Silvesterbräuche und -rituale!

An Silvester werden eine ganze Reihe von Bräuchen wie Bleigießen und "Guten Rutsch" wünschen schon seit ewigen Zeiten gepflegt. Dabei geht es meist um die Verabschiedung des alten Jahres und die Begrüßung des neuen verbunden mit der Hoffnung auf Glück und Wohlstand.
Was aber der genaue Ursprung der Rituale ist, erfahrt ihr hier.


Silvesterfeuerwerk:

Schon seit den früheren Zeiten war dieser Brauch dazu da, um in der Nacht des Jahreswechsels die bösen Geister zu verjagen. Krach und lärmende Umzüge bei denen z.B. Trommeln und andere Gegenstände Lärm erzeugten, sollten diese fernhalten. 


Bleigießen:

Bleistücke werden in einem Löffel über einer Kerze oder einem anderen kleinen Feuer erhitzt, bis sie flüssig werden. Das geschmolzene Metall wird in eine Schüssel mit kaltem Wasser gekippt, wo es sofort zu bizarren Formen erstarrt.
Der Brauch der Molybdomantie (griech. Bleideuterei) lässt sich bis zu den Römern und Griechen zurückverfolgen.
Im Dreißigjährigen Krieg schmolzen die Landsknechte ihre Bleikugeln ein, um damit zu orakeln.
Im Feudalismus wurde der Brauch typischerweise am Andreastag (30. November) gepflegt, an dem Tag erfuhren Knechte, Mägde und Dienstboten, ob ihre Arbeitszeit verlängert werden würde, und versuchten so, in die Zukunft zu schauen.


Ins neue Jahr springen:

Vom Niederrhein kommt der Brauch, das neue Jahr mit einem Sprung vom Stuhl oder einer Treppenstufe zu begrüßen. Das verspricht Schwung und Dynamik in der Zukunft. 


Glücksbringer zu Silvester:

Hufeisen
Das Hufeisen beschützt als Talisman Haus und Hof und verwehrt Fremden den Eingang. Manche sagen, das Hufeisen muss mit der Öffnung nach unten aufgehängt werden, damit das Glück auslaufen und sich verbreiten kann. Andere dagegen sind der Meinung, es soll es mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, damit das Glück nicht ausläuft.

Schornsteinfeger
Weil sie früher immer als erste am Neujahrsmorgen durch die Straßen gingen und zum neuen Jahr gratulierten, gelten Schornsteinfeger als Glücksbringer.
Außerdem wurden früher die Schornsteinfeger als Retter angesehen, denn sie brachten, indem sie die Schornsteine reinigten, wieder Wärme in die kalten Häuser.

Schwein
Das Schwein gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und ist ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Nach dem Volksglauben sollte man zu Neujahr Schweinefleisch essen, damit man im kommenden Jahr Glück hat. Da es früher nur selten überhaupt Fleisch zu essen gab, waren die, die ein Schwein hatten, als reich und glücklich angesehen.

Marienkäfer
Der Marienkäfer gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes, was man auch an seinem Namen erkennen kann. So soll er Kinder beschützen und die Kranken heilen, wenn er zu ihnen fliegt. Einen Marienkäfer sollte man nie töten, denn das bringt Unglück.

Kleeblatt
Nachdem Eva aus dem Paradies vertrieben wurde, nahm sie ein vierblättriges Kleeblatt mit in die normale Welt als Andenken an Paradies. Deshalb besitzt der, der ein vierblättriges Kleeblatt besitzt, auch gleichzeitig ein Stück vom Paradies.

Glückspfennige
Es gibt die alte Volksweisheit "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert", und bis heute gilt der Pfennig als Glücksbringer, denn er ist ein Symbol für Reichtum. Schenk man jemandem den Glückspfennig, so wünscht man ihm, dass ihm niemals das Geld ausgeht.

Fliegenpilz
Die Bedeutung des Fliegenpilzes als Glücksbringer geht auf einen alten Volksglauben zurück. Dieser stellt den Fliegenpilz in Zusammenhang mit Hexen und Zauberern, allerdings sowohl in einen positiven als auch in einen negativen Zusammenhang - je nach dem, ob ihre Künste und Fähigkeiten gebraucht wurden oder nicht.


Wünsche zu Silvester:

"Guten Rutsch"
Einer der typischen Silvesterbräuche ist, dass man "einen guten Rutsch ins neue Jahr" wünscht. Damit ist aber nicht der wirkliche "Rutsch" gemeint, sondern das Wort stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "Anfang".

"Pros(i)t Neujahr"
Wünscht man, während mit einem Glas Sekt angestoßen wird. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "es möge gelingen".