Osterrezepte und -bräuche!

Ostern ist das wichtigste christliche Fest und wird nicht nur in Deutschand mit vielen Bräuchen und Symbolen gefeiert. Hier bekommt ihr ein paar Tipps, wie ihr eure Osterdeko in diesem Jahr noch ein bisschen aufpeppen könnt, was ihr statt des Eiersuchens mal ausprobieren solltet und mit welchen Ostergerichten aus aller Welt ihr eure Lieben dieses Jahr überraschen könnt.


Tipps zum Selbermachen:
  • Ostereier färben: Es müssen nicht immer die knallbunten Ostereier aus dem Supermarkt sein, oder gekaufte Farben mit künstlichen Inhaltssstoffen. Färbt die Eier doch einfach mal mit natürlichen Stoffen aus Küche oder Garten.

  • Schokoeier selber machen: Schokoeier gehören nicht nur für Kinder zu einem gelungenem Osterfest dazu. Wenn ihr mal keine Lust auf die Standart-Eier der großen Marken habt: Macht euch doch eure Schokoeier mal selbst, ganz nach eurem Geschmack.

  • Kresse-Eier basteln: Dekorativ, typisch Ostern und dazu auch noch praktisch: Kresse-Eier . Nehmt halbe Eierschalen, wascht sie gut aus, malt sie schön an, packt etwas Watte rein und sät darauf Kresse aus. Schon nach ein paar Tagen habt ihr eine schöne Kresse-Weide, für Augen und Mund.

  • Osternester: Wenn ihr in Sachen Oster-Deko auf bunt und außergewöhnlich steht, dann findet ihr im Netz auch noch jede Menge Inspiration für ausgefallene, selbstgemachte Osternester.

Osterbräuche in Deutschland:
  • Eiertitschen: Zwei Spieler schlagen ihre hartgekochten Eier mit der Spitze und dem runden Ende aneinander. Der Spieler, dessen Ei das Ganze ohne Risse übersteht, hat gewonnen und bekommt das Ei des Verlierers.

  • Eier trullern: Auf den ostfriesischen Deichen reihen sich am Ostersonntag die Teilnehmer dieser Ostertradition aneinander. Ziel ist es, ein hartgekochtes Ei den Deich runterrollen zu lassen. Möglichst weit und ohne dass es dabei kaputt geht. Und das macht am Ostermontag sogar der amerikanische Präsident im Garten vom weißen Haus. Da dort jedoch der Deich fehlt, benutzen die Amerikaner einen Stock, um die Eier voranzutreiben.

  • Eierlage: Bei diesem Wettbewerb treten zwei Junggesellen gegeneinander an: Ein Spieler muss 104 rohe Eier, die auf einem Weg ausgelegt sind, mit einem Korb wieder einsammeln. Und das Ei für Ei. Der andere Spieler startet zeitgleich einen mehrere Kilometer langen Lauf, zum Beispiel in den Nachbarort. Wer von den beiden als erstes im Ziel ankommt, hat gewonnen.

  • Ostereier werfen: Ziemlich einfaches Prinzip und eine wirkliche Ostertradition: Die Spieler werfen sich Ostereier zu, fangen müssen sie die mit oder ohne Korb. Und wer den richtigen Nervenkitzel dabei spüren will, wirft die Eier über’s Hausdach.

Skurrile Osterbräuche weltweit:
  • In Bulgarien werden die Ostereier nach der Messe an den Kirchenmauern zerschlagen oder sich damit beworfen.
  • Die Polen machen sich an Ostermontag gegenseitig mit Wasser nass, um an die Taufe eines Prinzen zu erinnern, der das Christentum nach Polen brachte.
  • In Ungarn werden Frauen und Mädchen statt mit Wasser mit Parfüm übergossen.
  • Eine finnische Tradition ist es, sich gegenseitig leicht mit Birkenruten auf den Rücken zu schlagen.
  • Bei den Engländern reicht es, sich mit Weidenkätzchenruten leicht zu berühren. Das soll Glück für's neue Jahr bringen.
  • Das Ende der Fastenzeit feiern die Iren mit einem symbolischen Heringsbegräbnis an Ostersonntag.
  • In Frankreich schweigen die Glocken von Gründonnerstag bis Karsamstag. Erst am Sonntag wird zur Feier der Auferstehung Jesu Christus wieder geläutet.
  • Eiertütscha, oder Eiertitschen, ist nicht nur ein Brauch in Deutschland, sondern auch in der Schweiz.

Osterrezepte international
:

  • Osterlamm (Deutschland): Das Lamm wurde im Christentum sehr früh als Symbol für Jesus verwendet. Beim jüdischen Passahfest wurde früher traditionell ein Osterlamm geschlachtet – heute backen viele für das Frühstück am Ostersonntag ein Osterlamm aus Rührteig.

  • Osterschinken in Teigmantel (Deutschland): Typische deutsche Hausmannskost ist deftig, so wie dieses traditionelle Ostergericht.

  • Osterchüechli (Schweiz): Ein mit Gries oder Milchreis gefülltes Osterküchlein.

  • Casatiello (Italien): Herzhaft mit Schinken ist dieses Ostergebäck.

  • Tsoureki (Griechenland): Das rote Ei ist in Griechenland eine wichtige Ostertradition, in diesem Rezept ummantelt von einem Hefezopf.

  • Mämmi (Finnland): Mit etwas Geduld könnt ihr euch diesen gebackenen Malzpudding schmecken lassen.

  • Pinca (Slowenien/Kroatien): Hochprozentig ist dieses Hefegebäck, denn als wichtige Zutat wird hier ein Obstbrand verbacken.

  • Hot Cross Buns (Großbritannien): Hot buns werden eigentlich das ganze Jahr gegessen, aber an Karfreitag gibt es diese Sonderausführung.

  • Paska (Russland): Mit viel Tradition und Zeit wird an Ostern dieses Gebäck ab Gründonnerstag zubereitet und an Ostersonntag erst gegessen.

  • Babka Wielkanocna (Polen): Der polnische Osterkuchen wird traditionell in der Guglhupf-Form gebacken.

  • Bacalhau à Gomes de Sá (Portugal): Hier wird Stockfisch zusammen mit Kartoffeln, Eiern und Oliven serviert.

  • Frejon (Nigeria): Bohnen, Kokosmilch und Schokolade kommen in dieses nigerianische Osterrezept.

  • Easter Bun (Jamaica): Ein Brot aus Bier und Trockenfrüchten, belegt mit einer dicken Scheibe Käse, das essen die Jamaicaner an Ostern.

  • Mamool (Syrien/Libanon/Jordanien): Dieses süße Gebäck wird an Feiertagen im arabischen Raum genossen.

  • Osterschinken (Amerika): Statt der deutschen Brotkruste gibt’s bei den Amerikanern Honig auf den Schinken.

  • Capirotada (Mexiko): Dieser Brotpudding wird ganz süß gegessen, mit Obst und Zuckerperlen oben drauf.

  • Torta Pascualina (Argentinien): Deftig mit Spinat wird dieser Osterkuchen vor allem in Argentinien an Ostern serviert.