exklusiv: Verbot von Insektengift – Otte-Kinast befürchtet Einschränkungen in der Landwirtschaft!

27. April 2018

Die EU-Staaten haben grünes Licht für ein Freilandverbot für einige bienenschädliche Insektengifte gegeben. Der Einsatz von Neonikotinoiden auf Äckern soll verboten und auf Gewächshäuser beschränkt werden. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) sagte im Interview mit radio ffn in Hannover, sie begrüße den Schritt sehr:

„Das ist auf wissenschaftlicher Basis erarbeitet worden. Frau Klöckner [Anm. d. Red.: Bundesagrarministerin Julia Klöckner] sagt es ja einfach ganz banal: Was der Biene schadet, muss vom Markt. Und so sehen wir das auch. Ich würde mir diese wissenschaftlichen Expertisen eigentlich bei allen Dingen wünschen. Bei Glyphosat haben wir jetzt eine andere Diskussion geführt. Aber bei den Neonikotinoiden ist es einfach so. Und es wird natürlich Einschränkungen in der Landwirtschaft geben. Das tut den Zuckerrübenbauern sicherlich weh. Aber das ist eine Erkenntnis, und der sind wir jetzt gefolgt.“

Auf die Frage, ob man den Landwirten bei der Suche nach alternativen Wirkstoffen helfen werde, sagte Ministerin Otte-Kinast gegenüber radio ffn:

„Ich plane das nicht. Da ist jetzt der Bund ein bisschen in der Pflicht, beim Zulassungsverfahren einfach ein bisschen schneller zu arbeiten. Also viele Landwirte sagen ja, wir würden gern Alternativmittel einsetzen. Viele Hersteller sagen, die sind eigentlich auch im Zulassungsverfahren. Aber es dauert oft viel zu lange, bis die dann zur Marktreife kommen, bis die durchs Zulassungsverfahren gelaufen sind. Und ich denke, da wird sich der Bund eben auch über Personal und vielleicht andere Verfahrensweisen ein bisschen zügiger auf den Weg machen.“


Annabel Stegmann
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