Es geht um die Wurst!

Im Spetember 2016 hat die Stiftung Warentest auch vegetarische Frikadellen, Schnitzel und Würste getestet. Und auch dort stecken in vielen Sorten Mineralölrückstände.

Schlechte Nachrichten auch für "normale" Würstchen-Liebhaber: Die Zeitschrift Öko-Test hat im Juni 2016 insgesamt 20 Grillwürstchen aus Schweinefleisch aus dem Kühlregal getestet und dabei sind 11 Sorten durchgefallen.

Es wurden besonders die Inhaltsstoffe und Transparenz bei der Tierhaltung geprüft. Dabei waren Würstchen aus Supermärkten, Discountern und Bio-Läden.

Besonders die konventionellen Würstchen bekannter Marken sind durchgefallen, viele verstoßen z. B. gegen das Tierwohl oder haben zu hohe Antibiotika- und Phosphatwerte, die Meisten sind aber wegen stark erhöhter Mineralölrückstände durchgefallen.


Die Verunreinigungen mit Mineralöl kommen, wie eine großte Studie von foodwatch im Jahr 2015 festgestellt hat, durch die Verpackungen aus Pappe oder Plastik, in das z. B. die Würste eingeschweißt werden.

Besonders Pappverpackungen aus eigentlich umweltfreundlichem Recycling von Zeitungspapier enthalten hohe Mineralölwerte und geben sie offenbar auch an Lebensmittel ab. Und die Weichmacher im Plastik sowieso.

Die sogenannten aromatische Mineralöle stehen in Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht davon aus, dass sich die Gemische im menschlichen Körper anreichern können. Es liegen aber noch keine Grenzwerte vor, durch die eine direkte Schädigung nachgewiesen werden konnte.


Wenn ihr trotzdem lieber eure eigenen Würtchen herstellen möchte, könnt ihr das relativ leicht machen. Auf www.wurst-rezept.de findet ihr zum Beispiel ein einfaches Bratwurstrezept, für das ihr lediglich einen Fleischwolf und einen Wurstfüller (gibt es z. B. als Aufsatz für Küchenmaschinen) braucht.

Oder ihr kauft die Wurst frisch an der Theke, dort kommt sie dann ja nur kurzzeitig mit Plastik in Kontakt...