Hasenpest in Niedersachsen!

Im Kreis Osnabrück ist Ende Oktober 2014 die seltene Hasenpest ausgebrochen. Die Krankheit mit dem medizinischen Namen Tularämie, die bei zwei toten Hasen in Hilter festgestellt wurde, wird durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöst.

Auch Menschen können sich durch den Kontakt mit Haut oder Schleimhaut, durch Einatmen, Stechmücken oder auch durch das Essen von nicht komplett erhitztem Fleisch infizieren.
Der Erreger kann in gefrorenem Hasenfleisch bis zu 3 Jahre und an Kadavern oder im Boden oder im Wasser mehrere Wochen überleben.

Die Inkubationszeit beträgt beim Menschen zwischen 1-10 Tage. Häufig kommt es bei Menschen zu hohem Fieber, eitrige Geschwüre oder Schwellungen der Lymphknoten.
Behandelt wird die Erkrankung mit Antibiotika. Ohne antibiotische Behandlung kann die Sterblichkeit über 30 % betragen.

2014 wurden bundesweit bislang 31 Fälle bei Tieren und 12 Fälle bei Menschen festgestellt. Hunde und Katzen scheinen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein, sie werden nur selten krank.

Ihr solltet eure Hunde, Katzen und Nutztiere (und euch selbst natürlich auch) von Hasenkadavern fernhalten. Besonders Jäger sollten bei sich und Tieren auf die Symptome achten und bei Verdacht den Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück verständigen.