Pech oder Glück am Freitag, den 13.?

Woher kommt der Begriff "Aberglaube"?
Der Begriff wurde bereits im späten Mittelalter von der Kirche verwendet. Er bezeichnet alles, was dem christlichen Glauben gegenübersteht ('Wider'glaube) und hinter dem okkulte Machenschaften vermutet wurden.

Beispiele für Aberglauben:

Freitag der 13.
Freitag der 13. wird als der Tag des Unglücks wahrgenommen, wobei er es aber nachweislich nicht ist. Triskaidekaphobie, die abergläubische Angst vor der Zahl 13, ist auf eine christliche Geschichte zurückzuführen. Beim Abendmahl mit den Aposteln war der Verräter Judas angeblich der 13. Anwesende, wodurch die 13 zur Unglückszahl wurde.
Die Angst vor Freitag wird medizinisch auch Paraskavedekatriaphobie genannt. Angeblich war der Todestag Jesus Christus ein Freitag und kombiniert mit der Unglückszahl 13 kam es so zum auch heute noch abergläubisch behafteten Freitag dem 13.
Lange Zeit hieß die Zahl 13 im Volksmund „Dutzend des Teufels“.
In jedem Jahr gibt es mindestens einen Freitag den 13., jedoch höchstens drei. Im Jahr 2012 gibt es die Höchstzahl.
Eines der ersten bezeugten „Unglücksereignisse“, die auf einen Freitag den 13. fielen, war die am 13. Oktober 1307 vom französischen König Philipp IV. befohlene Verhaftung aller Mitglieder des Templerordens (Tempelritter).
Auswertungen von Unfalldaten haben allerdings ergeben, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an einem Freitag dem 6. oder 20.

Daumen drücken
Früher ging man davon aus, dass die Körperteile von Gehängten den Lebenden Glück bringen. Eine besondere Kraft wurde dabei dem Daumen zugesprochen. Wer also den Daumen eines Gehängten bei sich trug, hatte angeblich besonders viel Glück.
Heute wird jedoch - zum Glück - nur der eigene Daumen gedrückt.

Finger kreuzen
In Nordamerika und in England kreuzt man die Finger, um jemandem Glück zu wünschen. Das Kreuzen von Zeige- und Mittelfinger bedeutet ursprünglich Glück. Dies kommt von den Zeiten der Hexen. Mit gekreuzten Fingern wehrte man böse Giester und Hexen ab.
Kreuzt man die Zeige- und Mittelfinger aber heimlich hinter dem Rücken, so macht es nichts aus, das man gerade vorsätzlich nicht die Wahrheit sagt.

Schwarze Katze
Ihren schlechten Ruf als Unglücksbote hatte die schwarze Katze nicht immer - ganz im Gegenteil: in Ägypten waren Katzen noch heilige Wesen, denen zu Ehre man Statuen errichtete.
Mit dem Aufkommen des Christentums wurde die Katze unter anderem wegen ihrer leuchtenden Augen zum Inbegriff des Heidentums, Gehilfe der Hexen und gar des Teufels.
Dass die Unglückskatze aber schwarz ist, ist den Kelten zuzuschreiben. Die behaupteten nämlich, dass gerade die schwarzen Katzen ungezogen seien und Schlangen ins Haus brächten.
Besonderes Unglück droht, wenn die schwarze Katze von links nach rechts den Weg kreuzt, oder stehen bleibt.

Scherben bringen Glück, zerbrochene Spiegel Pech
Der Grund für das Pech liegt darin, dass ein Spiegel die Seele des Hineinschauenden beherbergt und wenn er zerbricht, so zerbricht auch die Seele und sieben Jahre Pech folgen.
Aber nicht nur das, denn auch böse Geister, Dämonen und andere finstere Kreaturen können durch die Scherben freigesetzt werden.

Scherben können aber auch Glück bringen, weshalb ein Schiff mit einer Glasflasche getauft oder vor einer Hochzeit Porzellan zerschlagen wird. Dabei werden durch den Lärm böse Geister vertrieben und das Glück wird somit nicht gestört.

Nicht unter einer Leiter durchgehen
Grund dafür ist das Dreieck, das durch Leiter, Wand und Boden oder durch die aufgeklappte Leiter entsteht. Dreiecke habe eine heilige Bedeutung und geht man unter einer Leiter durch, verletzt man den heiligen Raum und zieht das Unglück mit sich.

Dreimal auf Holz klopfen
Dreimal auf Holz klopft man, wenn man Glück gehabt hat oder zufrieden mit etwas ist. Wichtig bei diesem Brauch ist die Zahl 3, die im Gegensatz zur Zahl 13 Glück bringen soll. Es wird also dreimal auf Holz geklopft, wobei durch das Geräusch böse Geister vertrieben werden sollen, die das Glück hemmen könnten.
Früher klopfte man auf ein Kreuz aus Holz, um Gottes Beistand zu haben. Von diesem Brauch ist nur noch das Material Holz übrig geblieben, weshalb man auch heute noch dreimal auf Holz klopfen muss.
Sehr wichtig ist auch, dass man sein Glück oder Zufriedenheit nicht ausspricht, denn das wiederrum zieht böse Geister an.

Brot und Salz zum Einzug
Brot und Salz sollten in ein neues Zuhause gebracht werden, damit Glück und Segen im Heim herrschen. Früher standen beide Lebensmittel außerdem für Wohlergehen, Sesshaftigkeit und Gemeinschaft.

Geisterstunde
Mitternacht ist de facto die dunkelste Stunde der Nacht, da zu diesem Zeitpunkt die Sonne den tiefsten Punkt ihrer täglichen Ellipse um die Erde herum erreicht. Um diese Tatsache herum ranken natürlich viele Mythen. Alten Berichten zufolge sollen Geister beobachtet worden sein, die um Mitternacht aus ihren Gräbern kamen. Gerade auf Friedhöfen wandeln die Geister, besonders die von Mördern, Selbstmördern oder Ermordeten mit Vorliebe, so sagt man und auch Hexenversammlungen und Teufelsanbetungen sollen stets zu diesem Zeitpunkt stattgefunden haben.

Beispiele für Glücksbringer:

Kleeblatt
Da ein vierblättriges Kleeblatt sehr selten ist, gilt es als Glücksbringer. Es muss jedoch zufällig gefunden werden, denn gezüchtete vierblättrige Kleeblätter bringen Pech. Näht man ein vierblättriges Kleeblatt in die Kleidung, ist man auf seinen Reisen vor Unglück geschützt.

Glückspfennig
Der Glückspfennig, oder heute auch Glückscent, steht stellvertretend dafür, dass dem Besitzer niemals das Geld ausgeht.

Marienkäfer
Dieser Glücksbringer ist der Bote der Mutter Gottes und soll Kinder beschützen und Kranke heilen, wenn er auf einen zufliegt. Schüttelt man einen Marienkäfer ab, oder tötet ihn, zieht das großes Unglück nach sich.

Hufeisen
Da das Pferd für Stärke und Kraft steht, gilt das Hufeisen ebenfalls als Glücksbringer. Es wird über die Tür gehängt, damit es dem Teufel auf den Kopf fallen möge, falls er versuchen sollte, das Haus zu betreten. Um das Glück in sich zu behalten, muss das Hufeisen mit der Öffnung unbedingt nach oben zeigen.

Glücksschwein
Der wilde Eber galt in Germanien als heilig. So kommt es, dass das Schweinchen immer noch als Glückssymbol genutzt wird.