Wo ist Grillen erlaubt und wie schmeckt es am besten?

Im Sommer qualmt es in vielen Gärten und Parks, der Geruch von Fleisch liegt in der Luft. Besonders die Männer behaupten sich am Grill und kennen die besten Tricks. Doch welches ist die beste Grillart? Holzkohle, Gas oder doch Elektro? Die Vor- und Nachteile erklären wir euch hier.

Doch erst einmal das Rechtliche:
Wann ist Grillen mit offenem Feuer verboten?
Grillen ist weder allgemein erlaubt noch grundsätzlich verboten. Es gibt aber einige Urteile, die in Einzelfällen das Grillen auf Balkonen und Terrassen einschränken

  • Das Amtsgericht Bonn hat entschieden, dass Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse eines Mehrfamilienhauses in der Zeit von April bis September einmal im Monat zulässig ist, wobei die Nachbarn 48 Stunden vorher zu informieren sind (Az.: 6 C 545/96).
  • Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entschieden, dass Grillen auch generell verboten sein kann, wenn die dadurch verursachten Geruchsemissionen konzentriert in die Wohn- und Schlafräume des Nachbarn eindringen (Az.: 5 Ss (Owi) 149/95 - (Owi) 79/95).
  • Das Landgericht Oldenburg (Az.: 13 U 53/02) hat einem Nachbarn generell Grillaktivitäten zwischen 22.00 und 7.00 Uhr untersagt und beschränkte das Grillen auf vier Mal im Jahr.
  • Das Grillen auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses kann aber auch durch die Hausordnung verboten werden.

Unter anderem regelt das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG), wo ihr auf öffentlichen Flächen wie Parks oder im Wald mit offenem Feuer grillen dürft. Es besagt z. B.:

  • dass Grillen nur auf Grillplätzen gestattet ist, "die die waldbesitzende oder sonstige grundbesitzende Person angelegt hat". Das betrifft also euren eigenen Garten oder Grillplätze der Städte und Gemeinden
  • Aber auch dort seid ihr verpflichtet, das Feuer zu bewachen
  • Und der Rauch darf natürlich keine anderen Leute stören

Sonst ist das Grillen mit offenem Feuer überall verboten.

Am besten, ihr informiert in jedem Fall vorher eure Nachbarn und sorgt dafür, dass ihr nicht zu viel Rauch erzeugt und ab 22 Uhr nicht zu laut seid. Dann steht einem schönen Grillabend nichts im Wege.

Solltet ihr euch gar nicht einig werden, könnt ihr auch öffenliche Grillplätze aufsuchen. Eine Liste für ganz Niedersachsen gibt es HIER.


Der Holzkohlegrill
Der Holzkohlegrill ist der Klassiker, viele schwören auf diese Art des Grillens. Denn nur so entstehen die Röstaromen und der besondere Rauchgeschmack. Das Anzünden des Grills kann jedoch gefährlich werden, daher solltet ihr nur spezielle Grillanzünder verwenden.
Bis die Glut richtig durch ist und Fleisch auf das Rost gelegt werden kann, ist etwas Geduld gefragt, denn das dauert etwa 30 Minuten. Wenn Fett oder Marinade vom Fleisch in die Glut tropft, können schädliche Stoffe freigesetzt werden. Zudem können sich Nachbarn und Anwohner schnell durch die Rauchentwicklung gestört fühlen. Ein Vorteil von Holzkohlegrills ist, dass sie leicht zu transportieren sind und quasi überall aufgestellt werden können, weil außer Holzkohle kein weiteres Zubehör wie etwa ein Stromanschluss oder eine Gasflasche nötig sind.

Um das Feuer anzufachen, gibt es ja verschiedene Methoden, bei denen auch oft ein Fön zum Einsatz kommt. :-) Eine umweltfreundliche Alternative zum Grillanzünder aus purer Chemie ist übrigens ein simpler Eierkarton aus Pappe. Steckt einfach anstelle der Eier Holzkohlestückchen hinein und und zündet eine Ecke an. Die Pappe brennt dann gleichmäßig und langsam ab.


Der Gasgrill
Beim Gasgrill fehlen die Raucharomen und auch die Gasflasche, die Flüssiggas wie Butan oder Propangas enthält, muss immer mitgenommen werden.
Doch ein Gasgrill bietet auch einige Vorteile. So ist der Grill schneller startbereit und die richtige Grilltemperatur erreicht, die zudem einfacher und genauer reguliert werden kann. Die Nachbarn werden sich auch freuen, denn die Rauchentwicklung ist geringer. Nach dem Grillen könnt ihr das Gas einfach abstellen und müsst nicht erst die Glut löschen.
Ein Gasgrill ist zwar teurer, wenn ihr viel grillt, lohnt sich eine Anschaffung. Der Brennstoff ist außerdem günstiger als Holzkohle.


Der Kugelgrill
Der Kugelgrill ist eine spezielle Art eines Holzkohlegrills. Wie der Name schon sagt, hat der Kugelgrill eine rundliche Form. In der Bodenschale liegt die Holzkohle. Darüber wird das Grillgut auf einem Rost gegrillt. In der Bodenschale und im oberen Deckel befinden sich Belüftungslöcher, durch die die Luft zirkuliert. Von unten wird frische Luft angesogen, die durch die oberen Löcher wieder entweicht. Dadurch wird das Fleisch schonend gegart und trocknet nicht so schnell aus.


Der Schwenkgrill
Der Schwenkgrill ist etwas größer als ein Standardgrill und bietet so mehr Platz für Grillgut. Er besteht aus einem dreibeinigen Gestell, das nach oben hin spitz zuläuft. An der Spitze ist das Grillrost mit Ketten befestigt. Unten befindet sich eine Schale für die Holzkohle. Der große Vorteil ist, dass der Abstand zwischen Grillrost und Feuer und somit die Temperatur beliebig variiert werden kann. Ist bereits jeder mit Fleisch versorgt, aber auf dem Grill liegt noch was, müsst ihr nicht ständig aufpassen. Wenn ihr das Rost mit dem Fleisch nach oben hängt, verbrennt das Fleisch nicht, bleibt jedoch noch warm genug.


Der Elektrogrill
Ein Elektrogrill ist besonders gut für Balkone geeignet. Ihr könnt ihn also auch im Winter innerhalb der Wohnung verwenden (wenn euch der Geruch nicht stört:-).
Zwar hat das Fleisch keinen typischen Grillgeschmack, ist aber auch gesünder, weil keine Schadstoffe im Rauch entstehen können. Für einen Elektrogrill ist nicht viel Platz nötig, er ist schnell einsatzbereit und die Temperatur könnt ihr leicht regeln.


Der Smoker
In Amerika erfreuen sich Smoker bei Barbecues besonders großer Beliebtheit, doch auch deutsche Grillmeister kommen auf den Geschmack. Beim Garen im Smoker braucht ihr viel Zeit und eine Menge Geduld, denn bis das Fleisch fertig ist, kann es bis zu 7 Stunden dauern. Doch das Warten lohnt sich, denn das fertige Fleisch hat einen besonderes rauchigen Geschmack. Durch die lange Garzeit kann Marinade besser einziehen und das Fleisch bleibt sowohl von innen als auch von außen saftig. Ist das Grillgut einmal auf dem Rost, muss es nicht mehr gewendet werden. Außerdem ist ein Smoker vielseitig einsetzbar und kann auch zum Räuchern und zum Backen verwendet werden.


Grillzubehör
Neben dem Grill an sich spielt auch das richtige Zubehör eine Rolle für den perfekten Grillabend. Zum Anzünden des Grills gibt es neben herkömmlichen Grillanzündern und Spiritus, auch ökologische Anzünder wie die Öko-Zündwolle.

Mit Räucherbrettern könnt ihr Filetstücke und Fisch ganz einfach direkt auf dem Grill räuchern.

Wenn ihr lieber direkt aus der Kohle räuchern wollt und ihr auf Whiskey steht, sind diese Räucher Holzchips genau das Richtige.

Und damit euer Steak nicht nur in Marinade eingelegt ist, sondern auch von innen mit der leckeren Marinade gefüllt ist, kommt die Marinadenspritze zum Einsatz.

Falls ihr öfter mal mit dem Fleisch durcheinander kommt, könnt ihr mit dem Brenneisen die Fleischsorte, euren Namen oder was immer ihr wollt, in das Fleisch einbrennen.

Um die passende Temperatur für das Fleisch herauszufinden, hilft euch das Audiodigitale-Thermometer.

Je länger ihr mit Freunden draußen am Grill sitzt, desto schwächer wird euer Smartphone. Mit dem Point Source Power-Ladegerät müsst ihr euch keine Steckdose mehr suchen, sondern könnt euer Handy direkt am Grill aufladen. Die Batterie des Geräts lädt durch die Hitze des Grills auf und versorgt so eure Smartphones mit Strom. So gut ausgerüstet sollte euer Grillabend zu einem vollen Erfolg werden.


Damit bei euch nicht immer nur Bratwurst oder Nackensteaks auf dem Grill landen, findet ihr HIER die abgedrehtesten und leckersten Rezepte für euren Grillabend.