Tipps gegen die Kälte!

Mit eisigen Temperaturen im Winter hat unser Körper ganz schön zu kämpfen. Die Haut wird spröde und rissig, wir frieren schnell und unsere Füße und Hände können sich leicht Erfrierungen zuziehen. Was genau gegen Kälte hilft und wie wir uns bei Eis und Schnee am besten schützen können, erfahrt ihr hier.

Wie wärmt man sich am besten?
Wenn ihr nicht frieren wollt, dann solltet ihr Kleidung aus Wolle, Kaschmir oder High-Tech-Gewebe tragen. Sinnvoll ist dabei das Zwiebelprinzip, also viele Schichten übereinander, so dass ihr euch schnell der Außen- oder Innentemperatur anpassen könnt. Besonders wichtig ist der Schutz von Händen, Füßen und dem Kopf. Achtet jedoch bei euren Winterstiefeln darauf, dass ihr sie nicht zu eng kauft oder schnürt, denn sonst kann sich kein wärmendes Luftpolster bilden.

Ernährung im Winter
Um der Kälte zu trotzen, könnt ihr warme Speisen wie Suppen oder Eintöpfe essen. Besonders gut sind Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Chili, denn sie regen die Durchblutung an. Dadurch heizt der Körper von Innen auf. Gut sind ebenfalls Obst und Gemüse, da sie die Immunabwehr stärken.
Verzichten solltet ihr auf warme alkoholische Getränke, denn durch sie wird eure Körperwärme über die Haut schneller an die Umgebung abgegeben. Trinkt also besser Kaffee, Tee oder Kakao. 

Pflege der Haut bei Kälte
Wenn es draußen immer kälter wird, dann brechen für unsere Haut harte Zeiten an, denn die eisigen Temperaturen, die geringe Luftfeuchtigkeit draußen und die trockene Heizungsluft in Räumen tut unserer Haut nicht gut. Der Grund dafür ist, dass sich bei Kälte die Blutgefäße zusammenziehen, um unseren Körper zu wärmen. Dadurch wird die Haut schlechter durchblutet und verliert einen Teil ihres Schutzmantels. Folge ist trockene Haut, die juckt und spannt. 

Bei trockener Haut ist die beste Pflege eine fetthaltige Creme. Besonders gut wirken Cremes mit Aloe Vera und Vitamin E. Peelings oder alkoholhaltige Gesichtswasser solltet ihr besser im Schrank lassen, denn diese Produkte wirken aggressiv auf die Haut.
Wichtig ist es auch, viel zu trinken. Selbst wenn ihr bei Kälte keinen Durst habt, so solltet ihr täglich mindestens 2 Liter zu euch nehmen. Am besten eignen sich Wasser, Kräutertees und Fruchtschorlen. Ebenfalls gut für die Haut ist eine ausgewogene Ernährung, die viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten. Achtet auch auf genügend Schlaf.

Pflege trockener Hände und Lippen
Speziell Lippen leider unter der Kälte, denn sie besitzen kaum eine schützende Fettschicht. Auch hier helfen Fettcremes, Lippenbalsam, aber auch Vaseline und Melkfett. Auf keinen Fall solltet ihr eure Lippen mit der Zunge anfeuchten, sie wird sonst noch trockener.
Wenn eure Hände ebenso trocken und rissig sind, dann solltet ihr darauf achten, seifenfreie Pflegeprodukte beim Händewaschen zu verwenden und zu feuchtigkeitsspendenden Handcremes greifen. Wirksam ist es auch, die Hände abends mit einer Fettcreme einzureiben, Baumwollhandschuhe anzuziehen und das über Nacht einwirken zu lassen. 

Erfrierungen
Zu Frieren ist nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch zu Erfrierungen führen. Das liegt daran, dass sich bei Kälte die Blutgefäße verengen und so weniger Blut transportiert werden kann. Die Folge ist weniger Wärmeabgabe der Haut nach Außen.
Passiert das über einen längeren Zeitraum, kann das Gewebe absterben. Besonders betroffen sind Nase, Zehen, Finger und Ohren. Die betroffenen Stellen werden zunächst blass und gefühllos, wenn sie wieder warm werden, entsteht eine juckende Rötung. Bei sehr starken Erfrierungen bilden sich sogar Blasen, die unbedingt von einem Arzt untersucht werden sollten. Erfrorene Stellen solltet ihr am besten mit lauwarmem Wasser langsam aufwärmen. 

Tipps gegen kalte Hände und Füße
Speziell Hände und Füße werden im Winter schnell kalt. Erst tun sie weh und dann spürt man sie nicht mehr. Zunächst ist es wichtig, dass ihr eure Hände und Füße so gut schützt, wie es geht. Das Zwiebelprinzip hilft auch hier wieder.
Sollten eure Hände und Füße trotzdem zu "Eis" werden, helfen kalt-warme Wechselbäder oder durchblutungsfördernde Bewegungen. Das geht natürlich besser bei den Händen als bei den Füßen. Streckt eure Finger und zieht sie dann schnell zu einer Faust zusammen. Sinnvoll ist es, das 20 Mal hintereinander zu machen.

Bewegung
Wer sich nicht bewegt, bei dem läuft auch der Kreislauf auf Sparflamme. Die Folge: Man friert. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen. Sport ist dafür aber nicht unbedingt nötig. Es reicht schon, wenn man so oft es geht zu Fuß geht. Ein Spaziergang in der Mittagspause, eine kleine Wanderung am Wochenende oder Treppensteigen machen schön warm. 

Das Beschlagen der Brille
Das Beschlagen der Brille, wenn man von draußen in ein warmes Gebäude kommt, ist nervig. Mit einem einfachen Hausmittel könnt ihr es verhindern. Reibt die Gläser eurer Brille mit trockener Seife ein und poliert sie anschließend kräftig mit einem weichen Tuch. Die Seife verhindert, dass sich die bei der Kondensation bildenden, winzig kleinen Wassertröpfchen, festsetzen. Allerdings ist bei hochwertigen Beschichtungen Vorsicht geboten. Benutzt dann lieber feuchte Seife und reibt die Gläser anschließend mit einem trockenen Tuch ab. So bleibt ein dünner, unsichtbarer "Seifenfilm".
Es eignen sich auch Spülmittel, um die Brillengläser beschlagungsfrei zu machen. 

Abhärtung durch Wechselduschen
Die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte ist angesichts der klirrenden Kälte in diesen Tagen das A und O. Auch wenn es Überwindung kostet: Wechselduschen oder Kneippkuren kurbeln die Abwehrkräfte an.

Lüften
Auch bei Minusgraden sollte man lüften. Die Feuchtigkeit, die durch die Atmung, Kochen und Duschen entsteht, muss raus, sonst droht Schimmel. Es reicht, dreimal täglich Fenster oder Türen fünf bis maximal zehn Minuten weit zu öffnen.