Weltkulturerbestätten im Norden!

Die Goslarer Altstadt und das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg gehören in diesem Jahr seit 25 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit. So wie 25 weitere Stätten im Norden, die alle eine Reise wert sind. Hier findet ihr sie und außerdem alle anderen Stätten in Deutschland.


Die UNESCO verleiht seit 1975 den Titel Welterbe (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind. Die Stätten werden von den einzelnen Ländern vorgeschlagen und dann von der UNESCO geprüft.

Aktuell (Stand November 2017) gibt es 1.073 Stätten in 167 Ländern. Davon sind 832 als Weltkulturerbe und 206 als Weltnaturerbe gelistet, weitere 35 Stätten werden als gemischte Kultur- und Naturerbestätte geführt.
In Deutschland gibt es 42 Welterbestätten (39 Weltkulturerbe und 3 Weltnaturerbe).

Ein paar Beispiele:
  • Dom in Aachen
    Über einen Zeitraum von 600 Jahren (936-1531) wurden hier 30 deutsche Könige gekrönt. Die Sammlungen des Aachener Domschatzes zeigen sakrale Kulturschätze aus spätantiker, karolingischer, ottonischer und staufischer Zeit. Sie sind als Kunstwerke sowie als archäologische und geschichtliche Dokumente von unschätzbarem Wert.

  • Das Fagus-Werk in Alfeld
    Die von Walter Gropius im Bauhaus-Stil errichtete Schuhleisten-Fabrik gilt als Ursprungsbau der Moderne. Markenzeichen sind die Konstruktion der Fassade aus Glas und Stahl und die stützenlosen, vollständig verglasten Ecken.

  • Muskauer Park in Bad Muskau
    Landschaftsgärtner Hermann Fürst von Pückler-Muskau hat im frühen 19. Jahrhundert eines der wohl schönsten Landschafts- und Gartenkunstwerke weltweit geschaffen. Das circa 830 Hektar große Areal besteht aus mehreren Parkteilen auf deutscher und polnischer Seite.

  • Museuminsel in Berlin
    Das weltweit einzigartige Ensemble mit seinen fünf tempelartigen Bauten birgt Schätze aus 6.000 Jahren Menschheitsgeschichte

    Siedlungen der Berliner Moderne
    Als Gegenentwurf zu den düsteren Mietskasernen der Kaiserzeit entstanden zwischen 1913 und 1934 die sechs Siedlungen. Mit ihren klaren Formen wurden die Siedlungen bestimmend für Architektur und Stadtplanung des 20. Jahrhunderts.

  • Rathaus und Roland in Bremen
    Die prunkvolle Fassade des Bremer Rathauses ist ein Paradebeispiel der norddeutschen Weserrenaissance. Zusammen mit dem Roland, der „Freiheitsstatue“ der Bremer, steht es damals wie heute für den Stolz der Bremer auf ihre Stadt, ihre Freiheit und ihre Souveränität.

  • Zeche Zollverein in Essen
    Die Zeche Zollverein Schacht XII in Essen war die weltweit größte und modernste Förderanlage für Steinkohle und ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. Heute ist die Zeche mit ihrer vom Bauhaus beeinflussten Architektur eine Ikone moderner Industriearchitektur und ein Zentrum der Kunst und Kultur.

  • Bergwerk Rammelsberg & Altstadt in Goslar
    Rund 1.000 Jahre Bergbau dokumentiert der Rammelsberg am Rande der Altstadt, einst das größte zusammenhängende Kupfer-, Blei- und Zinkerzlager der Welt.

    Oberharzer Wasserregal
    Das Oberharzer Wasserregal ist ein hauptsächlich im 16. bis 19. Jahrhundert geschaffenes System zur Umleitung und Speicherung von Wasser, das Wasserräder in den Bergwerken des Oberharzer Bergbaus antrieb. Es gilt als das weltweit bedeutendste vorindustrielle Wasserwirtschaftssystem.

  • Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus in Hamburg
    Sie ist das größte zusammenhängende, einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt und vermittelt in einzigartiger Weise die maritime Industriearchitektur. Bis heute ist die Speicherstadt nahezu unverändert erhalten.

  • Dom und Michaeliskirche in Hildesheim
    St. Michaelis und der Dom St. Mariä Himmelfahrt sind zwei herausragende Beispiele frühromanischer Baukunst. Die beiden Kirchenbauwerke symbolisieren die Blüte religiöser Kunst im Heiligen Römischen Reich, legen Zeugnis von der Schaffenskraft des Bischofs Bernward ab und beeindrucken mit weltbekannten historischen Kunstschätzen.

  • Karolingisches Westwerk und Civitas Corvey in Höxter
    Das Westwerk ist das einzige erhaltene Modell aus der Zeit der Karolinger. Es verbindet die karolingische Architektur mit antiken Vorbildern. Die Reichsabtei Corvey war ein geistiges und religiöses Zentrum des Frankenreichs.

  • Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel
    Der 240 Hektar große barocke Bergpark gilt als Europas größter Bergpark. Zusammen mit dem Schloss Wilhelmshöhe bildet er ein einzigartiges Gesamtensemble, das Kultur, Natur und Gartenbaukunst in perfekter Harmonie miteinander verbindet.

  • Altstadt von Lübeck
    Lübeck wurde im Jahre 1143 als erste „abendländische Stadt an der Ostseeküste“ gegründet. Die mittelalterliche Altstadt ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Backsteingotik und erinnert an die große Vergangenheit als frühes Zentrum des Welthandels.

  • Das Wattenmeer der Nordsee
    Es zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft anpassen, und es bietet ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Rund 10.000 Arten von einzelligen Organismen und Pilzen, bis hin zu höheren Pflanzen und Tieren leben hier.

  • Stiftskirche, Schloss und Altstadt in Quedlinburg
    Die Stadt war im Mittelalter eine der wichtigsten Königs- und Kaiserpfalzen. Mit über 1.300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten, einer Reihe von Jugendstilbauten und dem historischen Stadtgrundriss gilt sie als außergewöhnliches Beispiel für eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Stadt.

  • Klassisches Weimar
    Eine besondere Blüte erlebte die Stadt im frühen 19. Jahrhundert, als mit Goethe, Schiller und Herder gleich drei der bekanntesten Geistesgrößen Europas hier residierten. Das Ensemble „Klassisches Weimar“ zeugt heute von der aufgeklärten, höfischen und zugleich bürgerlichen Kultur um 1800.

  • Altstädte Stralsund und Wismar
    Die historischen Stadtkerne beider Städte begeistern mit nahezu unverändert bewahrten mittelalterlichen Grundrissen und weitgehend erhaltener Bausubstanz aus der Zeit der Backsteingotik.

  • Luthergedenkstätte Eisleben und Wittenberg
    Noch heute kann in Eisleben und der Lutherstadt Wittenberg das Flair der Reformation unmittelbar erlebt werden. Hier befinden sich einzigartige Luthergedenkstätten wie das Geburts- und Sterbehaus des Reformators, das Kloster, in dem er wohnte, sowie die Kirche, an die er seine 95 Thesen schlug.

  • Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau
    Bauhaus revolutionierte weltweit das künstlerische und architektonische Denken und Arbeiten des 20. Jahrhunderts. Zur Welterbestätte zählen das Bauhausgebäude und die sieben Meisterhäuser in Dessau; die ehemalige Kunstschule, die ehemalige Kunstgewerbeschule und das Haus am Horn in Weimar, die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau bei Berlin und die fünf Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau.

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