Kindergartenplatz ergattern!

Seit dem 1. August 2013 gilt für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege.

Auch wenn es bereits 59.000 Plätze in Niedersachsen gibt, werden einige Kinder trotzdem keinen Platz bekommen.

Was ihr dann tun könnt, haben wir für euch recherchiert:

Was kann ich denn tun, wenn mein Kind leer ausgegangen ist?
Vor allem kann man vor einem Verwaltungsgericht klagen. Das geht auch ohne Anwalt, ein Antrag reicht völlig aus. Wenn es besonders schnell gehen soll, müßte ein Rechtanwalt ein Eilverfahren anschieben.
Ihr könnt euer Kind aber auch privat unterbringen und die Mehrkosten dann per Schadenersatzverfahren von der Kommune zurückfordern. Bisher gibt es dazu aber noch keine Rechtssprechung, es ist also noch unsicher, ob ihr das Geld auch wiederbekommt.

Was ist, wenn die Kommune eine Tagesmutter anbietet?
Laut Gesetz besteht ein Recht auf Frühförderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Es kann deshalb passieren, dass ihr statt einer gewollten KITA eine Tagesmutter angeboten bekommt, weil die Kapazität in der Kommune nicht reicht. Dann empfehlen Experten, auch flexibel zu bleiben und das Angebot anzunehmen, wenn es denn zumutbar ist.

Was gilt denn als zumutbar zum Beispiel in Bezug auf die Entfernung des Betreuungsplatzes?
Dazu gibt es noch keine genaue Kilometerangabe. Bisher gilt eine halbe Stunde Fahrzeit pro Strecke als zumutbar.

Mehr Infos gibt es auch auf www.fruehe-chancen.de.