Grüne Smoothies: gesund oder nicht?

Grüne Smoothies werden immer beliebter. Sie sollen sehr gesund sein, lassen sich schnell zubereiten, ersetzen eine Mahlzeit und können beliebig nach dem eigenen Geschmack gemixt werden. Doch wie gesund sind die Smoothies überhaupt? Und ist der Hype um den beliebten Gemüsebrei wirklich gerechtfertigt?


Was sind Smoothies?
Herkömmliche Smoothies sind in der Regel Mixgetränke aus Obst und Milchprodukten. Im Gegensatz zum normalen Fruchtsaft wird der Smoothie aus ganzen Früchen, manchmal sogar noch mit Schale, verarbeitet. Das Fruchtmark ist die Basis des Getränkes und wird mit Säften, Wasser, Milch, Joghurt oder Kokosmilch gemischt. Die Konsistenz ist deshalb meistens cremig.


Was sind grüne Smoothies?
Der Unterschied zum klassischen Smoothie ist, dass der grüne Smoothie neben Obst auch Wasser und Gemüse enthält. Diese drei Bestandteile sind die Basiszutaten des modernen Getränkes. Das Obst ist für die Konsistenz des Smoothies verantwortlich und bindet die einzelnen Zutaten. Außerdem mildert es in den meisten Fällen den starken Geschmack des Gemüses.
Grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl ist – wie man es sich denken kann - das wichtigste Element des grünen Smoothies und beeinflusst natürlich auch den Geschmack. Wasser ist ebenso wichtig, damit die Zerkleinerung im Mixer zuverlässig gelingt und die Konsistenz entsprechend ist. Neben den Basiszutaten steht es euch natürlich frei, auch weitere Komponenten im Smoothie mit einzubinden. Mit Kernen und Samen, Speiseölen, Zucker sowie Zuckerersatzstoffen könnt ihr den Geschmack beeinflussen. Ein klassischer grüner Smoothie wird jedoch ohne diese Extras gemixt. Falls ihr es süßer liebt, greift auf reifes Obst zurück oder fügt Datteln hinzu.
Knollensellerie, Karotten, Kartoffeln, Pastinaken, Rüben oder rote Beete gehören nicht in den Grünen Smoothie. Sie sind schwer verdaulich und führen, gemischt mit dem Obst, oft zu Blähungen.
Jedoch die Blätter von Karotten, Rote Bete, Kohlrabi und Radieschen könnt ihr mitmixen, sie enthalten Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine.


Diese Dinge könnt ihr in euren grünen Smoothie tun:

Batavia, Chicorée, Kopfsalat, Endivie, Eichblatt, Frisée, Lollo rosso, Radicchio, Romana, Rucola Kohlsorten Grünkohl, Schwarzkohl, Rosenkohl, Spitzkohl, Wirsing, Brokkoli

Blätter von Kohlrabi, Kürbis, Möhren, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Sellerie, Zucchini

Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Estragon, Koriander, Lavendel, Liebstöckel, Majoran, Minze, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Zitronenmelisse

Bärlauch, Brennnessel, Distel, Giersch, Klee, Knoblauchsrauke, Labkraut, Löwenzahn, Sauerampfer, Schafgarbe, Vogelmiere, Waldmeister, Wegerich, Weißer Gänsefuß, Wilde Möhre

Sprossen von Erbsen, Kichererbsen, Mungbohnen, Brokkoli, Kresse, Radieschen, Rettich, Bockshornklee, Buchweizen, Sonnenblumen

Meeresalgen Nori und Rotalge.

(Quelle: www.kuechengoetter.de)


Die Vorteile von grünem Blattgemüse:

  • Grünes Blattgemüse bietet Nährstoffe satt. Es ist reich an essentiellen Aminosäuren, Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien und Antioxidantien
  • Es enthält eine Menge Chlorophyll, da dieses aber an keiner lebenswichtigen Stoffwechselfunktion im menschlichen Körper beteiligt ist, ist ein Nutzen bisher nicht nachgewiesen worden
  • Chlorophyll wirkt allerdings geruchsneutralisierend - Mundgeruch und Körpergeruch sind also Fehlalarm ;-)
  • Es reinigt den Darm
  • Entzündungen werden gehemmt

Die Zubereitung
Beachtet, dass ihr einen leistungsstarken Mixer benutzt. Vor allem das Gemüse kann beim Zerkleinern eine hartnäckige Herausforderung darstellen. Es ist wichtig, dass das Blattgemüse vollständig zerkleinert wird, denn nur so können auch alle Nährstoffe freigesetzt werden. Deshalb ist es auch gesünder, das Gemüse roh zu verwenden. Die Nährstoffe befinden sich in den Fasern und sind in der Regel so stark geschützt, dass sie beim "normalen" Verzehr nicht vom Verdauungstrakt verwendet und ungenutzt wieder ausgeschieden werden.


Fazit:
Ideal sind die grünen Smoothies für Menschen, die eigentlich nicht sonderlich auf das gesunde Blattgemüse stehen. Denn durch das Mischen mit Früchten oder anderem Gemüse ist zu einem gewissen Teil der unbeliebte bittere Geschmack verschwunden.

Aber Achtung! Ihr solltet euren Verdauungstrakt nicht überfordern und Smoothies nicht im Übermaß genießen. Außerdem ist von Fertigprodukten im Kühlregal abzuraten. Die stehen oft tagelang, enthalten Konservierungsstoffe und andere unbekannte Zusätze.


Hier ein paar Rezepte für grüne Smoothies:

Grünkohl-Smoothie mit Ananas >>>

Grüner Smoothie mit Spinat >>>

Grüner Frühstücks-Smoothie mit Blätter von Radieschen >>>

Orangen-Grünkohl Smoothie >>>

Apfel-Mangold Smoothie >>>

3 grüne Smoothie-Rezepte mit Spinat >>>

Grüner Smoothie mit Gurke, Mangold, Sellerie und Apfel >>>

Grüner Smoothie mit Lollo Bianco, Banane, Apfel, Birne, Ingwer >>>