ffn-exklusiv: Folgen der Vogelgrippe: Tierseuchenkasse Niedersachsen rechnet mit 3,8 Millionen Euro Kosten!

6. Januar 2017

In Niedersachsen ist inzwischen bei zwölf Geflügelbetrieben das hochansteckende H5N8 Virus bei Zuchtgeflügel nachgewiesen worden. Der jüngste Fall wurde erst heute, 6. Januar, nachgewiesen und bekannt: Ein Betrieb in der Gemeinde Hude im Kreis Oldenburg ist ebenfalls von der Vogelgrippe betroffen. 7.300 Puten müssen dort nun getötet werden. Die betroffenen Tierhalter werden dafür von der Tierseuchenkasse Niedersachsen entschädigt. Die Kasse übernimmt die Kosten für den Wert der Tiere, für die Tötung, die Entsorgung der Kadaver und die Reinigung der Ställe. Konkrete Zahlen gäbe es zwar noch nicht, sagte Ursula Gerdes von der Tierseuchenkasse Niedersachsen im ffn-Interview, aber „anhand der Daten, die uns vorliegen, haben wir geschätzt, dass wir etwa 2,8 Millionen Euro für die Entschädigung der Tierhalter werden aufbringen müssen und eine weitere gute Million für die Tötung und auch die Tierkörperbeseitigung sowie Reinigung und Desinfektion“. Insgesamt rechnet die Tierseuchenkasse Niedersachsen folglich mit etwa 3,8 Millionen Euro Kosten für die Folgen der Vogelgrippe.

Insgesamt mussten in Niedersachsen bisher rund 250.000 Tiere getötet werden. Zum Vergleich: Im Winter 2008/2009 hatte es ebenfalls einen größeren Ausbruch der Vogelgrippe gegeben. Dabei waren es laut Ursula Gerdes 33 Ausbrüche mit 47 betroffenen Geflügelhöfen. Die Tierseuchenkasse habe damals rund 15 Millionen Euro an die Tierhalter ausgezahlt.


Annabel Stegmann
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