Magenverkleinerung als letzten Ausweg?!

Wie viele Menschen, die gesundheitlich unter ihrem Gewicht leiden, hat ffn-Morgenmän Franky am 30. September 2016 bei 176 Kilo und einem Body-Maß-Index von über 50 eine Magenverkleinerung durchführen lassen.
Doch was passiert da eigentlich und wie sieht das Leben mit einem kleineren Magen aus? Hier findet ihr einen kurzen Überblick.


Prof. Dr. med. Julian Mall, Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie am KRH Klinikum Nordstadt in Hannover, der auch ffn-Morgenmän Franky operiert hat, hat eure Fragen zu der OP beantwortet. Hier könnt ihr sie euch noch einmal anhören und das facebook Live Video sehen.

"Was muss passieren, damit diese OP der nächste Schritt ist?", "Wann übernimmt es die Kasse?" oder "Kann man nach einer solchen OP überhaupt noch zunehmen?" usw.

Was versteht man unter Magenverkleinerung?

Eine Magenverkleinerung ist der Oberbegriff für verschiedene operative Maßnahmen, um eine Gewichtsreduktion bei starkem Adipositas einzuleiten. Bevor allerdings die Entscheidung fällt, Gewicht mit Hilfe einer Magenverkleinerung zu verringern, müssen einige Kriterien erfüllt sein:

  • Auch nach sechs bis zwölf Monaten haben alle nichtoperativen Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg gebracht
  • Der BMI liegt über 40
  • Der Patient ist länger als drei Jahre stark übergewichtig
  • Der Patient ist mindestens 18 Jahre alt
  • Der Patient ist unter 65 Jahre alt
  • Der Patient muss sich nach der Operation an ein Leben mit mehr Bewegung und abwechslungsreicher Ernährung gewöhnen

Wie wirkt die Magenverkleinerung?

Der Patient kann nur noch wenig Nahrung zu sich nehmen. Außerdem wird die Erzeugung des Hungerhormons Ghrelin verringert, da ein Großteil des Magens entfernt worden ist.

Die bekanntesten Methoden einer Magenverkleinerung

Man unterscheidet zwischen restriktiven Techniken, bei denen der Magen selbst verkleinert wird, und der Malabsorption, bei der Ärzte den Magen mit Klammern auf die Größe eines Golfballs verkleinern und den Weg der Nahrung umleiten.

Zu beachten ist, dass die Patienten nach diesen Eingriffen nicht mehr genug wichtige Nährstoffe zu sich nehmen können und somit ihr Leben lang Vitamine- oder Mineralienpräparate einnehmen müssen.

Wie viel wird i.d.R. vom Magen entfernt?

Um die 80 % des Magens werden bei einer Magenverkleinerung entfernt. Der neue Magen kann nach der Op nur noch etwa 200 ml aufnehmen, das entspricht ungefähr ein kleines Wasserglas.

Leben mit verkleinertem Magen

Nach einer Magenverkleinerung kann der Patient i.d.R. ganz normal ohne große Beeinträchtigung weiterleben. Allerdings wird er anfangen müssen, gut kauen und sollte kalorienhaltige und kohlensäurehaltige Getränke meiden.


Prof. Dr. Marc Ziegenbein, Psychologe und Chefarzt am Klinikum Wahrendorff in Sehnde-Ilten, erklärt hier, warum so viele Menschen ein Problem mit dem Abnehmen haben:

Warum scheitern so viele dabei abzunehmen?
Was passiert da genau im Kopf?
Warum essen dicke Menschen einfach nicht weniger?
Haben Männer oder Frauen größere Probleme beim Abnehmen?
Machen Diäten langsam oder radikal sinn?
Wie kann man unzufriedene Personen zum Abnehmen motivieren?
Sind Magenverkleinerungen nicht durch weniger Essen umgänglich?
Ist der Ansatz "Dicke sind selber Schuld" Quatsch?
Wie kann ich eine andere Person beim Abnehmen unterstützen?
Wo erkennt man die Grenze, ob Jemand nur ein paar Pfunde zu viel drauf hat oder schon fettleibig ist?
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