Bräunen ohne Sonne?!

Ihr habt Lust auf Röcke und kurze Hosen, aber eure Beine sehen noch käsig aus? Ein Besuch im Solarium, Bräunungscremes oder Speedbronzer versprechen, blitzschnell natürliche Sonnenbräune zu zaubern. Aber wie gut wirken die Mittel tatsächlich und wie gesund ist das Ganze? Wir stellen euch hier die verschiedenen Wege zur "Bräune ohne Sonne" vor.

Solarium:
Ein Besuch auf der Sonnenbank mag entspannend sein und auch längerfristig die gewünschte Bräune bringen. Gesund ist er allerdings nicht: Die UV-Strahlung im Solarium ist um ein Vielfaches höher als die der echten Sonne. Regelmäßige Solariumbesuche lassen die Haut altern und steigern das Hautkrebsrisiko. Für Kinder und Jugendliche unter 18 ist der Gang ins Sonnenstudio deshalb seit 2009 verboten.

Sonne oder Kunstbräuner?
Ein Sommerteint ohne Sonne - was so schön klingt, hat leider nicht nur Vorteile. Die meisten Selbstbräuner müssen ein Mal pro Tag angewendet werden, damit ein Ergebnis sichtbar wird. Auf Dauer gehen dann auch relativ günstige Cremes ins Geld. Der Besuch im Solarium oder in der Bräunungsdusche ist im Vergleich sogar noch teurer.
Die meisten Solarien arbeiten fast ausschließlich mit UV-A-Strahlung, um schnell die obere Hautschicht zu bräunen. Für einen wirksamen Schutz sowie für die länger haltende Bräune sind aber UV-B-Strahlen nötig. Im Solarium "vorzubräunen" ist also gar nicht möglich.

Der beste und günstigste Weg zum Sommerteint ist immer noch das langsame Bräunen in der Sonne oder im Halbschatten. Natürlich müsst ihr aber auch beim Sonnenbaden aufpassen, euch am besten mit einer Sonnenbrille ausrüsten und eure Haut schützen. Was ihr beim Sonnen generell beachten solltet, haben wir hier für euch zusammen gefasst.

Bräunungscremes:
Sogenannte Selbstbräuner findet ihr in allen Variationen und Preisklassen - als Creme, Spray, Schaum, oder Körpermilch. Diese Form der künstlichen Bräune ist weniger schädlich als UV-Strahlung, da nur die oberste Hautschicht die Farbe aufnimmt. Der Bräunungs-
effekt hält deshalb aber auch nur wenige Tage an. In Selbstbräunern befinden sich außerdem häufig Formaldehydabspalter, die die Haut schneller altern lassen und Allergien auslösen können.
Wenn ihr Selbstbräuner verwendet, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr sie gleichmäßig auf dem Körper verteilt. Dafür eignen sich Bräunungstücher besonders gut. Damit verhindert ihr hässliche Streifen oder Flecken auf der Haut. Peelt am besten vor der Anwendung eure Haut an Füßen und Ellenbogen und spart beim Auftragen Augen und Augenbrauen aus.
Außerdem solltet ihr bei der ersten Anwendung vorsichtig sein: Je nach Hauttyp kann es bei manchen Produkten zu einem leichten Gelb- oder Orangestich auf der Haut kommen.

Gebräunt durch Ernährung
Die Ernährung allein macht noch keinen dunkleren Teint, allerdings helfen Carotin und Vitamin B der Haut, um in der Sonne schneller braun zu werden. Carotin findet ihr in Karotten und roter und gelber Paprika. Besonders viel Vitamin B steckt in Hering, Lachs und Eiern. Natürlich ist die Haut dadurch nicht vor den gefährlichen UV-Strahlen geschützt und ihr müßt weiterhin Sonnencremes benutzen.

Selbstbräunerdusche:
Es funktioniert so einfach, wie es sich anhört - der Körper wird einfach nur eingesprüht. Das Bräunungsspray besteht aus Erythrulose, einem Extrakt aus Zuckerrohr. Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass die Bräune streifenlos wird und die Behandlung nur wenige Minuten dauert. Das vollständige Ergebnis ist nach etwa 24 Stunden sichtbar und hält etwa eine Woche an. Bräunungsduschen können Formaldehyd enthalten, eine Gesundheitsgefährdung ist zur Zeit aber nicht bekannt.