Die wichtigsten Herbst/Winter-Tricks!

Wenn ihr auch während der kalten Monate auf eurer Auto angewiesen seid, kennt ihr die Probleme: Oft kostet es Zeit und Mühe, den Wagen von Schnee und Eis zu befreien. Hier findet ihr Tipps und Tricks, die Zeit sparen helfen und trotzdem effektiv sind.


Beleuchtung:
Optimale Beleuchtung ist das A und O in den kalten Monaten. Die Lichtanlage sollte intakt sein und die Scheinwerfer müssen richtig positioniert sein. Außerdem braucht ihr den Durchblick! Vor allem im Herbst sind Autos oft mit Blättern und kleinen Ästen bedeckt. Folge: Die Windschutzscheibe ist total verklebt und schmutzig. Das kann bei Gegenlicht zu Irritationen führen. Sorgt dafür, dass die Scheibe immer sauber ist.


Beschlagene Scheiben:
Meistens fehlt morgens die Zeit zu Warten, bis die Scheiben nicht mehr beschlagen sind. Um das zu verhindern, könnt ihr Rasierschaum auf einen Lappen geben und die Scheibe damit von innen abwischen. Oft hilft es auch, eine Socke mit Katzenstreu ins Auto zu legen. Das Streu entzieht der Luft die Flüssigkeit. Um eure Seitenspiegel zu schützen, könnt ihr einfach Frühstücksbeutel darüber ziehen und diese zubinden. Mehr Tipps findet ihr hier.


Lenkradbezüge:
Wer im Winter nicht auf Lenkradbezüge aus Fell, Stoff oder Leder verzichten möchte, sollte Folgendes beachten: Nach StVZO müssen Fahrzeug und Lenkung jederzeit sicher zu bedienen sein. Durch Überzüge kann aber die Griffigkeit des Lenkrads beeinträchtigt werden und damit habt ihr laut Gesetz keine Betriebserlaubnis für das Auto mehr. Ein Zertifikat über die ordnungsgemäße Verwendung stellt der TÜV aus. Erst dann dürft ihr Überzüge verwenden.


Frostschutz:
Die Füllung der Scheibenwaschanlage und das Kühlsystem müssen über ausreichend Frostschutz verfügen. Wenn ihr euch unsicher seid, wie viel Frostschutz ihr verwenden müsst, dann solltet ihr bei einer KFZ-Werkstatt einen Winter-Check durchführen lassen.


Autowaschen im Herbst und Winter?
Waschstraßen machen keine Winterpause. Gerade im Winter sollte das Auto regelmäßig gewaschen werden, denn Streusalz und Dreck greifen die Metalle, Kunststoffe und Türdichtungen an.

Um das Auto zu schützen, sind vorher allerdings einige Punkte zu beachten.

  • Vor dem Waschen sollten Schnee, Eis und grober Schmutz entfernt werden. Bei hartnäckigem Schmutz hilft ein Hochdruckreiniger, der jedoch mit Vorsicht zum Einsatz kommen sollte.
  • Um das Einfrieren von Schlössern und Türen zu verhindern, kann man Klebestreifen auf die Türschlösser kleben und die Dichtungen mit Glycerin oder Silikonspray einsprühen.
  • Scheibenwischer mit einem feuchten Tuch reinigen und gut trocknen.
  • In der Waschanlage auf jeden Fall ein Programm mit Trocknung auswählen, zusätzlich ist eine Unterbodenwäsche empfehlenswert, da sich vor allem an Unterboden und Motorteilen das Salz festsetzt.

    Vereiste Autoscheiben:
    Um die Autoscheibe zu enteisen gibt es viele Möglichkeiten.

    • Zum einen könnt ihr den Eiskratzer verwenden. Dieser sollte immer in eurem Auto bereitliegen. Bei dem Eiskratzer ist jedoch Vorsicht geboten. Bei der falschen Anwendung können unschöne Rillen entstehen. Schabt das Eis strukturiert von oben nach unten.
    • Ein Scheibenenteiser ist ebenfalls gut geeignet, um eure Scheibe vom Frost zu befreien. Sprüht die Scheibe einfach ein, lasst es einwirken und entfernt das Eis vorsichtig mit einem Schaber.
    • Ihr könnt ihn euch auch selbst mischen. Dazu braucht ihr hochprozentigen Alkohol bspw. Isopropylalkohol (den bekommt ihr in der Apotheke oder im Internet ). Davon mischt ihr 2 Teile mit einem Teil Wasser, dazu einen Spritzer Spülmittel und ab damit in eine Sprühflasche.
    • Ihr könnt auch eine heiße Wärmflasche ins Auto legen, aber das dauert dann mindestens 20 Minuten.
    • Um dem Frost an sich vorzubeugen, könnt ihr euch vom Baumarkt eine Frontscheibenfolie bzw. Eisfolie besorgen. Achtet aber darauf, die Folie möglichst genau auf die Frontscheibe passt, sonst bringt sie nichts. Decken oder Stoffstreifen bringen nichts, der friert eher fest.
    • Falls ihr keine Folie zur Hand habt, ist es ratsam, euer Auto neben der Hauswand, Hecken oder unter Bäumen zu parken. Der Windschutz bewirkt, dass ihr weniger Kratzen müsst
    • Wenn ihr nah genug an einer Stromquelle parkt, könnt ihr auch z. B. einen Heizlüfter oder Fön verwenden
    • Zudem könnt ihr am Abend eine Flüssigkeit aus 3 : 1 Essig und Wasser mischen und auf die Scheiben sprühen. So frieren die Scheiben nicht so stark zu.

    Auf gar keinen Fall solltet ihr heißes Wasser auf die Scheiben kippen, das sorgt dafür, dass sie Risse bekommen oder platzen können.


    Wie viel muss freigekratzt werden? Und welche Bußgelder werden fällig?
    • Ein kleines Guckloch reicht nicht: Weil ihr dabei grob fahrlässig handelt und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, wird ein Verwarnungsgeld von 10 Euro fällig. Baut ihr damit einen Unfall, sind es 35 Euro Bußgeld. Auch wenn ihr selbst nicht der Verursacher wart, bekommt ihr bei einem Unfall auch eine Mitschuld.
    • Alle Scheiben und Rückspiegel müssen schnee- und eisfrei sein, ebenso Scheinwerfer, Rücklichter, Blinker, Autodach und Motorhaube
    • Wird das Kennzeichen nicht freigekratzt, kostet das 5 Euro
    • 20 Euro Bußgeld werden fällig, wenn man euch mit eingefrorenem Scheibenwischwasser erwischt.
    • Und wenn ihr den Motor während des Kratzens warmlaufen lässt, riskiert ihr ebenfalls ein Bußgeld von10 Euro wegen unnötigen Lärms und vermeidbarer Abgasbelastung

    Kaltstarten oder warmlaufen lassen?
    Auch wenn es bequemer ist, beim Eiskratzen den Motor schon laufen zu lassen, um dann in ein etwas wärmeres Auto zu steigen, solltet ihr lieber darauf verzichten. Denn laut der StVO ist es untersagt, „unnötigen Lärm und vermeidbare Abgase“ zu erzeugen. Haltet ihr euch nicht dran, so droht euch ein Bußgeld von 10 Euro.
    Außerdem wird ein Auto beim Stehen bei weitem nicht so schnell warm wie dies beim Fahren der Fall ist.


    Probleme mit der Autobatterie:
    Sie sind sehr empfindlich und geben in der kalten Jahreszeit schnell ihren Geist auf. Da eine Batterie im Schnitt 4 - 6 Jahre hält, solltet ihr sie, wenn sie das Alter hat, überprüfen lassen.
    Aber die Batterien müssen nicht immer defekt sein, wenn euer Wagen nicht mehr anspringt. Oft haben die Akkus einfach keine Chance, während der Fahrt genügend Ladung zu erhalten. Denn häufig wird das Auto nur kurz benutzt, aber währenddessen zahlreiche Funktionen wie z.B. die Sitzheizung, das Heizgebläse und natürlich die Beleuchtung eingeschaltet. Das alles entlädt die Batterie, die auf den kurzen Fahrten nicht genügend aufgeladen werden konnte. Das kann dazu führen, dass der Ladezustand der Batterie nicht mehr ausreicht, um den Motor zu starten. Also solltet ihr im Winter auch mal längere Fahrten machen, so dass eure Autobatterie genug aufgeladen werden kann.


    Das Auto springt nicht an: Wie überbrückt man richtig?
    Trotz aller Vorkehrungen springt euer Auto nicht an? Dann könnt ihr es mit einem Überbrückungskabel versuchen, dass ihr an ein anderes Auto anschließt. Dafür sind jedoch einige Vorkehrungen notwendig:

    • Überprüft, ob die Batterien beider Fahrzeuge ungefähr die gleiche Spannung haben. Für gewöhnlich sind es 12 Volt. Die Spannung des Spenders sollte nicht viel kleiner sein als die eurer Batterie.
    • Schaltet bei beiden Fahrzeugen unnötige Energieverbraucher wie die Heizung ab.
    • Schließt das rote Kabel zuerst an den Pluspol des Empfängers und danach an den Pluspol des Spenderautos an.
    • Schließt nun das schwarze Überbrückungskabel an den Minuspol des Spenders und dann an ein Metallteil des Empfängers. Achtet aus Sicherheitsgründen darauf, das Kabel nie direkt an den Minuspol eurer Batterie zu klemmen.
    • Startet danach den Motor des Spenderfahrzeugs und anschließend euren.
    • Schaltet in eurem Fahrzeug vorsichtshalber einen oder mehrere Energieverbraucher ein, um drohenden Überspannungen vorzubeugen.
    • Wenn eure Batterie absolut leer war, dann lasst das Überbrückungskabel ca. 10 Minuten dran.
    • Das Entfernen der Kabel geschieht in umgekehrter Reihenfolge.
    • Schaltet anschließend die Energieverbraucher in eurem Auto wieder aus und fahrt ca. 1 Stunde mit dem Fahrzeug, damit sie sich die Batterie wieder komplett aufladen kann.

    Danach sollte, wenn alles gut gelaufen ist, euer Auto wieder startklar sein.


    Vereiste Türen:
    Bei eingefrorenen Autotüren solltet ihr nicht verzweifeln. Schon kleine Hilfsmittel ermöglichen es, eure Autotüren ohne Gewalt zu öffnen. Zuerst solltet ihr jedoch herausfinden, ob nur das Schloss oder der ganze Türrahmen vereist ist.
    Falls das Schloss gefroren ist, ist der Türschloss-Enteiser aus dem Baumarkt zu empfehlen. Außerdem könnt ihr den Schlüssel (bitte nicht das Funkteil!) ein bisschen mit dem Feuerzeug warm machen. Falls sich die Türe daraufhin immer noch nicht öffnen lässt, drückt euch sanft gegen den Türrahmen, um die Vereisung zu lösen.
    Vermeidet es auf jeden Fall an der Tür zu ziehen! Oft hilft auch heißes Wasser. Gießt das Wasser reihum an der Tür entlang. Achtet allerdings darauf, nicht die Scheibe zu treffen, diese kann gegebenenfalls platzen. Um vereiste Autotüren zu verhindern, könnt ihr Vaseline auf die Dichtungen an den Autotüren schmieren. Die Scheinwerfer bekommt ihr gut mit Zahnpasta eisfrei.