Internationaler Frauentag!

Jedes Jahr am 8. März ist Weltfrauentag. Frauenorganisationen auf der ganzen Welt machen sich an diesem Tag für Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen stark. 2015 findet der Tag schon zum 104. Mal statt. Mehr Infos zur Geschichte und Sinn des Tages findet ihr hier.

Geschichte des Tages
Entstanden ist der internationale Frauentag in der Zeit des ersten Weltkrieges im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Initiiert durch die Frauenrechtlerin Clara Zetkin, wurde er zum ersten Mal am 19. März 1911 begangen.
Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. In den folgenden Jahren fand er immer zwischen Februar und April statt, bis er 1921 auf den 8. März festgelegt wurde.

Die zentralen Forderungen waren (und sind):

  • Wahl- und Stimmrecht für Frauen
  • Ausreichernder Mutter- und Kinderschutz
  • Gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
  • Mindestlöhne

Der Frauentag in Deutschland
Als das NS-Regime die Oberhand in Deutschland gewann, veränderte sich die Rolle der Frau. Traditionell als Ehefrau und Mutter hatte sie den Haushalt zu führen und die Kinder zu versorgen. 1932 wurde schließlich der Frauentag verboten und durch den Muttertag ersetzt.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte dann die Wiederbelebung des Frauentages. Ende der 1960er Jahren wurden wieder offizielle Feiern für Frauen organisiert. Folgende Themen gewinnen zusätzlich an Bedeutung:

  • die Rechte von Ausländerinnen
  • Tolerierung der nichtheterosexuellen Lebensweise
  • die bessere Sicherung von Frauenrechten im Rahmen der europäischen Annäherung

In den ostdeutschen Bundesländern wird der Weltfrauentag besonders gefeiert. Dort ist es üblich, dass Chefs ihren Mitarbeiterinnen eine Blume – meistens eine Rose – zum Weltfrauentag schenken und ihnen dazu gratulieren.

In vielen Ländern ist der Weltfrauentag sogar gesetzlicher Feiertag: z. B. in Aserbeidschan, Georgien, Kasachstan, Kambodscha, Russland, Serbien, Ukraine, etc. In China bekommen die arbeitenden Frauen am Nachmittag frei.

Nach wie vor sind 70 Prozent aller armen Menschen weltweit weiblich. Auch in Deutschland zählen zu den Armen häufig allein erziehende Mütter und Frauen.
Deshalb finden nach wie vor jedes Jahr diverse Veranstaltungen statt, die von den unterschiedlichsten Vereinen und Gruppen organisiert werden.