Bedeutung des 1. Mai!

Der 1. Mai ist in Deutschland als "Tag der Arbeit" ein gesetzlicher Feiertag. Was es mit der Tradition des "in den Mai tanzen" auf sich hat, warum der 1. Mai sogar ein internationaler Feiertag ist und warum Maibäume aufgestellt werden, erfahrt ihr hier.


Warum ist der 1. Mai ein Feiertag?

Der Tag wird als "Internationaler Tag der Arbeiterbewegung" in vielen Ländern gefeiert. Er ist z. B. gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, Teilen der Schweiz, Italien, Spanien, Griechenland, Polen, Frankreich, Schweden, Türkei, Russland und China.

Zum Gedenken an die Proteste der internationalen Arbeiterbewegung, die unter anderem für den 8-Stunden-Tag gestritten hat, wurde dieser "Protest- und Gedenktag" mit Massenstreiks und Demonstrationen am 1. Mai 1890 zum ersten Mal in vielen Staaten begangen.

In Deutschland wurde der 1. Mai jedoch erst 1933 zum staatlichen Feiertag. Unter den Nazis wurde dieser Tag zum "Feiertag der nationalen Arbeit" erklärt, der auch nach dem zweiten Weltkrieg ein gesetzlicher Feiertag blieb.

Seitdem heißt der Feiertag schlicht "Tag der Arbeit", der von politischen Demonstrationen und Kundgebungen der Gewerkschaften begleitet wird. In Berlin und Hamburg kommt es allerdings auch regelmäßig zu gewalttätigen Ausschreitungen radikaler Demonstranten, die auf Armut und politische Missstände aufmerksam machen wollen.


Was ist der "Tanz in den Mai?"?

Der Tanz in den Mai findet in der Walpurgisnacht am 30. April statt. Die Namensgeberin ist Walburga, eine Äbtissin aus England (710–779). Der Gedenktag dieser Heiligen wurde im Mittelalter am 1. Mai gefeiert.

In der Nacht zum 1. Mai feiern die Hexen, insbesondere auf dem Blocksberg (Brocken), aber auch an anderen erhöhten Orten ihre Feste.
Dazu wird ein Hexenfeuer entfacht, mit dem man „die bösen Geister“ vertreiben will. Dies wird bis spät in die Nacht mit Tanz um das Feuer und lauter Musik gefeiert.
In einigen gegenden gibt es auch den Maisprung, bei dem Verliebte gemeinsam über das Maifeuer springen.


Maibäume und Maibowle:

Maibäumen sind in Norddeutschland oft frisch gefällte Birken, die mit bunten Bändern verziert werden. Im Süden gibt es oft geschnitzte Maibäume mit Wappen aus Holz. Sie werden meist an einem zentralen Ort bei einer festlichen Veranstaltung aufgerichtet.
Daneben gibt es auch den Brauch, dass die jungen, unverheirateten Männer eines Dorfes vor den Häusern aller unverheirateten Frauen kleinere Maibäume, sogenannte Maien, aufstellen. Üblich sind vor allem mit buntem Krepp-Papier geschmückte Birken, wobei die Farbe der Bänder ursprünglich eine Bedeutung hatte.
Im Altertum wurden Häuser und Ställe mit Zweigen und Bäumchen zum Schutz vor Krankheiten und bösen Geistern versehen.

Das traditionelle Rezept für die Maibowle beinhaltet zwei Liter Weißwein auf einen Liter Sekt. Hinzu kommen ein Bund Waldmeister, aufgrund seiner häufigen Verwendung für die Bowle auch „Maikraut“ genannt, und einige Eiswürfel.