Alles rund um den Apfel!

Egal ob süß oder sauer, Äpfel sind nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund. Außerdem tauchen sie auch in unserer Kultur an vielen Stellen auf. Wir haben hier einige Infos und Kuriositäten zum Thema Apfel für euch zusammengestellt.

Apfelsorten in Niedersachsen
Der Großteil der niedersächsischen Äpfel wird im und um das Alte Land bei Hamburg angepflanzt. Jeder vierte Apfel, der in Deutschland gegessen wird, stammt aus dem Alten Land. Jährlich werden dort über zwei Millionen Äpfel geerntet, damit ist es das größe Apfelanbaugebiet in Deutschland.

Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) fasst in ihrer Erntestatistik Bodennutzung und Ernte zusammen. Am häufigsten wird die feinsäuerliche und leuchtend rote Apfelsorte Elstar angebaut. Danach folgen der säuerliche Jonagored und der süße Red Prince. Auch die in Deutschland beliebtesten Sorten Breaburn, Jonagold und Golden Delicious werden neben Elstar im Alten Land angebaut.


"An apple a day keeps the doctor away"
Äpfel sind richtig gesund, denn sie enthalten viele wichtige A-, B-, C- und E-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Natrium. Sie regulieren die Darmtätigkeit und die im Apfel enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe helfen dem Körper bei der Entgiftung. Die Schale sollte aber am besten dran bleiben, denn in und direkt unter der Haut befinden sich die meisten Vitamine. Vor dem Essen solltet ihr den Apfel unbedingt mit Wasser abspülen und mit einem Handtuch abreiben, um Pestizide und andere Ablagerungen zu entfernen.


Äpfel richtig lagern
Damit die Äpfel zu Hause auch lange frisch bleiben, ist natürlich die richtige Lagerung entscheidend. Bei Zimmertemperatur halten sich Äpfel ein bis zwei Wochen, sie verlieren jedoch viel Wasser und werden dadurch schrumpelig. Wenn ihr lange schöne Äpfel haben wollt, solltet ihr sie in einen Frischhaltebeutel verschlossen kühl, entweder im Kühlschrank oder im Keller, lagern. Damit sich das Kohlendioxid, das beim Reifen entsteht, nicht so stark ansammelt, solltet ihr nach einer Woche ein bis zwei kleine Löcher in den Beutel picksen. So reifen die Äpfel langsamer.

Wenn ihr auch anderes Obst aufbewahrt, solltet ihr es von den Äpfeln lieber etwas weiter weg stellen, denn Äpfel bilden das Reifungshormon Ethylen, das anderes Obst wie Bananen schneller faulen lässt.


Der Apfel als Symbol
Ob in Märchen, in der Schöpfungsgeschichte, als Namensgeber eines Unternehmens oder als Symbol für gesundes Leben - überall in unserer Kultur taucht der Apfel auf. Hier erfahrt ihr, wo der Apfel überall eine tragende Rolle spielt:

  • Symbol der Sünde
    In der Schöpfungsgeschichte isst Eva vom verbotenen Baum der Erkenntnis. Adam und Eva müssen daraufhin das Paradies verlassen. Bei der verbotenen Frucht handelte es sich um einen Apfel. Malus, das lateinische Wort für Apfel, heißt deshalb auch übersetzt "das Böse".
  • Der vergiftete Apfel
    Schneewittchen nimmt den verbotenen Apfel von der bösen Hexe an. Tatsächlich ist auch das eine Anspielung auf den Sündenfall in der Bibel. Sie ist die verbotene Frucht und wird bestraft. Im Märchen geht die Geschichte allerdings gut aus.
  • Symbol der Fruchtbarkeit
    Schon bei den alten Griechen galt der Apfel als Symbol der Weiblichkeit und Fruchtbarkeit. Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, wurde durch ihn symbolisch verehrt.
  • Zank-Apfel
    Der Apfel ist auch Symbol für Streit und Bosheit. In der griechischen Mythologie wirft Eris, die Göttin des Streites, einen Apfel mit der Aufschrift "der Schönsten" unter die Göttinnen. Daraufhin streiten diese darum, wer die Schönste sei.
  • Diät-Symbol
    Der Apfel steht wie wohl kein anderes Obst für gesunde Ernährung und Diäten. Dieses Bild kommt nicht von ungefähr: Das im Obst enthaltene Apfelpektin ist sehr quellfähig, regt die Verdauung an und sorgt dafür, dass euer Sättigungsgefühl länger anhält.
  • "Big Apple"
    New York City hat diesen Spitznamen aus der Kolumne "Around the Big Apple" der 20er Jahre. In der damaligen Pferderennszene konnte man "Big Money" verdienen, die Pferde wurden mit einem "Big Apple" belohnt.
    An anderer Stelle ist in der Literatur Anfang des 20. Jahrhunderts von New York City als "Big Apple" die Rede, um zu verdeutlichen, dass die Stadt mehr Gelder bekommt als der Rest des Landes, eben den großen Apfel unter den Äpfeln.
  • Apple
    Dass Steve Jobs sein Unternehmen Apple genannt hat, liegt wohl weniger an dem Obst selbst als an seiner Schreibweise. Denn alphabetisch kommt Apple vor dem damaligen Konkurrenz-
    unternehmen Atari und war so weiter vorne im Telefonbuch zu finden.
  • Apple als Vorname
    Apple Blythe Allison nannten Coldplay-Sänger Chris Martin und Schauspielerin Gwyneth Paltrow ihre Tochter. Kaum zu glauben, doch in den USA steht der Vorname mittlerweile in den Namensbüchern.