Infos zu Schaltjahren!

Ca. 55.000 Deutsche sind an einem Tag geboren, den es nur alle vier Jahre gibt: dem 29. Februar.
Auch 2016 ist wieder ein Schaltjahr. Das freut vor allem die Wirtschaft, denn durch den zusätzlichen Werktag entsteht ein Produktivitäts-Plus in Milliardenhöhe.
Doch warum gibt es Schaltjahre überhaupt? Wir erklären es euch hier.


Was ist ein Schaltjahr?
In einem Schaltjahr wird die Differenz zwischen einem (meist auf dem gregorianischen Kalender beruhenden) Kalenderjahr und dem astronomischen Sonnenjahr ausgeglichen.
Ein Sonnenjahr ist der Zeitraum, den die Erde braucht, um die Sonne zu umkreisen. Das schafft sie in 365 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden.
Das Schaltjahr mit 366 Tagen hebt dann alle 4 Jahre den Unterschied zu den 365 Tagen beim Kalenderjahr auf.


Wie sind Schaltjahre entstanden?
Der römische Kaiser Gaius Julius Caesar führte 45 v. Chr. den Julianischen Kalender ein. Schon damals wurde die Differenz zwischen Kalender- und Sonnenjahr erkannt, so dass in jedem vierten Jahr auf den 24. Februar ein zweiter 24. Februar folgte. Man führte einen zweiten 24. Februar ein, damit man keinen Geburts- oder Namenstag ausfallen lassen mußte. Dabei betrug die Abweichung trotzdem noch einen Tag alle 128 Jahre.

Im Jahr 1582 betrug die Differenz des Julianischen Kalenders gegenüber dem Sonnenjahr bereits 10 Tage. Papst Gregor XIII. ließ deshalb in diesem Jahr mit der Einführung des gregorianische Kalenderjahrs auf den 4. Oktober den 15. Oktober folgen, um die Kalender wieder anzugleichen. Den 24. Februar gab es aber weiterhin in jedem vierten Jahr doppelt.
Um nicht wieder so eine große Differenz anzusammeln, führte er eine weitere Regel ein: Schaltjahre sind nur Schaltjahre, wenn sie ohne Rest durch 4 und durch 100 teilbar sind. Alle anderen werden nicht als Schaltjahre gezählt. Der Unterschied der Kalender hat sich mit dieser Regelung auf 1 Tag in mehr als 3.000 Jahren verringert.

Der gregorianische Kalender in der Form, wie er 1582 erdacht wurde, hat sich auch ausserhalb der katholischen Kirche durchgesetzt und bildet die Grundlage des heutigen Kalenders.


Warum wurde der 29. Februar geschaffen?
Nach dem bäuerlichen Kalender begann das Jahr mit dem 1. März. Dann konnten die Felder konnten wieder neu bestellt werden, da der Winter vorbei war. Für sie war der Februar der letzte Monat im alten Jahr. Der Schalttag wurde also einfach an das Ende des Bauern-Jahres angehängt.
Dass der Februar als kürzester Monat ausgewählt wurde, könnte auch auf Cäsar zurückgehen. Im römischen Kalender war der Februar ebenfalls der letzte Monat im Jahr.


Das Schaltjahr in Niedersachsen in Zahlen:

  • Am 29.2.2012 haben sich in Niedersachsen 110 Paare das Jawort gegeben und können 2016 ihren ersten Hochzeitstag feiern
  • 166 Kinder, die am 29.2.2012 geboren worden sind, haben "zum ersten Mal Geburtstag" und werden auf einen Schlag vier Jahre alt.
  • 197 Jugendliche, die am 29.2.2000 geboren worden sind, werden 16 Jahre alt.
  • 2008 wurden 161 Kinder am 29.2. geboren
  • 2004 wurden 153 Kinder am 29.2. geboren