Mythen rund um den Vollmond!

Um unseren Erdtrabanten, den Mond, ranken sich viele Mythen und Gerüchte. Besonders der Vollmond hat scheinbar Auswirkungen auf uns Menschen. Manche können bei Vollmond nicht schlafen, andere schwören darauf, dass bei Vollmond mehr Kinder geboren werden.
Was von diesem Volksglauben stimmt, oder nicht, haben wir für euch herausgefunden.


Schlafprobleme bei Vollmond
Viele Menschen klagen bei Vollmond über Schlafstörungen. Schon seit Jahrhunderten wird der Glaube daran im Volksmund überliefert. In letzter Zeit haben Studien aber eindeutig belegt: Schlafstörungen oder Schlafwandeln haben nichts mit dem Vollmond zu tun.
In einer österreichischen Studie haben Mediziner, die sich auf Schlafforschung spezialisiert haben, mehrere verschiedene Testpersonen über sechs Jahre lang beobachtet. Die Teilnehmer mussten ein Schlaftagebuch darüber führen, wann und wie oft sie schlecht geschlafen haben. Das Ergebnis war absolut eindeutig: zwischen Vollmond und Schlafproblemen besteht keinerlei Zusammenhang.

Nach Meinung mancher Professoren, sei der Glaube daran, dass man bei Vollmond nicht gut schlafen kann, der einzige Grund dafür, dass dies dann auch tatsächlich so ist. Das Licht des Mondes könne auch nicht für Schlafprobleme verantwortlich gemacht werden, da viele Straßenlaternen heller sind.


Geburten bei Vollmond
Einige glauben, dass bei Neu- und Vollmond mehr Kinder geboren werden als an anderen Tagen. Auch hier gibt es Studien, die das widerlegen. Mondphasen haben keinen Einfluss auf die Geburt eines Kindes. Statistisch gesehen werden montags und dienstags die meisten Kinder geboren, am Wochenende dagegen die wenigsten. Dies hängt womöglich damit zusammen, dass künstlich eingeleitete Geburten in Kliniken immer auf Werktage verlegt werden.


Aggression bei Vollmond
Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Menschen, die an Vollmond zu einem Wolf werden? Legenden über Werwölfe gibt es viele und manche Personen haben tatsächlich bei Vollmond eine Neigung zur Aggressivität.

Während einer Studie haben Forscher 1 Jahr lang 91 als "aggressiv" geltende Personen beobachtet. Bei einem Viertel der Teilnehmer wurde das Verhalten während der Vollmondphasen aggressiver. Oft neigten sie dazu, vermehrt Alkohol und Drogen zu sich zu nehmen. Bei einer Kontrollgruppe von nicht auffälligen Personen konnte keine entsprechende Reaktion auf den Mond festgestellt werden. Daraus haben die Forscher geschlossen, dass Menschen nur dann „Werwolf-Tendenzen“ haben, wenn sie schon vorher auffällig aggressiv sind.


Kriminalität bei Vollmond
Unter Polizisten und Sicherheitskräften gibt es schon lange den Verdacht, dass Menschen sich bei Vollmond gewalttätiger verhalten. In Sussex, einer Grafschaft in England, sieht die dortige Polizei schon lange einen Zusammenhang zwischen einem erhöhten Anstieg von Kriminalität und Vollmond. Das konnten sie anhand ihrer Fälle auch statistisch nachweisen. Nun patrouilliert bei Vollmond immer eine Sondereinheit durch die Straßen.