Wissenswertes über Ostern!

Die Osterfeiertage verbringen viele Menschen mit ihren Familien und Bekannten. Dann wird Lamm gegessen oder beim Osterfeuer zugeschaut und es werden Eier gesucht.
Doch was feiert man an diesen Tagen eigentlich? Und woher kommen die oben genannten Traditionen rund um das Osterfest? Wir sagen es euch.


Was ist die Karwoche?

Die letzte Woche vor Ostersonntag beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu in Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag feiert das Christentum das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, am folgenden Karfreitag wird Jesus Tod am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe und am Ostersonntag wird schließlich die Auferweckung Jesu von den Toten gefeiert. Mit diesem Tag beginnt die österliche Freudenzeit ("Osterzeit"), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert.


Was ist Karfreitag?

An diesem Feiertag wird an die Kreuzigung Jesu gedacht. Durch seinen Tod hat Jesus die Schuld aller Menschen auf sich genommen und damit ihre Errettung und ewiges Leben ermöglicht.
Traditionell soll auf Luxus, also auf Fleisch verzichtet werden, da Fleisch lange Zeit ein teures und kostbares Gut war. So entstand der Brauch, an diesem Tag Fisch zu essen.


Was ist Ostern?

Karfreitag, Ostersonntag (Auferstehung Jesu) und Ostermontag (Entdeckung der Auferstehung Jesu) bilden zusammen das Osterfest. Es ist das wichtigste Fest der Christen.
Nach der Bibel fielen die heiligen Ereignisse um Jesu Auferstehung in die Zeit eines jüdischen Festes, das seitdem den Zeitpunkt für das christliche Osterfest bestimmt.
Ostern fällt deshalb immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond, in unserem Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April.


Was feiern wir am Ostermontag?

Am Tag nach der Auferstehung, also Ostermontag, gingen zwei Jünger laut Lukasevangelium von Jerusalem nach Emmaus. Währenddessen schloss sich ihnen ein Mann an. Als sie in Emmaus ankamen, luden sie den Fremden zum Essen ein.
Er brach das Brot und erst dann erkannten sie Jesus, der jedoch in dem Moment vor ihren Augen verschwand.
Sie kehrten sofort nach Jerusalem zurück, um die Botschaft des auferstandenen Jesus zu verkünden.
Am Ostermontag ist es Brauch, zu einem Gottesdienst zu gehen und den restlichen Tag mit der Familie zu verbringen.


Woher kommt das Wort Ostern?

Der im Deutschen benutzte Name stammt aus dem Altgermanischen und hängt vermutlich mit der Himmelsrichtung "Osten" zusammen: der Ort der aufgehenden Sonne.
In vielen Sprachen (z.B. Französisch, Niederländisch, Türkisch) nutzt man Begriffe, die an das hebräische Wort "Pessach" angelehnt sind. Pessach ist die jüdische Festwoche, von der das Osterdatum abgeleitet wurde.


Osterbräuche in Deutschland:

  • Der Osterhase bringt schon seit Ende des 17. Jahrhunderts die Ostereier am Ostersonntag. Er ist nicht nur in der antiken Kunst und Architektur vertreten, sondern gilt auch als Fruchtbarkeitssymbol, das den Frühling verheißt.
    Vor dem Hasen brachten übrigens Tiere wie Fuchs, Storch oder Kuckuck die Eier. In Schweden ist das Ostersymbol die Osterhexe, die mit Osterfeuern vertrieben werden soll. In Frankreich und Österreich, aber auch in überwiegend katholischen Regionen Deutschlands erzählt man den Kindern, dass die Glocken am Karfreitag nach Rom fliegen und am Ostersonntag zurückkommen, um zu erklären, wieso sie nicht läuten. Die Glocken würden auf dem Rückweg aus Rom Süßigkeiten für die Kinder verstecken.
  • Ostereier werden sowohl als hartgekochte Hühnereier zum Essen, als auch als buntbemalte Dekoratiogegenstände oder Schokoladeneier zu Ostern verwendet. Der Brauch des Ostereierfärbens sowie des Ostereiersuchens ist zwar in vielen verschiedenen Kulturkreisen üblich, ein Urpsrung ist jedoch nicht wirklich bekannt.
  • Osterfeuer werden vorwiegend am Karsamstag zu Beginn der Dämmerung entzündet. Sie entstammen einem heidnischen Brauch, um den Winter zu vertreiben. Nachdem dieser "verbrannt" wurde und der Feuerschein seine "reinigende Wirkung" gezeigt hatte, war die Fruchtbarkeit des Bodens gesichert.

Skurrile Osterbräuche weltweit:

  • In Bulgarien werden die Ostereier nach der Messe an den Kirchenmauern zerschlagen oder sich damit beworfen.
  • Die Polen machen sich an Ostermontag gegenseitig mit Wasser nass, um an die Taufe eines Prinzen zu erinnern, der das Christentum nach Polen brachte.
  • In Ungarn werden Frauen und Mädchen statt mit Wasser mit Parfüm übergossen.
  • Eine finnische Tradition ist es, sich gegenseitig leicht mit Birkenruten auf den Rücken zu schlagen.
  • Bei den Engländern reicht es, sich mit Weidenkätzchenruten leicht zu berühren. Das soll Glück für's neue Jahr bringen.
  • Das Ende der Fastenzeit feiern die Iren mit einem symbolischen Heringsbegräbnis an Ostersonntag.
  • In Frankreich schweigen die Glocken von Gründonnerstag bis Karsamstag. Erst am Sonntag wird zur Feier der Auferstehung Jesu Christus wieder geläutet.
  • Eiertütscha, oder Eiertitschen, ist nicht nur ein Brauch in Deutschland, sondern auch in der Schweiz.