Infos zu Rauchmeldern!

Wenn es nachts in der Wohnung brennt, sind die Bewohner in großer Gefahr, denn im Schlaf funktioniert der Geruchssinn nicht. Es ist Pflicht, bis spätestens Januar 2016 Rauchmelder in der Wohnung oder im Haus eingebaut zu haben. Aber wohin genau damit und wer ist dafür zuständig? Das lest ihr hier.


Wer ist für den Einbau verantwortlich?
Grundsätzlich ist der Hauseigentümer für das Bereitstellen und den Einbau der Rauchmelder verantwortlich. Die Wartung muss der Mieter übernehmen, zum Beispiel einmal im Jahr checken, ob der Melder noch funktioniert oder eine neue Batterie eingesetzt werden muß.
Doch auch wenn die Rauchmelderpflicht in Niedersachsen per Gesetz gilt: eine Kontrolle gibt es nicht. Wird aber ein Mieter bei einem Brand verletzt oder stirbt sogar, muss der Vermieter mit einer Geldbuße oder anderen strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Und auch die Versicherungen müssen nicht zahlen, wenn kein Rauchmelder vorhanden war.

 


Wo und wie muss der Rauchmelder angebracht werden?

Damit sie frühzeitig warnen können, müssen die Rauchmelder in jedem Schlaf- und Kinderzimmer angebracht werden. Außerdem in den Fluren, die als Fluchtweg dienen. Zwar ist ein Rauchmelder im Wohnzimmer nicht Pflicht, es wird aber auch dort empfohlen.
Der Melder sollte an der Decke in der Raummitte und mit mindestens einem halben Meter Abstand zur Wand installiert werden. Es ist nicht sinnvoll, den Rauchmelder in die Nähe eines Luftschachtes oder einer Klimaanlage zu installieren, weil so ein Fehlalarm ausgelöst werden könnte.


Wie funktioniert ein Rauchmelder?
Wie man sehen kann, sendet im Rauchmelder eine Infrarotdiode dauerhaft und in regelmäßigen Abständen Lichtsignale bzw. einen Impuls. Wenn es nicht brennt, es also keine Rauchpartikel in der Luft gibt, die das Lichtsignal reflektieren, bleibt das Gerät stumm. Wenn das Licht "gebrochen" wird, wird ein Summton ausgelöst.


Wer haftet bei einem Fehlalarm?
In Hannover brach 2010 die Feuerwehr eine Wohnungstür auf, nachdem Nachbarn das Piepen des Rauchmelders als Alarm interpretiert hatten. Der Vermieter wollte das Geld für die Tür vom Mieter bezahlt bekommen, doch das Amtsgericht urteilte anders: Ein Rauchmelder diene der Sicherheit, der Vermieter verlor vor Gericht. Grundsätzlich gilt: Lieber "umsonst" die Polizei bzw. Feuerwehr rufen, als ein Menschenleben gefährden.