Eichen-Prozessionsspinner unterwegs!

Der Eichen-Prozessionsspinner ist ein Schmetterling (Nachtfalter), der sich auch im Norden sehr verbreitet hat. Er besiedelt eichenreiche Wälder, aber auch Einzelbäume an Straßenrändern, in Parks und Städten.

Der Eichen-Prozessionsspinner legt bis zu 200 Eier, aus denen dann Raupen werden, die den kompletten Blattbestand der Bäume auffressen. Eine zusätzliche Gefahr für Mensch und Tiere wie Hunde bilden die Brennhaare der Raupe, die leicht abbrechen, durch den Wind verbreitet werden und dann überall hängen bleiben.

Für den Menschen und die Tiere
sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichen-Prozessionsspinners besonders gefährlich. Sie lösen nämlich bei Berührungen stets toxische allergische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest.

Die sogenannte Raupendermatitis ruft Quaddeln, Hautentzündungen und Knötchen hervor, die an Insektenstiche erinnern. Die Hautreaktionen halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an.
Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen.

Solltet ihr oder eure Hunde oder Pferde mit den Haaren des Eichen-Prozessionsspinners in Berührung gekommen sein, solltet ihr sofort einen Arzt aufsuchen und euch mit Kortison(-sprays) und Antihistaminen behandeln lassen.

Folgende Vorsichtsmaßnahmen solltet ihr beachten:
  • Grundsätzlich die Befallsgebiete meiden
  • Nacken, Hals, Unterarme und Beine mit Kleidung schützen
  • Raupen und Spinnweben nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Dusche nach (möglichem) Kontakt mit Raupenhaaren
  • Auf Holzernte oder Gartenpflege verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
  • Bekämpfung nur von Fachleuten durchführen lassen

Mehr Infos gibt es auch beim Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.