Probleme mit Handwerkern?!

Auch ihr habt sicher schon einmal Ärger mit einem Handwerker gehabt, der euch übers Ohr gehauen oder einfach nur nicht verstanden hat, was ihr genau wolltet und deshalb ein falsches Ergebnis abgeliefert hat.

Um Ärger und zusätzliche Kosten zu vermeiden, solltet ihr einige Dinge schon im Vorfeld beachten. Was ihr tun könnt, wenn es zu Problemen kommt, erfahrt ihr ebenfalls hier.

Lasst euch auf jeden Fall einen ausführlichen Kostenvoranschlag geben. Dafür müßt ihr nämlich genau mit dem Handwerker absprechen, welche Arbeitsschritte gemacht werden sollen. Am besten sollte dieses Angebot auch gleich einen festen Zeitraum enthalten, in dem die Arbeiten durchgeführt werden können/sollen.

Es gibt übrigens zwei Arten von Kostenvoranschlägen:
Beim unverbindlichen Kostenvoranschlag müßt ihr frühzeitig informiert werden, wenn der vereinbarte Preis für mehr als 10 bis 15 Prozent überschritten wird. Dann könnt ihr entscheiden, ob ihr die Zusatzkosten bezahlen möchtet.
Der verbindliche Kostenvoranschlag enthält einen Festpreis und es ist detailiert aufgeführt, was an Arbeiten enthalten ist. Dieser Preis ist meist höher, weil er bereits einen "Puffer" enthält, falls unvorhersehbare Probleme auftreten.

Setzt besonders bei großen Projekten einen Zeitrahmen. Am besten ihr lasst die "Abgabetermine" gleich mit in das Angebot schreiben. Besonders sicher könnt ihr sein, wenn ihr eine Teilzahlung nach Abnahme von Teilabschnitten vereinbart, sodass ihr schon gleich bei der ersten Überschreitung eingreifen könnt und auch eine finanzielle Handhabe habt.
Damit ihr die Ankunfts-, Pausen- und Abfahrtszeiten mitbekommt, solltet ihr am besten selbst oder eine Vertrauensperson anwesend sein, wenn die Handwerker vor Ort sind.
Achtet auch darauf, ob die in Rechnung gestellten Meisterstunden auch von einem solchen erledigt wurden. Die ortsüblichen Stundenlöhne erfahrt ihr bei den Handwerkskammern.

Wenn ihr mit den Arbeiten unzufrieden seid, müßt ihr eine sogenannte Mängelrüge (schriftlich mit einer genauen Fristsetzung und per Einschreiben mit Rückschein) aussprechen. Darin müßt ihr dem Handwerker eine angemessene Frist zur Nachbesserung geben. Erst wenn diese Frist ohne Ergebnis abgelaufen ist, könnt ihr Schadenersatz verlangen und/oder den Schaden von jemand anderem beheben lassen.
Auch wenn es gesetzlich nicht geregelt ist, solltet ihr dem Handwerker bis zu zwei Mal die Möglichkeit geben, die Mängel zu beheben bzw. neu anzufangen.

Schlichtungsstellen der Handwerkskammern vermitteln kostenlos zwischen euch und den Handwerkern, die deren Mitglieder sind. Ein Verzeichnis für Niedersachsen finden ihr auf www.ihk.de.
Einige Hanwerkskammern können euch auch Listen mit Sachverständigen zur Verfügung stellen. Diese müßtet ihr allerdings auf eure Kosten beauftragen.