Wie gesund fasten?

Am Aschermittwoch beginnt für Viele die Fastenzeit. In Umfragen sagen immerhin zwischen 17 und 20 % der Deutschen, dass sie einmal im Jahr fasten möchten. Doch warum macht man das eigentlich? Und welche verschiedenen Arten des Fastens gibt es? Wir haben euch ein paar interessante Infos zu dem Thema zusammengestellt.

Warum fastet man im Christentum?

Die bekannteste Fastenzeit im Christentum ist die Zeit vor Ostern. Ab Aschermittwoch verzichten viele Gläubige 40 Tage lang freiwillig auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, Süßigkeiten, Alkohol oder Nikotin. Nur an Sonntagen darf wieder normal gegessen werden, ab Ostersonntag ist dann die Fastenzeit beendet.

Durch die Fastenzeit sollen die Gläubigen näher zu Gott finden und am Leidensweg und der Auferstehung von Jesus teilhaben. Außerdem erinnert die Fastentradition an 40 Tage, die Jesus nach seiner Taufe in der Wüste verbachte und fastete.

Ursprünglich war in diesem Zeitraum der Verzehr von Fleisch komplett verboten. Im Mittelalter waren auch Milchprodukte während der Fastenzeit nicht erlaubt.
Eine modernere Auslegung der Fastenzeit sorgt oft auch dafür, dass in der Fastenzeit auf etwas verzichtet wird, das sonst besonders wichtig ist. Statt auf Fleisch könnte man also zum Beispiel auf Süßigkeiten, Autofahren, Computerspiele oder Ähnliches verzichten.


Fasten in anderen Religionen:

Auch in anderen Religionen wie dem Judentum, Buddhismus und Islam gibt es Fastenzeiten.

Jom Kippur ist der große Fastentag des Judentums, der im Herbst stattfindet. Frauen ab 12 und Männer ab 13 dürfen vom Sonnen-
untergang des Vortags an weder flüssige noch feste Nahrung zu sich nehmen. Außerdem darf nicht geraucht, gewaschen oder gearbeitet werden. Zudem gibt es noch "freiwillige" Fastentage wie zum Beispiel am Todestag der Eltern.

Das Fasten im Buddhismus wird eher genutzt um Körper und Geist zu reinigen Auch in Klöstern nehmen viele Mönche und Nonnen nach dem Mittagsmahl keine festen Speisen mehr zu sich. Dabei handelt es sich aber ehe um das alltägliche Leben im Kloster.

Im Islam wird die Zeit des Fastens Ramadan genannt und dauert 30 Tage. Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondjahres. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang dürfen die Muslime nicht essen, trinken und rauchen. Das Fasten soll die Seele reinigen und die Beziehung zu Gott und den Mitmenschen stärken. Außerdem ist der Verzicht als Büße zu sehen. Das Ramadanfasten ist eine Pflicht für jeden Muslim.


Was ist Heilfasten?

Auch ohne religiösen Bezug fasten viele Menschen. Das sogenannte Heilfasten soll Körper und Geist wieder in Einklang bringen und außerdem den Körper entschlacken und entgiften. Einen medizinischen Nachweis, dass der Körper überhaupt entgiftet oder entschlackt werden kann, gibt es aber nicht. Die bekannten "Gifte" wie z. B. Cholesterin, Proteine und Kalk, die den Körper wirklich schädigen können, werden durch Fasten weder entfernt noch ausgeschieden.

Bei den meisten Methoden muss auf feste Nahrung verzichtet werden. Erlaubt sind nur Wasser, Tee und manchmal auch Saft oder Gemüsebrühe. Dadurch soll der Darm geleert und gereinigt werden. Viel Bewegung ist ebenso wichtig. Fasten ist allerdings nicht für jeden gesund, ihr solltet ihr auf jeden Fall vorher einen Arzt aufsuchen.