Sicheres Online-Banking!

Am 24. April 2012 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Phishing-Schäden vom Opfer selbst getragen werden müssen. Beim Phishing wird der Betroffene durch eine Mail aufgerufen, auf einer gefälschten Internetseite seine Bankdaten anzugeben. Betrüger heben mit den Daten dann Geld vom Konto ab. Wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr hier.

Phishing-Mails ignorieren
Wenn ihr eine angeblich offizielle Mail von eurer Bank erhaltet, solltet ihr direkt misstrauisch werden und auf keinen Fall den Link in der Mail anklicken oder antworten.
Denn eure Bank wird niemals per Mail nach euren Daten fragen.
Um wirklich sicher zu gehen, könnt ihr jedoch bei eurer Bank anrufen und nachfragen. Außerdem sind Phishing-Mails oft daran zu erkennen, dass sie in schlechtem Deutsch formuliert sind und eine unseriöse Absenderadresse haben.

Verschlüsselte Verbindung
Die gefälschten Internetseiten der Betrüger sehen den offiziellen Seiten einer Bank mittlerweile sehr ähnlich. Daher solltet ihr auf eine sichere Verbindung achten. Gebt die Internetadresse der Bank am besten per Hand in die Browserleiste ein.
Achtet dann darauf, dass die Internetadresse eine https Verbindung benutzt, die alle Online-Banking Seiten nutzen. Diese sichere Verbindung erkennt ihr an dem vorgestellten https vor dem www, sowie an dem kleinen Schloss-Symbol oder einem grünen Balken in der Browserleiste. Klickt ihr auf das Schloss oder den Balken wird euch ein Zertifikat angezeigt, dass die Bank als Betreiber der verschlüsselten Seite ausweisen muss.

Zugangsdaten geheim halten
Eure Zugangsdaten für's Online-Banking solltet ihr an niemanden weitergeben und nicht im Browser oder auf dem Computer speichern.
Werdet ihr aufgefordert, gleich mehrere TANs einzugeben, solltet ihr den Vorgang sofort abbrechen und die Seite verlassen. Eure Bank wird niemals mehr als eine TAN für eine Überweisung abfragen.
Um euren Schutz weiter zu erhöhen, ist es ratsam, regelmäßig das Passwort zu ändern. Sichere Passwörter sind abstrakte Zeichenketten, die Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Als Hilfe und Eselsbrücke könnt ihr euch einen einfachen Satz ausdenken und die jeweiligen Anfangsbuchstaben der Wörter zu einem Passwort zusammensetzen.

Konto sichern
Um einen möglichen Schaden bereits im Voraus zu schützen, solltet ihr ein Überweisungslimit festlegen. Dabei könnt ihr einen festen Betrag auswählen, der maximal an einem Kalendertag vom Konto überwiesen werden darf.
Außerdem bieten einige Banken ein extra Auslandsüberweisungslimit an, bei dem zusätzlich ein Höchstbetrag gewählt werden kann, der pro Tag ins Ausland überwiesen werden darf. Den Betrag des Überweisungslimits könnt ihr jederzeit wieder ändern und wenn ihr mal einen höheren Betrag überweisen wollt, könnt ihr das vorher bei eurer Bank anmelden. Damit ihr einen eventuellen Schaden auch schnell bemerkt, ist es ratsam regelmäßig die Kontoauszüge zu prüfen.

TAN per SMS
Neuerdings bieten die meisten Banken die sogenannte mobile TAN an. Dabei müsst ihr nicht eure TAN von einem Zettel ablesen, sondern bekommt von der Bank bei jeder Überweisung eine TAN per SMS auf eure Handy oder Smartphone geschickt. Somit ist es möglich unterwegs vom Smartphone Überweisungen zu tätigen.
Jedoch stellt diese neue Methode auch ein Sicherheitsrisiko dar. Es wird z. B. davon abgeraten, sich die TAN auf das Smartphone senden zu lassen, von dem auch überwiesen wird. Denn es besteht die Möglichkeit, sich durch Apps Viren herunterzuladen, die die TANs auslesen können. Daher solltet ihr, falls möglich, ein Zweithandy für die Überweisungen nutzen.

Computer schützen
Generell solltet ihr euren PC mit einer Firewall und einem Virenschutzprogramm schützen und die Programme auch immer aktualisieren. Damit schließt ihr Sicherheitslücken, die nicht nur von Viren und Trojanern, sondern auch von Phishing-Programmen genutzt werden könnten. Wenn möglich, solltet ihr Online-Banking nur von eurem eigenen Rechner aus nutzen.

Wie ihr euren Computer gegen Zugriffe von Außen absichern könnt, lest ihr auch HIER.