Welche Frau war die Erste?

Der Kampf um Gleichbehandlung zwischen Männern und Frauen ist auch im Jahr 2018 noch nicht vorbei. Denn Frauen in Deutschland verdienen immer noch durchschnittlich 22% weniger als Männer in vergleichbaren Positionen.

Frauen haben viele Berufe erst viel später ergriffen als Männer. Doch kaum jemand weiß, welche Frau z. B. die erste Pilotin war oder den ersten Nobelpreis gewonnen hat. Das ändern wir mit jetzt mit dieser Auflistung.


Sabiha Gökçen war die erste türkische Pilotin und die erste Kampfpilotin der Welt. Sie war eines von acht Adoptivkindern Mustafa Kemal Atatürks. Während der Niederschlagung des Dersim-Aufstandes im Jahr 1937 flog sie ihre ersten Einsätze.


Walentina Wladimirowna Tereschkowa war im Jahr 1963 als sowjetische Kosmonautin die erste Frau im Weltraum. Am 16. Juni startete sie vom Kosmodrom in Baikonur an Bord von Wostok 6 zu einer fast drei Tage dauernden Reise ins All und umkreiste die Erde 48-mal. Ihr Funkrufname war Tschaika (Möwe). Erst 19 Jahre später startete die zweite Frau - Svetlana Savitskaya - ins Weltall.


Maria Teresa de Filippis war die erste Frau, die bei einem Lauf der Automobil-Weltmeisterschaft startete, die heute Formel-1-Weltmeisterschaft heisst. Ihr erstes Rennen fuhr die Italienerin beim Großen Preis von Monaco im Jahr 1958.


Die deutsche Krankenschwester Henriette Arendt wurde 1903 in Stuttgart die erste Polizeiassistentin Deutschlands.


Verena Merethe von Weymarn war der erste weibliche General in der deutschen Geschichte. Sie erreichte am 1. April 1994 den Dienstgrad eines Generalarztes. Mit Gesine Krüger und Erika Franke gab es bisher insgesamt lediglich drei Frauen im Generalsrang in der Bundeswehr. Aktuell im Dienst sind rund 200 Generäle, aber mit Erika Franke nur eine Generalin...


Die gebürtige Engländerin Elizabeth Blackwell war eine der ersten Ärztinnen mit Hochschulabschluss. 1849 schloss sie ihr Medizinstudium als Jahrgangsbeste ab. Circa 100 Jahre vorher (1754) wird Dorothea Erxleben auf Befehl des preußischen Königs als erste Frau Deutschlands zur Promotion im Fach Medizin an der Universität Halle zugelassen.


Marie Curie ist die erste Frau mit Nobelpreis. Die gebürtige Warschauerin wurde im Jahr 1903 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet und 1911 auch noch mit dem Nobelpreis für Chemie. Damit ist sie die einzige Frau unter den vier Mehrfach-Nobelpreisträgern und neben Linus Pauling die einzige Person, die Nobelpreise auf zwei unterschiedlichen Gebieten erhalten hat.


1993 gab es die erste Ministerpräsidentin eines Bundeslandes in Deutschland. Die SPD-Politikerin Heide Simonis stand 12 Jahre lang an der Spitze der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung.


Bertha Benz, Frau des Ingenieurs und Automobilpioniers Carl Benz, unternahm 1888 die erste Überlandfahrt der Geschichte. Dies tat sie, um zu beweisen, dass dem Automobile die Zukunft gehören wird. Die Route ging von Mannheim nach Pforzheim. Es wird gemunkelt, dass sie dies heimlich ohne Erlaubnis ihres Mannes tat.


Die Niederländerin Karin Dorrepaal zog im September 2004 als erste Frau überhaupt in den Vorstand eines der 30 stärksten im DAX börsennotierten Unternehmen ein.


Die US-amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Mary Earhart überquerte am 17./18. Juni 1928 als erste Frau den Atlantik in einem Nonstop-Flug.


Die Sportreporterin Claudia Neumann war 2016 die erste Frau, die im deutschen TV ein EM-Spiel kommentierte. Mit Sabine Töpperwien berichtete erstmals 1989 eine Frau regelmäßig in der ARD-Bundesligakonferenz von der Fußball-Bundesliga.


Annaliese Teetz ist die erste Kapitänin Deutschlands. Die Blankeneserin darf seit 1955 offiziell die Weltmeere durchfahren und eine Mannschaft führen.


Die deutsch-amerikanische Juristin Marie Munk war die erste Richterin Deutschlands. Seit 1930 urteilte sie am Amtsgericht Charlottenburg und Landgericht Berlin. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurde ihr allerdings 1933 verboten, weiter als Richterin tätig zu sein.


Elisabeth Haseloff war die erste Frau, die in Deutschland als evangelisch-lutherische Pastorin tätig war. Im September 1958 verabschiedete die Evangelisch-lutherische Kirche in Lübeck ein Kirchengesetz, das die Errichtung einer Planstelle für die übergemeindliche Frauenarbeit ermöglichte. Elisabeth Haseloff erhielt diese Stelle.