Was soll die Datenschutzgrundverordnung?

Ihr habt alle sicher ganz viele Mails bekommen, in denen ihr eure Daten erneut bestätigen sollt, weil ab dem 25.5.2018 die neue EU-Datenschutzgrundverordnung gilt.

Und auch bei facebook, Instagram und sogar WhatsApp musstet ihr bestätigen, dass ihr mindestens 16 seid, um die Apps weiterhin nutzen zu dürfen.

Doch was ändert sich überhaupt für euch als Nutzer? Das haben wir euch hier mal kurz und knapp zusammengefasst.

Bitte beachtet:
Alle vor dem 25.5.2018 gegebenen Einwilligungen gelten erst einmal weiter. Ihr werdet nur nach einer erneuten Einwilligung gefragt, wenn sich die Verwendung eurer Daten ändert.

Altersgrenze wird auf 16 Jahre erhöhnt
Ohne schriftliche Zustimmung der Eltern dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine persönlichen Daten mehr preisgeben. Deshalb wurde in den letzten Wochen bei Instagram, Whatsapp und Co. eine Abfrage des Alters nachgeholt. Wie genau die Angaben überprüft werden sollen, ist allerdings unklar.

Recht auf Löschung / Recht auf Widerspruch
User können jederzeit formlos (z. B. per Mail) und ohne Angabe von Gründen der Weiterverwendung der eigenen Daten widersprechen und eine vollständige Löschung fordern. Dafür muss auf Webseiten ein einfacher und leicht zu verstehender Weg angeboten werden.

Recht auf Information
Firmen sind verpflichtet, euch auf Nachfrage herauszugeben, welche Daten sie von euch gespeichert haben. Das Unternehmen muss innerhalb eines Monats antworten und ihr bekommt dann z. B. Screenshots aus Datenbanken.

Recht auf Berichtigung
Wenn falsche Daten über euch gespeichert wurden, könnt ihr verlangen, sie unverzüglich zu berichtigen oder zu vervollständigen.

Weitergabe der Daten an Werbeindustrie bleibt weiterhin erlaubt
Wenn euch die Firmen darüber informiert haben, welche Daten sie erheben und zu welchem Zweck sie sie weitergeben, bleibt es weiterhin erlaubt. Dafür hat sich z. B. facebook eure Einwilligung in den letzten Wochen eingeholt.

Sparsamer Umgang mit Daten wird vorgeschrieben
Es ist künftig verboten, mehr Daten zu erheben, als für den Zweck notwendig sind. D. h., wenn ihr z. B. ein Spiel auf facebook spielen möchtet, darf nicht verlangt werden, das ihr euren Geburtstag angebt, wenn er für das Spielen vollkommen unnötig ist.
Falls trotzdem persönliche Daten abgefragt werden und ihr die Angabe verweigert, muss es trotzdem möglich sein, teilzunehmen.

Wie genau wir als User überprüfen sollen, was "für den Zweck nötig" ist, ist allerdings unklar. facebook oder andere Webseiten, bei denen ihr euch eingeloggt und Infos über euch gepostet habt, haben ja sowieso sehr viel mehr Daten von euch als für einzelne bestimmte Dienste gebraucht werden.

Fotos machen
Auch Fotos von Menschen sind personenbezogene Daten. Viele denken, man müsste jetzt vor jedem Foto von allen eine schriftliche Einwilligung einholen. Davon ausgenommen sind aber auch in der Datenschutzgrundverordnung ausdrücklich Fotos für den persönlichen oder familiären Bedarf.

Wenn ihr das Bild allerdings z. B. bei facebook oder Instagram für jeden sichtbar veröffentlicht, ist eine Einwilligung einzuholen. Es sei denn, die Person ist nur "Beiwerk" weil ihr z. B. bei einem Konzert in eine Menge fotografiert habt und einzelne Personen nicht herausstechen.

Mehr dazu findet ihr auch auf der Seite der Verbraucherzentrale Niedersachsen.