Kürbissse schnitzen und lecker zubereiten!

Ein mit Kerzen beleuchteter Kürbiskopf steht im Herbst auch in Deutschland in vielen Fenstern oder vor den Haustüren. Hier findet ihr einfache Anleitungen und Vorlagen zum Schnitzen, aber auch Rezepte für leckere Suppen.


Anleitung zum Schnitzen eines Kürbiskopfs
Ihr braucht einen Kürbis, Messer, Löffel, Schnitzvorlage, Zahnstocher, Edding und Zeitungspapier (als Unterlage).

Vorbereitung
Legt zunächst das Zeitungspapier auf die Stelle, auf der ihr arbeiten wollt. Beim Kürbisschnitzen fällt viel Abfall an und der ist sehr nass. Also am besten auch noch eine wasserdichte Plane oder Tüte unter das Zeitungspapier legen.

Als Schnitzmesser könnt ihr ein einfaches scharfes, schmales Messer nehmen oder aber eine Sägeblattmesser. Letzteres ist zu empfehlen, da man damit präziser arbeiten kann.
Wählt einen schon reifen Kürbis, der lässt sich leichter bearbeiten und die Reste können später gegessen werden. Achtet auch darauf, dass der Kürbis keine Dellen oder Risse hat.

Zu Beginn wird der Deckel ausgeschnitten, damit man an das Innere des Kürbisses gelangt. Es ist es besser eine eckige Form zu schneiden, wie z.B. ein Sechseck oder ein Achteck, damit der Deckel später besser hält.
Mit einem kantigen Löffel, wie z.B. einem Eiskugel-Former, kann der Kürbis gut ausgehöhlt werden. Ihr solltet eine 2 cm dicke Wand stehen lassen.

Bevor ihr das Schnitzen des Gesichts anfangen könnt, braucht ihr eine Vorlage. Entweder malt ihr selbst eine Schnittvorlage oder nehmt eine von uns, die ihr am Ende der Seite finden könnt.

Dann die einzelnen Teile der Vorlage ausschneiden und mit Zahnstochern auf gewünschter Höhe am Kürbis befestigen. Anschließend nehmt ihr den Edding und zeichnet die Konturen nach.
Dann kann das Schnitzen beginnen. Anschließend stellt ihr ein paar Teelichter rein und schließt den Deckel und fertig ist der Kürbiskopf.


Kürbiskopf haltbar machen:
Ein Kürbis vergammelt natürlich auch, besonders wenn er draußen in der Feuchtigkeit oder in geheizten Räumen steht.
Damit er nicht schimmelt, solltet ihr ihn schon lange vor Halloween kaufen und langsam trocknen lassen (vor dem Schnitzen!). So werden z. B. auch Zierkürbisse haltbar gemacht.

Wenn ihr den Kürbis gerade erst gekauft oder geerntet habt, könnt ihr ihn auch (nach dem Schnitzen!) innen mit Haarspray oder Lack- oder Acrylspray einsprühen, das hält kurzzeitig die Feuchtigkeit fern. Das hält aber nicht ewig, da sich das Spray immer wieder auflöst und es dann doch zu Schimmel kommt. Ca. 7-12 Tage kann es aber klappen.

Schaut euch im Video an, wie viele Möglichkeiten es gibt, einen Kürbis zu schnitzen. Viel Spaß beim Nachmachen:



Kürbisse sind gesund!
Schon bei den Indianern war der Kürbis ein Heilmittel bekannt. Sie zerstampften das Fruchtfleisch, mischten es mit Quellwasser und legten den kühlenden Brei z. B. auf Brandwunden und andere Verletzungen.

Nach Europa kam der Kürbis durch die Entdeckungsreisen von Kolumbus nach Amerika. Die europäischen Bauern verwendeten ihn aber zunächst nur als Tierfutter.

Heute ist bekannt, dass der Kürbis noch weitere gesundheitliche Wirkungen hat:

  • Die Inhaltsstoffe von Kürbiskernen unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers.
  • Das Essen von Kürbiskernen und Kürbiskernöl ist bei Prostataleiden zu empfehlen.
  • Kürbiskerne wirken beruhigend auf eine Reizblase, da das Kürbisfleisch viel Wasser und Kalium, aber nur wenig Natrium enthält.
  • Kürbissuppe hilft jedem, der schnell friert, da Kürbis von innen wärmt. Der Effekt kann verstärkt werden, wenn die Suppe mit Curry oder Chili gewürzt ist.
  • Das Kürbiskernöl senkt den Cholesterinspiegel, wegen seiner ungesättigten Fettsäuren.

Kürbissrezepte:
Kürbisse eignen sich nicht nur gut zum Schnitzen von Halloween-Köpfen oder als Heilmittel, sondern auch zum Kochen. Allerdings ist hier zu Beachten, dass es sowohl Speise-, als auch Zierkürbisse gibt, letztere jedoch zum Essen absolut ungeeignet sind.
Besonders bekannte Speisekürbisse sind der Hokkaido, Patisson, Butternuss, Sweet Dumpling und Baby Bear. Dabei sind die Namen genauso vielfältig wie die Geschmäcker. Diese reichen von sehr intensiv, über süß bis nussartig, daher ist es nicht verwunderlich wie viele Möglichkeiten der Kürbis beim Kochen bietet.
Aus dem Fruchtfleisch kann man beispielsweise Suppen, Chutneys, Aufläufe oder Marmeladen machen. Aber der Kürbis schmeckt auch in Kuchen, Cocktails oder geraspelt in Salaten. Wir haben für euch die leckersten Rezepte rausgesucht.

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