Alles rund um die Handtasche!

Sie sind manchmal kaum größer als ein Portemonnaie oder so groß, dass ein Aktenordner ohne Probleme hineinpasst. Manche könnt ihr euch über die Schulter hängen und andere baumeln nur ums Handgelenk. Es gibt sie in Leder, aus Stoff, Plastik, sogar aus Holz, Korb oder Metall und sie begleiten Frauen auf der ganzen Welt Tag für Tag: die Handtaschen.

Eine Frau in Deutschland besitzt in ihrem Leben durchschnittlich zwanzig Handtaschen. Und verbringt 76 Tage ihres Lebens damit, darin herum zu kramen. Aber seit wann gibt es die Handtasche überhaupt? Was gehört alles zur perfekten Ausstattung? Und wie schwer sollte sie sein? Hier erfahrt ihr alles rund um die Handtasche.


Die Geschichte der Handtasche:

  • Schon in der Steinzeit sollen Frauen in kleinen Lederbeuteln Beeren und Kräuter gesammelt haben. Damit war die Ur-Form der Handtasche geboren.
  • Im Mittelalter trugen vor allem Männer Beutel aus Stoff oder Leder am Gürtel. Um 1600 wurden die Taschen auch für Frauen ein Begleiter am Gürtel oder unter dem Rock. Teilweise nähte man sie auch direkt in die Kleidung. Diese Art von Beuteln und Taschen diente in erster Linie dem sicheren Transport.
  • Erst im 18. Jahrhundert etablierte sich die Handtasche zu einem Modeaccessoire. In Paris kamen um 1790 kleine Beutel auf, die sogenannten "Ridicules". Übersetzt hießen diese Täschchen "lächerlich" und spielten auf die Größe an: Darin war gerade einmal Platz für ein Taschentuch.
  • Nach dem 1. Weltkrieg war vor allem Leder Mangelware. In dieser Zeit kamen deshalb Taschen aus Stoff vermehrt in Mode.
  • In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts begannen Frauen vermehrt zu arbeiten und den Lebensunterhalt für ihre Familie zu verdienen. Damit wurde auch die Handtasche mehr und mehr zum Alltagsbegleiter der Frauen während ihrer Arbeit.

Was gehört in eine Handtasche?
Puder, Lipgloss, Wasserflasche, Kaugummi, Taschentücher, Handcreme, Notizbuch, Handy, Sonnenbrille, Regenschirm - es gibt Handtaschen, die aus allen Nähten platzen. Das ist nicht nur unübersichtlich, sondern auch gesundheitsschädigend.
Taschen sollten niemals über 5 Kilo schwer sein, ansonsten belasten sie Rücken und Bandscheiben. Wir haben eine Checkliste für euch, damit eure Tasche nicht zu schwer wird:

  • Faustformel
    Die Handtasche sollte nicht mehr wiegen als 5 Prozent eures Körpergewichts. Bei einem Gewicht von 60 Kilo zum Beispiel kommt ihr so auf ein Taschengewicht von maximal 3 Kilo.
  • Eigengewicht der Tasche
    Taschen können je nach Material, Größe und Verzierungen unterschiedlich schwer sein. Denkt also beim Kauf daran, dass zu dem Eigengewicht der Tasche noch der gesamte Inhalt dazu kommt, den ihr mitnehmen wollt.
  • Entrümpelung
    Es nimmt wenig Zeit in Anspruch und erzielt doch einen großen Effekt: Wenn ihr einmal in der Woche eure Tasche ausräumt, alte Bons und Kaugummipapiere wegwerft, Papiere ausmistet und Krümel aussaugt, habt ihr gleich ein ganz anderes Tragegefühl. Nicht nur, dass die Tasche leichter ist - ihr findet auch mehr wieder.
  • Mini-Version
    Wasserflaschen, Regenschirme und viele Pflegeprodukte gibt es auch in einer praktischen Reisegröße. Dann sind Deostift und Handcreme vielleicht im Verhältnis etwas teurer, nehmen aber weitaus weniger Platz weg.
  • Gut organisiert
    Um für den Tag gerüstet zu sein, kann in der Handtasche einer Frau schon einiges zusammenkommen. Um dennoch den Überblick zu behalten, solltet ihr darauf achten, dass es Innen- und Seitentaschen gibt, in die ihr Wichtiges verstauen könnt. Wenn dann das Handy klingelt und ihr gerade die Haustür aufschließen wollt, geratet ihr nicht in Stress.

Die gesunde Handtasche
Bei Handtaschen geht es nicht nur um das Gewicht, es gibt auch andere Aspekte, die den Tragekomfort beeinflussen. Wir haben für euch eine Liste zusammen gestellt, worauf ihr achten solltet:

  • Tragegurt
    Dünne Trageriemen schneiden schneller in die Haut ein und belasten die Schultern an nur wenigen Punkten stark. Achtet deshalb darauf, eine Tasche mit möglichst breiten Trägern zu tragen. Sind die Gurte aus Leder oder einem anderen harten Material, sollten sie an den Seiten abgerundet sein.
  • Trageweise
    Taschen, die ihr locker schultert, belasten nur die eine Körperhälfte und können deshalb schnell Schmerzen verursachen. Habt ihr eure Handtasche länger oder mit relativ viel Gewicht dabei, solltet ihr den Gurt quer über die Brust tragen und damit eure Schultern entlasten. Außerdem gilt: Je näher der Gurt am Hals, desto angenehmer die Trageweise.
  • Länge der Trageriemen
    Eine Tasche mit langen Tragegurten schlackert viel am Körper und die niedrige Tragehöhe belastet den Rücken. Auch wenn's eher blöd aussieht: Taschen, die höher hängen, etwa auf Hüfthöhe, entlasten die belasteten Körperregionen.
  • Alternativen
    Wann braucht ihr eine Tasche, wann wären ein kleiner Koffer oder ein Rucksack eine bessere Alternative? Es lohnt sich, vor dem Gang zum Supermarkt oder vor einem langen Wochenende darüber nachzudenken, was an Gewicht anfällt.

Übrigens: In einer Handtasche befinden sich mehr Keime als auf einer Toilette. In einigen Tests kam heraus, dass jede fünfte Handtasche sogar so stark mit Bakterien belastet ist, dass sie eine Gefahr für die Gesundheit darstellen kann.
Am beste reinigt ihr sie regelmäßig mit einem antibakteriellen Gel oder antibakteriellen Tüchern.