Was ist Mers?

MERS steht für Middle East Respiratory Syndrome und ist eine Erkrankung der Atemwege, die das erste Mal 2012 nachgewiesen wurde. Wie gefährlich dieser Virus eigentlich ist erfahrt ihr hier!


Wie steckt man sich an?
Die Erkrankung tritt am häufigsten in den Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien auf.
Auslöser ist der MERS-Coronavirus, der vor allem durch direkten Kontakt mit Dromedaren übertragen wird. Wie genau ist jedoch unklar, deshalb solltet ihr bei Reisen in die Region den Kontakt zu Dromedaren vermeiden.
Auch von Mensch zu Mensch ist eine Ansteckung möglich, allerdings vermutlich nur durch Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion, also bei engerem Kontakt. Regelmäßiges gründliches Händewaschen ist daher Pflicht.


Was sind die Symptome?
Die Erkrankung ist zunächst nicht einfach von einer normalen Grippe zu unterscheiden. Fieber, Husten und Kurzatmigkeit gehören zu den typischen Anzeichen. Bei schweren Verläufen kann es zu Lungenentzündungen und sogar Nierenversagen kommen, bei manchen Erkrankten treten allerdings gar keine Symptome auf.


Wie gefährlich ist der MERS-Virus?
Die Arabische Halbinsel gilt als Risikogebiet. Hier ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung besonders hoch, insbesondere bei Kontakt zu Dromedaren. Eine Mensch-zu-Menschen-Übertragung ist zwar selten, aber auch wer in Kontakt mit einem Erkrankten kommt, kann sich anstecken.
Wie lange ein Infizierter andere Menschen anstecken kann, ist jedoch nicht bekannt. Auch einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Seit Ausbruch der Krankheit 2012 gab es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1.040 Erkrankungen, 383 der Patienten starben. In Deutschland ist der aktuelle Fall der dritte am MERS-Virus erkrankte Patient überhaupt.