Schützt eure Tiere im Winter!

Auch Tiere haben mit den Temperaturen im Winter zu kämpfen.
Wie ihr sie schützen könnt, damit es nicht zu Unterkühlungen, Erfrierungen und Erkältungen kommt und was ihr kontrollieren solltet, wenn sie von draußen wieder hereinkommen, findet ihr hier.


ERSTE HILFE FÜR TIERE

Symptome für eine Unterkühlung sind unter anderem flache Atmung, schwacher Puls sowie Muskelzittern. Den Tieren kann geholfen werden, indem man sie langsam (!) aufwärmt.
Man sollte sie nicht neben einen Ofen oder ähnliches legen, da ihr Körper auf den plötzlichen Temperaturumschwung im schlimmsten Fall mit einem Herzinfarkt reagiert.

Erfrierungen äußern sich in Rötungen, Schwellungen und Jucken; besonders häufig betroffen sind Beine, Ohren und Schwanz. In diesem Fall sollte die Wunde vorsichtig gesäubert und desinfiziert werden.

Bei Erkältungen, die sich in Husten und Ausfluss aus der Nase bemerkbar machen, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Ansonsten ist in diesem Fall oberste Pflicht, das Tier warm zu halten.


SCHUTZ FÜR HUNDE

Obwohl wir es häufig belächeln, sind Hundemäntelchen bei einigen Rassen durchaus angebracht. In der Regel reicht einem Hund sein Fell vollkommen aus, denn ein natürlicher Fettfilm schützt die Haut vor Nässe.
Klein- sowie Nackthunde verfügen aber über nur sehr wenig oder gar keine Unterwolle und haben nur eine dünne Fettschicht, die sie nicht ausreichend vor der Witterung schützt. Außerdem sind ihre Beine relativ kurz, wodurch sich ihr Bauch sehr nah am Schnee befindet. Hier ist ein Mantel sinnvoll, um die Organe des Tiers zu schützen.
Für alle "normalen" Hunde sollten Mäntel und Schuhe aber nicht zur Standardausrüstung gehören. Sie schränken in der Bewegungsfreiheit ein und können den Wärmehaushalt durcheinanderbringen.

Wird ein Hund im Freien oder Zwinger gehalten, muss er Zugang zu einer Schutzhütte haben. Diese Hütte sollte wärmegedämmt und so bemessen sein, dass das Tier sich artgerecht darin bewegen und hinlegen kann.
Außerdem sollte eine Decke hineingelegt werden, da sich Hunde, die oft und lange auf kaltem Stein- oder Fliesenboden liegen, rasch eine Blasenentzündung zuziehen.

Bei Spaziergängen sollte zügig gelaufen werden, um den Hund in Bewegung zu halten und so zu verhindern, dass er auskühlt. Bei kurzem oder dünnem Fell empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund mehrere kurze Spaziergänge anstatt des üblichen langen. Sobald der Hund zittert und die Rute zwischen die Beine klemmt, sollte man den Rückweg nach Hause antreten.

Außerdem ist es wichtig, nach jedem Spaziergang die Pfoten zu kontrollieren und zu säubern. Das Streusalz auf den Straßen macht die Hundeballen spröde und rissig, was das Verletzungsrisiko erhöht. Zudem ist es stark gesundheitsgefährdend; leckt ein Hund es ab, kann es zu Vergiftungen kommen. Wer die Pfoten seines Vierbeiners gegen kälteverursachte Risse schützen will, sollte die Ballen mit Vaseline einfetten.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Hunde keinen Schnee fressen. Der darin enthaltene Dreck sowie das Streusalz können zu Erbrechen, Durchfall und sogar Magen- und Darmentzündungen führen. 


SCHUTZ FÜR KATZEN

Katzen sind resistenter gegen Kälte als Hunde, dennoch sollten sie nachts ins Haus geholt werden. Optimal ist eine Katzenklappe, da die Tiere für gewöhnlich selbst entscheiden, wann es ihnen zu kalt wird. Ist es nicht möglich, die Katze im Haus zu halten, sollten sie einen wind- und witterungsgeschützten Schlafplatz haben; im Notfall eignet sich auch eine Garage oder eine Scheune, in die ein Platz mit einer Decke ausgelegt werden sollte.

Die Haut von Katzen kann besonders im Winter unter Trockenheit und Juckreiz leiden. Vitamin E und zusätzliche Fettsäuren können hier Abhilfe schaffen. Bitte fragt für genauere Informationen euren Tierarzt. Beißt oder kratzt sich eine Katze so stark, dass offene Wunden entstehen, können sich Dreck und Bakterien ablagern und zu Hautkrankheiten führen.

Bitte werft vor Fahrtbeginn kurz einen Blick unter euer Auto. Katzen verkriechen sich auf der Suche nach Schutz vor Wind und Witterung besonders gern dort. Außerdem geben erst kürzlich abgestellte Fahrzeuge viel Wärme ab, die Katzen sehr gern haben.

Das, was für Hundepfoten gilt, gilt auch für die der Katzen – sie sollten nach jedem „Ausgang“ kontrolliert werden.


SCHUTZ FÜR NAGER (KANINCHEN, MEERSCHWEINCHEN)

Nagetiere können mit Kälte gut umgehen, mit Zugluft und Nässe haben allerdings auch sie Probleme. Deshalb sollten ihre Ställe an einem wind- und feuchtigkeitsgeschützten Ort stehen. Es eignet sich eine Garage oder ein Schuppen, wenn der Käfig zusätzlich mit Styropor isoliert und zusätzliches Heu eingestreut wird.
Die Wasser- und Futternäpfe sollten häufiger kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass deren Inhalt nicht gefroren ist.