Die elektronische Zigarette!

E-Zigaretten und E-Shishas sollen in Deutschland künftig nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen. Das hat das Bundeskabinett am 4.11.2015 beschlossen, indem es einen Gesetzesentwurf zum Verbot des Verkaufs gebilligt hat. Es soll auch für den Onlineverkauf gelten.

Die Meinungen über Elektronischen Zigarette gehen weit auseinander: für die einen ist sie ein guter Ersatz für die normale Zigarette, für die anderen ein nicht ausreichend geprüftes Gesundheitsrisiko.

In Österreich z. B. wurde sie verboten, da sie als Arzneimittel gilt und deshalb noch weitgehender geprüft werden müßte. In Neuseeland hingegen wird sie sogar ausdrücklich empfohlen, wenn man sich das Rauchen abgewöhnen möchte.

Im Internet wird die Elektronische Zigarette schon seit geraumer Zeit verkauft und in vielen Städten in Niedersachsen gibt es Geschäfte, die sie anbieten.


Wir haben für euch die wichtigsten Informationen rund um die Elektronische Zigarette zusammengestellt.

Die Elektronische Zigarette wurde 2003 in Hong Kong erfunden. Sie wurde entwickelt, um Raucher von ihrer Abhängigkeit zu befreien und ein Rauchen ohne die Schadstoffe wie z. B. Teer zu ermöglichen.


Wie funktioniert sie?

Die E-Zigarette besteht aus 3 Komponenten, dem Verdampfer (Atomizer), dem Depot und dem Lithium Akku mit integrierter Elektronik. Das Depot hat Ähnlichkeit mit dem Filter einer gewöhnlichen Zigarette und enthält eine Patrone in die die Flüssigkeit (Liquid) kommt. Dieses Liquid enthält bis zu 90% Propylenglycol. Propylenglycol ist (1,2-Propandiol) ist eine klare, farblose, nahezu geruchlose und stark wasserbindende Flüssigkeit. Sie wird beispielsweise bei der Herstellung von Kaugummi und Zahnpasta benutzt. Dazu werden Aromastoffe und ein Anteil Nikotin gemischt.
Wenn an dem Mundstück der E-Zigarette gezogen wird, erwärmt sich der Atomizer und der Liquid verdampft, so dass der typische Rauch entsteht. Dieses Prinzip wurde nicht extra für die E-Zigarette erfunden, sondern wird bereits für professionelle Nebelmaschinen verwendet.

Der Liquid wird in über 1.000 verschiedenen Geschmacksrichtungen wie z. B. Schokolade, Erdbeere, Pfeifentabak oder Kaffee angeboten.
Die Fläschchen mit Liquid sind in unterschiedlichen Größen (von 5 – 200 ml) erhältlich und sollten immer fest verschlossen und unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Denn bei Verzehr oder bloßen Hautkontakt kann es wegen der enthaltenen Nikotinmenge tödlich sein.

Eine Entwöhnung als Raucher ist mit der E-Zigarette möglich, wenn die Menge des Nikotins im Liquid nach und nach reduziert wird. Zu diesem Zweck werden auch Liquids mit unterschiedlicher Nikotinmenge verkauft.
Meistens reicht 1 befülltes Liquid-Depot für ca. 30 Zigaretten, damit kommt man auf einen Preis von ca. 20 Cent pro E-Zigarette.


Gefahren und Risiken:

Die E-Zigarette wurde bisher in medizinischer Hinsicht nicht getestet. Es gibt keine Langzeitstudien, die festgestellt hätten, welche Folgen ein längerer Gebrauch für den menschlichen Körper hätte. Auch welche Auswirkungen das Passivrauchen hat, ist nicht geklärt.
Denn die genaue Zusammensetzung und Qualität des Liquid, das meist in China hergestellt wird, wurde bisher nicht getestet.

Das Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg hat z. B. bei Stichproben festgestellt, dass der Anteil an Nikotin im Liquid sowohl nach oben als auch nach unten von den Angaben der Hersteller abgewichen ist. So ist es möglich, dass der Verbraucher und Passivraucher mehr Nikotin zu sich nehmen, als auf der Packung angegeben.


Vorteile der elektronischen Zigarette:

  • Rauchen an öffentlichen Plätzen (wie im Bahnhof oder am Flughafen) und in Cafés und Restaurants ist möglich
  • Keine Geruchsbelästigung
  • Kein Passivrauchen
  • Keine Asche oder Zigarettenreste
  • weniger Giftstoffe (kein Teer und Kohlenmonoxid)
  • Keine Brandgefahr
  • Langfristig günstiger
  • Keine gelben Zähne oder Fingernägel
  • Große Auswahl an Geschmacksrichtungen