G20 in Hamburg!

Am 7. und 8. Juli 2017 fand der G20 Gipfel in den Räumen der Hamburg Messe statt. Dort trifft sich die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Mit dabei waren über 20.000 Delegierte.

Die Sonderkommission der Hamburger Polizei hat zur Aufklärung der G20-Krawalle seit dem 17. Juli ein Hinweistelefon geschaltet. Unter 040 4286 76543 könnten Zeugen von Montag bis Freitag anrufen und Hinweise zu Straftaten geben, die zwischen dem 22. Juni und dem 10. Juli im Zusammenhang mit dem Gipfel verübt wurden.


Schaut euch hier Bilder und Videos rund um den G20-Gipfel und die Proteste dagegen an:

Demos am Freitag und Samstag
Die Proteste von ca. 1000 Leuten aus dem sogenannten schwarzen Block gingen auch am 7. Juli noch weiter. Am Morgen brannten in Altona Autos und Mülleimer.







Hier findet ihr ein paar Fakten, aber auch Kuriositäten rund um das Treffen, das den halben Norden lahmlegt:

Wer trifft sich dort?
Zur G 20 gehören

  • Argentinien
  • Australien
  • Brasilien
  • China
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Indien
  • Indonesien
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Mexiko
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Südafrika
  • Südkorea
  • Türkei
  • USA
  • und die Europäische Union.

Mit dabei sind auch: Vereinte Nationen, Internationale Arbeitsorganisation, Finanzstabilitätsrat, Weltbank, Internationaler Währungsfonds, Welthandelsorganisation, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die Weltgesundheitsorganisation.

Als Gäste wurden von der Bundesregierung auch noch Guinea, Senegal, Vietnam, Spanien, Singapur, Niederlande und Norwegen eingeladen.


Worüber soll gesprochen werden?
Meist geht es bei G20-Gipfeln um Finanz- und Wirtschaftsfragen. Aber auch Klimaschutz, Energieversorgung, Flucht und Migration, Digitalisierung, Gesundheitsversorgung und die Wirtschaft Afrikas sind dieses Jahr ein Thema.


Was wird aus Sicherheitsgründen gesperrt?
Es gibt Sicherheitszonen bei den Messehallen, in der Hafencity (in der Elbphilharmonie ist für den 7. Juli ein Konzertbesuch geplant) und Transferkorridore. Die Polizei Hamburg hat eine interaktive Karte erstellt, die die Zonen zeigt

Ab dem 5. Juli wird eine Sicherheitszone um die Messehallen eingerichtet. Diese wird u. a. mit halbhohen Metallgittern abgesperrt. Zusätzlich werden Polizeibeamte den Bereich sichern.

In der Sicherheitszone dürfen sich nur Anwohner, deren Besucher, ortsansässige Gewerbetreibende oder Personen mit berechtigtem Interesse (z. B. Lieferdienste, Pflegedienste, Post) aufhalten. Ein Zugang ist nur über die ausgewiesenen Kontroll- und Durchlassstellen möglich. Die Polizei wird Personenkontrollen durchführen (also bitte Ausweis etc. mitnehmen) .

Für die Straßensperrungen werden Haltverbotszonen bis spätestens Montag, 10. Juli 2017, 6 Uhr eingerichtet. In der Sicherheitszone dürfen keine Autos oder Fahrräder abgestellt werden.

Die Buslinie 35 wird an den betreffenden Tagen nicht durch die Karolinenstraße und St. Petersburger Straße fahren. Im Bereich des U-Bahnhofs Messehallen können die Zugänge „Karolinenstraße“ und „Hamburg Messe“ sowie der dortige Behindertenaufzug nicht genutzt werden.
Das restliche Netz des öffentlichen Nahverkehrs rund um die Messehallen wird nicht beeinträchtigt.
Mehr Infos zum Verkehrskonzept im HVV für den G20-Gipfel findet ihr hier. Fernverkehrszüge fahren wie geplant; Flüge vom Flughafen starten planmäßig.

Fernverkehrszüge wie ICE, IC und EC enden am Hamburger Hauptbahnhof. Hamburg-Dammtor oder Hamburg-Altona werden nicht angefahren. Ausgewählte Züge halten zusätzlich in Hamburg-Bergedorf und Hamburg-Harburg.


Warum Hamburg?
Laut Auswärtigem Amt gibt es nur in einer Großstadt die Infrastruktur und die Hotels, um die benötigten rund 9.000 Zimmer bereitzustellen. Zusätzlich müssen auch noch die mehr als 15.000 Polizisten untergebracht werden und natürlich auch die erwarteten ca. 100.000 Gegendemonstranten.


Interessant:
  • Für die Hamburger Polizei ist es der größte Einsatz ihrer Geschichte, bis zu 21.000 Beamte aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden werden eingesetzt.
  • auch 185 Hunde und 70 Pferde sichern den G20-Gipfel.
  • es werden 8.000 gewaltbereite Gegendemonstranten erwartet.
  • fast 700 Wasserschutzpolizisten werden mit 62 Booten im Einsatz sein
  • 70 Staatsmaschinen werden zwischen dem 6. und 8. Juli am Helmut-Schmidt-Flughafen landen und starten
  • die Aussichtsplattformen, und das „Café Himmelsschreiber“ sind gesperrt. Vom Dach des Parkhauses darf nicht fotografiert werden.
  • Der Auto-Konvoi von US-Präsident Donald Trump hat möglicherweise eine Länge von 45 Autos
  • Da kein Hotel die US-Delegation aufnehmen wollte, wird Trump jetzt wohl das Gästehaus des Senats beziehen
  • Das Konzert für die Staatsgäste am 7. Juli in der Elbphilharmonie wird mit Beet­hovens Neunter "Ode an die Freude" eröffnet.
  • In 20 Hamburger Kneipen auf St. Pauli werden aus Protest „Mexikaner” (Korn, Wodka oder Tequila mit Tomatensaft, Sangrita, Tabascosauce, Salz und Pfeffer) ausgeschenkt. Der Erlös geht an Anti-G20-Gruppen.
  • Fritz-Kola hat auf Twitter #menschwachauf ins Leben gerufen. Für hundert Beiträge spenden sie 1.000 Euro, für 500 Beiträge 2.000 Euro und für 1.000 Beiträge 5.000 Euro an die evangelische Obdachlosenhilfe.
  • Der saudische König Salman hat das komplette Hotel "Vier Jahreszeiten" geblockt.
  • Jedes Fenster wurde mit einer speziellen Panzerglasscheibe versehen und auf jeder Etage steht ein zusätzlicher Kellner bereit
  • Die Saudis reisen mit 6 Boeings an, in denen z. B. 30 Tiefkühllämmer transportiert werden, die der eigene Koch zubereiten wird
  • Kanadas Präsident und seine Delegation leben da weniger opulent, sie dürfen nur 150 Euro pro Nacht für ihr Hotel ausgeben. Deshalb hat ihnen die Bundesregierung ein paar Zimmer im Hotel Atlantic kostenlos zur Verfügung gestellt
  • Es gibt Gerüchte, dass im Hafen die ganze Zeit ein Kriegsschiff mit Krankenstation liegen soll, das die Staatschefs in Richtung Nordsee evakuieren kann.
  • Das Sicherheitspersonal der Delegationen darf nur mit Erlaubnis der Bundesregierung Waffen tragen. Die bisherigen Anträge der USA, Großbritanniens, Mexikos, Südafrikas, Vietnams und der Niederlande wurden bereits erteilt
  • Die türkische Botschaft hat dem Auswärtigen Amt die Namen von 50 Sicherheitskräften übermittelt, darunter auch Personen, gegen die die USA wegen der Krawalle bei der Kurdendemo in Washington Haftbefehle erlassen haben. Deutschland hat die Türkei gebeten, diese nicht mitzubringen.
  • Karstadt an der Mönckebergstraße hat bereits die kompletten Fensterfronten mit Holzplanken vernagelt. Am Gipfelwochenende werden auch noch Bauzäune aufgestellt. Weitere Geschäfte in der Innenstadt wollen folgen.
  • Einige Unternehmen in der City schließen während der Gipfel-Tage komplett
  • Der Einzelhandel rechnet mit einem Umsatzverlust von 15 Millionen Euro.
  • Am 9. Juli (Sonntag) ist als kleines Dankeschön der Eintritt in allen städtischen Museen Hamburgs und den Häusern der Kunstmeile frei.