Achtung Jakobskreuzkraut!

Mit seiner auffällig gelben Blüte ist das Jakobs-Greiskraut, auch Jakobskreuzkraut genannt, gut zu erkennen. Ausgewachsene Pflanzen werden leicht 1 m hoch. Die kräftigen Stängel sind meist rot angefärbt.

Sie ist besonders an Feldrändern, auf Wiesen und Ackerbrachen weit verbreitet. Die Pflanze geht Ende Juni / Anfang Juli in die Hauptblütezeit, danach werden die Samen durch den Wind großflächig weiterverbreitet.

Diese Pflanzenart wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gern gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide giftig sind. Der Gehalt ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Kraut.

Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist. Insbesondere bei Pferden, aber auch bei Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und schließlich zum Tod führen. Als tödliche Dosis für Pferde werden 40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht genannt, bei Rindern 140 Gramm.

Pferde meiden auf der Weide das Jakobskreuzkraut wegen seiner Bitterstoffe, im Heu oder Silage bleiben die zu Lebervergiftungen führenden Alkaloide jedoch wirksam. Kühe, Pferde, aber auch Schafe oder Ziegen können bei der Stallfütterung das Kraut nicht mehr aussortieren und sich vergiften.

Bitte achtet darauf, das die Pflanze nicht in euer Futter gerät und sorgt dafür, dass eure Hunde sich von dem Kraut fernhalten.