Hilfe, es ist Schneckenzeit!

Rote Nacktschnecke“ von Winkit - Selbst fotografiert. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

In den letzten Jahren waren immer besonders viele Nackschnecken unterwegs, die alles anknabbern und Gartenbesitzer in den Wahnsinn treiben.

Doch warum gibt es so viele und welchen Nutzen haben sie? Und vor allen Dingen: was kann man gegen sie machen? Wir haben euch hier ein paar Schneckeninfos zusammengestellt.


Nacktschnecken
legen auf der Futtersuche besonders in der Dunkelheit und Feuchtigkeit weite Strecken zurück. Sie bewegen sich durch Muskelbewegungen ihrer schleimigen Unterseite.
Viele Nacktschnecken essen besonders gern junge Unkräuter und stellen für Gartenliebhaber kein Problem dar. Lediglich die etwa 10 cm lange Spanische Wegschnecke, die leider äußerlich nicht wirklich von anderen Nacktschneckenarten zu unterscheiden ist, ist die Sorte, die den meisten Schaden anrichtet.

Wenn ihr abgefressene Triebe oder ganze Pflanzen seht, die von Schleimspuren umgeben sind und diese selbst dann noch in Regenbogenfarben schillern, wenn sie ausgetrocknet sind, könnt ihr von der Spanischen Wegschnecke ausgehen.

Bekämpfen könnt ihr sie mit folgenden Mitteln:

  • Nacktschnecken werden von den Kadavern ihrer Artgenossen, Müll, Kompost und andere toten Tieren angezogen. Ein "sauberer" Garten ist weniger anfällig
  • Trockene Grenzen aus Stein, Kies oder Sand können sie nicht überwinden. Außerdem mögen sie kein Salz, mit dem ihr noch zusätzlich die Kanten bestreuen könnt
  • Abendliches Gießen lockt Nacktschnecken an. Am besten ihr gießt deshalb morgens und nicht zu großflächig
  • Licht mögen die Schnecken auch nicht, nützlich sind Solarleuchten, die sich tagsüber selbst aufladen
  • Bierfallen, Nagellack, Lösemittel, Acetonfalle und Wein und Zuckerwasser helfen zwar gegen ein paar Schnecken, locken aber auch die aus Nachbars Garten an
  • Einzelne Pflanzen schützt ihr am besten mit Salathauben, Gartenvlies oder Schneckenzäunen
  • Nicht besonders schön, aber notwendig ist das Absammeln von Schnecken. Denn Nacktschnecken haben riesige Gelege mit bis zu 400 Eiern, solltet ihr Eier sehen, solltet ihr die Erde unbedingt abtragen und weit weg entsorgen
  • Vögel, insbesondere Eule, Enten und Gänse, Igel, Marder, Füchse und Mäuse lieben Nacktschnecken. Sie solltet ihr also nicht vertreiben, sondern im Garten belassen. Die Spanische Wegschnecke wird allerdings nicht von ihnen gefressen
  • Besonders gründlich ist der Einsatz von Nematoden. Das sind winzige Fadenwürmer, deren Eier mit Wasser vermischt und ausgegossen werden. Die Nacktschnecken werden durch sie von innen heraus komplett zersetzt
  • Von Giften wie Schneckenkorn solltet ihr Abstand nehmen, denn das Gift wirkt natürlich auch bei anderen Tieren und ist auch für Kinder gefährlich

Einbecker Bierschnegel

Salyangoz“ von Maderibeyza - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Es handelt sich dabei um eine graugrüne bis olivgrüne oder gelblich braune Nacktschnecke, die bis zu 10 cm groß wird. Der außergewöhnlich lange Penis nimmt dabei ein Sechstel der Gesamtkörperlänge ein.
Dadurch, dass Keller und Nebenräume heute meist in trocken und sauber Zustand sind, wird dem Bierschnegel zunehmend der Lebensraum entzogen und er ist auf der Roten Liste der gefährdeten Arten gelandet. Nachdem seit über 90 Jahren kein Bierschnegel mehr gesehen worden war, wurde er 2004 an Stadtmauern in Einbeck wieder entdeckt. Man geht davon aus, dass ausgelaufenes Bier in Bierkellern sie angelockt hat.


Weinbergschnecken

Sie leben häufig, wie der Name schon sagt, in Weinbergen, wenn der Untergrund kalkhaltig ist. Den Kalk braucht die Schnecke für ihr Haus. Das Gehäuse schützt Darm, Herz, Niere und Geschlechtsorgane.
Weinbergschnecken ernähren sich überwiegend von abgestorbenem Pflanzenmaterial. Gärtner können das ausgezupfte Unkraut einfach für die Schnecken auf dem Boden liegen lassen. Mit den kleinen Zähnen ihrer Raspel-Zunge zerkleinert sie dann alles und fördert damit die Humusbildung.
Die Schnecken im Lebensmittelhandel stammen meist aus einer Schneckenzucht. In Deutschland sind Weinbergschnecken nach Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“.


Lakritzschnecken

Die gemeine Lakritzschnecke aus dem Hause HARIBO hat pro 100g 313,0 kcal und enthält 73,8 g Kohlenhydrate (davon 47,3 g Zucker) und 0,7 g Fett. Sie besteht aus Süßholz. Die blaulila blühenden Stauden erreichen eine Höhe von etwa ein bis zwei Metern und sind im Mittelmeerraum und in den mittelasiatischen Ländern heimisch. Aus den Wurzeln erhält man durch ein aufwändiges Verfahren schließlich eine schwarze, dickflüssige Masse – das Ausgangsprodukt für Lakritz.
Quelle: www.haribo.com